Überfahrene Kartoffeln

Hey ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht’s allen gut. Als ich vor ein paar Tagen plante, diesen Artikel zu schreiben wollte ich ihn eigentlich damit beginnen, euch ein bisschen die Ohren voll zu heulen, von zu viel Arbeit, zu wenig Zeit zum Kochen (vom Bloggen mal ganz abgesehen) und von dem Ergebnis, das nicht-Kochen meistens dick macht wenn man es nicht auch mit nicht-Essen kombiniert….aber nach den Hochwasser-Ereignissen der letzten Tage erscheint es mir wie Kleinkram. Ich hoffe sehr, dass es euch und euren Liebsten gut geht.

Tatsächlich- und ganz ohne zu heulen- stimmt aber, was ich oben geschrieben habe- ich war nicht wirklich Blog-faul, sondern ich habe schlicht kaum gekocht…und wenn, dann nur schnelle, einfache Sachen, die ich irgendwie zwischen der Arbeit aus dem Handgelenk schütteln konnte. Wilde Zeiten gerade, mal wieder. Aber Ich habe beschlossen, dass es so nicht weiter gehen kann, sonst passe ich bald nicht mehr in meine Klamotten…also wird wieder gekocht 🙂

Heute habe ich euch eine Beilage mitgebracht, die zu allem passt, was eben eine sättigende Beilage braucht- von Salat über Steak, von Spargel bis Ratatouille…überfahrene Kartoffeln!
Ich habe sie hier auf dem Blog so genannt in Anlehnung an das amerikanische Rezept für “Roadkill Chicken” (ein platt zubereitetes Huhn)…und ich finde, optisch passt das ganz gut 😉

Bei dieser Zubereitungsart werden die Kartoffeln zuerst ganz normal gekocht, deshalb ist es aus Zeitgründen praktisch, wenn man kleine Kartoffeln (Drillinge) nimmt. Nachdem sie fertig sind (gekochte vom Vortag gehen auch) dauert es noch etwa 30 Minuten, aber man hat nicht wirklich viel zu tun, sondern kann sich nebenbei prima dem restlichen Essen widmen.

Zutaten für 2-3 als beilage

  • 600g kleine Kartoffeln

  • 1 EL Olivenöl

  • 1 Knobizehe

  • 2 EL gehackte Petersilie (TK geht auch)

  • 1 EL Butter

  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Die Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und dann mit etwas Abstand auf dem Backpapier verteilen.
  • Die Kartoffeln mit einer Gabel oder einem Stampfer vorsichtig zerdrücken. Nicht zu doll, sonst klebt alles in der Gabel/im Stampfer. Sie sollen nur aufbrechen, nicht in 100 Einzelteile zerfallen. Etwas Plattes zum Drücken (zB eine Untertasse) geht auch.
  • Jetzt mit etwas Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl einpinseln. Dann das Backpapier auf das mit vorgeheizte Backblech ziehen und ab damit in den Ofen für 15 Minuten.
  • In der Zwischenzeit die Knobizehe und die Petersilie fein hacken. Die Butter schmelzen, alles vermischen.
  • Da Backblech nach 15 Minuten kurz rausnehmen (versucht das ja nicht mit den Händen im Ofen!) und die Kartoffeln mit der Buttermischung bestreichen.
  • Jetzt nochmal 10 Minuten backen, oder bis euch die Bräunung gefällt – ich schalte für diese 10 Minuten die Umluft dazu, aber mein Ofen ist auch…naja. Lieber nicht schimpfen, am Ende liest er noch mit 😉
    Danach rausnehmen und genießen!

Kräuterquark oder Aioli passen ganz prima dazu…*mjam*.

*Natürlich kann man das Zerstampfen auch direkt auf dem Backblech erledigen, dann muss man das Backpapier hinterher nicht rüber ziehen. Aber da sicher noch mehr Tollpatsche hier unterwegs sind und man am Anfang etwas üben muss, genau den richtigen “Zerstörungsgrad” zu treffen, empfehle ich stattdessen die Arbeitsplatte als Unterlage 😉

Lasst es euch schmecken,

Danja

6 Kommentare

  1. Steinewerfer

    Endlich wieder ein neues Rezept von meiner Lieblings-Blog-Köchin.

    Schmeckt sicher sehr lecker!

  2. Ein geniales Rezept! Bei mir platzen die Pellkartoffeln eh meist auf.
    Wir hatten die überfahrenen Kartoffeln mit Kräuterquark. Lecker …..absolut empfehlenswert.
    Herzliche Grüße, Familie Scholz

  3. Endlich ein neues Rezept! Hört sich sehr, sehr lecker an. Werde ich demnächst mal ausprobieren.

    LG und danke,
    Timoleon.

  4. P.S.: Wird es nicht langsam mal Zeit, eine Kategorie “Kartoffeln” oder “Erdäpfel” analog zu “Pasta” und “Reis/Risotto” unter “Kochen” zu kreieren? 😉

  5. Hey….das ist eine super Idee, das mache ich! 🙂

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