Gemüseschätze: Treviso-Zwiebel-Rotwein-Crostini

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Als ich neulich beim Gemüsehändler meines Vertrauens auf dem Wochenmarkt war, blitzte aus der salatkiste etwas rotes. Es war länglich und sah ein bisschen aus wie ich morgens manchmal auf dem Kopf. Spannend also! Meine Rückfragen ergaben, dass es sich um “Treviso” handelt, eine Radiccio-Sorte (der etwas bittere runde, rötliche Salat, der auch Stückchenweise als dekorativer Anteil in fertigen Salatmischungen enthalten ist).  Da konte ich natürlich nicht dran vorbeigehen – und zack, war der Kopf eingepackt.

Und so sah er aus:

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Und nun?

Klar, einen Salat kann man natürlich daraus machen. Aber das fand ich ein bisschen langweilig…und da auch der Treviso leicht bitter schmeckt, wäre das nicht so ganz mein Geschmack gewesen. Also musste eine andere Idee her. Ich hab ein bisschen im Netz recherchiert und ein Rezept gebastelt, das mir am Ende wirklich sehr gut geschmeckt hat- also geb ich diesen “Gemüseschatz” doch gerne an euch weiter! Gegessen haben wir diese Leckerei übrigens zu dieser Spargelcremesuppe – das passte gut!

Ansonsten kann man Treviso übrigens auch in Risotto gut verarbeiten

Zutaten für 2 als kleine Beilage oder Vorspeise:

1/2 Ciabatta (ca. 150 g)
1 Kopf Treviso
1 kleinen Schluck Rotwein (etwa 50 ml)
1 EL Honig
1 Zwiebel
1 EL frische Kräuter nach Wunsch (z.B. Rosmarin, Thymian oder Petersilie)
40 g Parmesan, gerieben
etwas Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

2. Den Treviso in Streifen schneiden, die Zwiebel fein würfeln, die Kräuter hacken.

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3. Das Öl erhitzen, die Zwiebel und den Treviso hineingeben und ca 2 Minuten andünsten.

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4. Mit dem Rotwein ablöschen, den Honig zugeben, ebenso eine gute Portion Salz und Pfeffer. Die Kräuter einrühren.

5. 1-2 Minuten einköcheln lassen und abschmecken.

6. Das Brot aufschneiden und die Masse auf dem Brot verteilen. Ab in den Ofen für 5-10 Minuten.

7. Auf den heißen Crostini den Parmesan verteilen und servieren.

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Stratt des Trevisos kann natürlich auch normaler Radiccio verwendet werden.

Lasst es euch schmecken!

Übrigens: Treviso kommt aus der gleichnamigen italienischen Stadt und darf sich auch nur so nennen, wenn er dort angebaut wurde! Der Anbau und vor allem die Ernte ist eine spannende Angelegenheit- wer Interesse hat, kann hier mehr dazu lesen.

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