Fix ohne Fix: Puten-Wok in pikanter Sojasoße

Na ihr Lieben, kommt ihr auch gerade nicht hinterher mit diesem verrückten Wetter? Ich hatte eine supervolle Woche bei der Arbeit, puh….viel los im Moment. Ich glaube, ich war zwischendurch mal 2 Tage nicht draußen und schwupps- 30 Grad mehr, haha….Aber ich versuche, zumindest ein kleines bisschen eisern zu bleiben und mir fürs Kochen ein bisschen Zeit freizuhalten.

Was mir dabei hilft ist übrigens mein Neuzugang in der Küche- ich habe mir Ende 2020 selbst ein großes Weihnachtsgeschenk gemacht und mir endlich einen großen Kühlschrank gekauft. Die Küche hier in meiner Berliner Wohnung ist zwar schön und groß, aber der Kühlschrank hat mich immer schon geärgert- für jemanden, der viel frisch kocht, war er einfach immer etwas zu klein. Gerade im Sommer hat es mich immer genervt, dass ich mich entscheiden musste, ob ich mein Obst oder meine Getränke kühle…und da ich fast das komplette letzte Jahr im Home Office gemacht habe, wurde es wirklich ständig zu eng- täglich mehrere Mahlzeiten frisch zuzubereiten, gleichzeitig nach Möglichkeit die Kontakte reduzieren und nicht jeden oder jeden zweiten Tag einkaufen…Und auch der Gefrierschrank war klein- so klein, dass wenige Standardprodukte darin (Brot, eine Packung Eis, vielleicht ein Beutel Eiswürfel, Kräuter und vielleicht ein bisschen an Gemüse…) ihn bereits komplett gefüllt haben, so dass kaum Platz war, mal Selbstgekochtes eizufrieren.

Also hab ich mir ein wenig Platz geschaffen, umgeräumt und schließlich online zugeschlagen. Die Lieferung war ein ziemliches Abenteuer, weil das Monstrum ganze 170kg wog (und dabei ist er “nur” 80 cm breit und keiner von diesen riesigen Side-by-Sides…)- die ersten Lieferanten mussten das Ding wieder mitnehmen, weil sie es nicht tragen konnten und wegen Corona auch nicht mehr Leute dazu holen durften…yaaaaay ;-). Das zweite Lieferantenteam einige Tage später hatte offensichtlich gut gefrühstückt- nach jeder Menge Schweiß und Fluchen war das Ding eine halbe Stunde später bei mir im zweiten Stock an seinem Platz. Ich bin zufrieden und habe nun endlich genug Platz zum Kühlen und Einfrieren…und das hat mir in den letzten Wochen sehr geholfen, wenn ich wenig Zeit zum Kochen hatte. So konnte ich Sachen besser vorbereiten, muss seltener einkaufen gehen und kann besser planen :-).

Die Zutaten für das heutige Fix-ohne-Fix konnte ich deshalb tatsächlich einfach aus dem Vorrat nehmen- dank eines 0-Grad-Fachs in einer Schublade halten sich jetzt Gemüse & Co nämlich deutlich länger…und so kann ich beim Kochen auch mal spontan von “heute gibt’s Pasta” umschwenken auf “Los jetzt, mach dich endlich an ein neues Fix-ohne-Fix”:-)

Ich habe mich beim Nachkochen an genau die Gemüsesorten und das Fleisch aus der Original-Tüte gehalten, aber ich denke, man kann da prima variieren. Hähnchen oder Rinderstreifen statt Pute, Brokkoli statt Paprika – eigentlich ein schönes, einfaches Wok-Gericht für “Rumfort” (was RUM liegt und FORT muss ;-)). Bitte nicht wegen der Menge wundern- hier auf den Fotos habe ich die 1,5-fache Menge gemacht (besonders hungriger Gast ;-))

Zutaten für 2 Portionen

  • 250g Putengeschnetzeltes

  • 1 Paprikaschote

  • 1 große Möhre

  • 2 Frühlingszwiebeln

  • 1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß

  • 250 ml Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe

  • 1 Knoblauchzehe

  • 1 kleine Zwiebel

  • 1 TL Paprikapulver rosenscharf

  • 4 EL Sojasoße

  • 1-2 TL Speisestärke zum Binden

  • Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Zitronensaft

  • etwas Öl zum Anbraten

Zubereitung

  • Die Möhre schälen und in Scheiben schneiden. Die Paprikaschote in mundgerechte Stücke schneiden und von den Frühingszwiebeln das Weiße/Hellgrüne in Ringe.
  • Das Fleisch in mundgerechte Streifen schneiden, Zwiebel, Knobi und Ingwer fein hacken.
  • In einer großen Pfanne oder einem Wok etwas Öl erhitzen, das Fleisch zusammen mit Zwiebel, Ingwer und Knobi hineingeben und rundherum anbraten, es muss dabei nicht ganz gar werden. Alles mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Nun die Möhren und die Paprika hinzugeben und 5 Minuten mitbraten.
  • Parallel die Brühe mit der Sojasoße verrühren und dann alles in die Pfanne geben. Paprikapulver hinzugeben und alles aufkochen.
  • Jetzt die Frühlingszwiebeln hinzugeben und alles bei mittlerer Hitze 5 Minuten einköcheln lassen.
  • Die Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser anrühren und in die Soße geben, nochmal aufkochen und andicken lassen.
  • Abschmecken- ggf etwas Salz oder Sojasoße nachlegen, speziell die Sojasoße kann ja sehr unterschiedlich würzig sein. Wer es schärfer mag, fügt noch etwas mehr Paprikapulver (oder nach Gusto auch Chili) hinzu. Im Originalrezept ist Zitrone und Zitronengras enthalten- ich habe das allerdings null rausgeschmeckt und auch im Vergleich nicht vermisst. Wer einen feineren Gaumen hat als ich- bitte im letzten Schritt noch etwas Zitronensaft einrühren – fertig!

Der Vergleich von Kosten und Aufwand: Das Tütchen kostet etwa 1 €, Fleisch, Paprika, Möhre, Frühlingszwiebeln und Öl kommen für beide Versionen hinzu, werden also nicht berechnet. Zusätzlich brauchen wir ein Stück Ingwer, Knobi, eine Zwiebel, Paprikapulver, Sojasoße, Salz, Pfeffer, Speisestärke, Brühe und ggf Zitronensaft- also schon etwas mehr. Selbst wenn man alles davon zu Hause hat und nur anteilig rechnet, kommt man mit 1€ nicht ganz hin- zumindest dann nicht, wenn man keine gekörnte Fertigbrühe verwendet. Mit Brühe aus dem Glas liegt der anteilige Betrag bei rund 2€- wer extra etwas anschaffen muss und/oder den Rest nicht anderweitig verwenden kann, zahlt etwas mehr.
Zeitlich liegt der Mehraufwand zum Tütchen bei etwa 10 Minuten- Zwiebel, Ingwer und Knobi vorbereiten und hinterher etwas abschmecken. Zu verschmerzen, finde ich :-).

7 Kommentare

  1. Das liest sich sehr lecker. Mal sehen, wie dann meine vegetarische Variante von Deinem Rezept aussieht. 🙂
    Danke für ein neues Fix ohne Fix!
    LG,
    Timoleon.

    • War sehr lecker. Habe es mit Zucchini, Paprika und Karottenstifte gemacht sowie Linguine. Da brauchte ich die Sauce nicht anzudicken, weil die Nudeln noch was aufgesaugt haben. Wirklich ein prima Rumfort-Essen. Danke nochmal!

      LG,
      Timoleon.

  2. Kathrin Schmidt

    Liest sich sehr lecker. Danke für das Rezept 💕lg

  3. Toller Kühlschrank!
    Achja… und leckeres Rezept, danke dafür! 🙂

  4. Das Tütchen kannte ich gar nicht… Aber es liest sich lecker. Werde ich auch mal ausprobieren. Danke dir dafür.
    Ach ja: schön, dass du wieder da bist…
    Liebe Grüße

  5. Sehr leckeres Gericht – Danke.
    Und den Kühlschrank finde ich auch super.

  6. Ich habe es gestern nachgekocht, und mein Mann hat gefragt, ob ich dafür ein Tütchen genommen habe. Mehr Kompliment für ein fix ohne fix geht vermutlich nicht.

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