Zimt-Wuppis selbstgemacht (hmmm…lecker…und das duuuuuftet!….)

IMG_1694

Huhu ihr Lieben,

heute habe ich mich mal an ein Gebäck gewagt, dass mich schon unendlich viele Zwischenstopps an Bahnhofsbäckereien gekostet hat…ganz nebenbei von (hochgerechnet) einer Menge Geld und Kalorien. Die Rede ist von Zimt-Wuppis, die man normalerweise bei der Bäckerkette Kamps kaufen kann. Ich liebe diese Dinger…schön zimtig, nicht zu süß, dafür sättigend und…tja. Irgendwie süchtig machend. Gibt es auch in einer Schoko-Version, aber wer mich kennt weiß, dass ich Zimt seit Ewigkeiten verfallen bin (etwa so wie Waldmeister und Koriander…natürlich alles einzeln ;-)).

Lustiger Weise scheint ich nicht allein zu sein: Viele Emails von euch kamen schon mit dem gleichen Wunsch “Kannst Du nicht mal ein Rezept für Zimt-Wuppis online stellen?”. Vor allem, seit die Kette Kamps ihren Siegeszug quer übers Land angetreten hat, werden die kleinen, fiesen Zimtecken scheinbar immer beliebter.

IMG_1699

Nun, Rezeptideen gibt es im Netz durchaus ein paar, also hab ich ein bisschen herumprobiert, bis mir das Ergebnis richtig gut gefallen hat. Die Basis sind im Prinzip einfache Quarkbrötchen, also keine komplizierten Hefe-gehen-lassen-Experimente. Schwierigkeiten bereiteten mir eher diese kleinen Zimt-Flecken, die mitten im Teig sind. Wie kleine “Spots”, zimtig-süß. Einfach Zimt in den Teig geben, funktioniert aber nicht…wie also dann? Weitere Recherchen auf Websites die sich thematisch mittlerweile längst weit von deutschem Zimtgebäck entfernt hatten, fand ich endlich die Lösung: Zimtflakes müssen es sein!

IMG_1688

IMG_1689

Zimtflakes gibt es hier im Supermarkt nicht zu kaufen, aber problemlos für wenige Euros im Netz zu bestellen, ich habe sie bei “Backstars” gekauft, 250 g für 2,70€, das reicht für 5 Bleche. Es sind kleine, feste Flocken, die im wesentlichen aus Zimt, Zucker und Fett bestehen. Das führt dazu, dass bei den Backtemperaturen das Fett schmilzt und sich der Zimtzucker mit dem Teig verbindet…so bekommt man Zimt-Punkte in die Brötchen die zwar lecker schmecken, die man beim draufbeißen aber überhaupt nicht spürt. Abgefahrenes Zeug! Bei Kamps nutzen sie sicher eigens hergestellte oder eine andere Marke, aber das werden sie uns wohl nie verraten… 😉

IMG_1698

Ungebacken sind die Flakes übrigens nicht so dolle…ziemlich intensiv und der Geruch erinnert etwas an Zimtkaugummis. Aber hinterher…ein Träumchen! Aber nun erstmal zum Rezept: Ich habe die Wuppis etwas verkleinert, so dass man schön eines als Nachtisch essen kann, ohne einen Klotz im Magen oder die Kalorien der nächsten Tage verbraucht zu haben. Sie sind etwas halb so groß/schwer wie das Original. 12 Stück backe ich auf einem Blech, ein paar mehr würden wohl auch noch gehen.

Die Zubereitung ist übrigens- hat man erst mal alle Zutaten- kinderleicht (und das eine ich wörtlich…ein super mit-Kindern-back-Teig).

Zutaten für 12 kleine Wuppis:

300 g Mehl+ etwas für die Hände
100 g Zucker
150 g Quark
1 Ei
3 EL Milch
55 g Sonnenblumenöl (ich habe es in Gramm gemessen, damit man alles schön in eine Schüssel abwiegen kann)
30 g Butter (weich)
1 Prise Salz
1/2 Paket Vanillezucker
1 Tütchen Backpulver
50 g Zimtflakes

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Alle Zutaten bis auf die Zimtflakes in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handrührers (oder mit den Händen) 2-3 Minuten kräftig durchkneten. Dann die Zimtflakes hinzugeben und nochmal kurz durchkneten.

IMG_1690

IMG_1622

3. Den Teig in 2 Hälften teilen und zu einer Kugel formen. Dann etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und die Kugel darauf plattdrücken. So mit der anderen Teighälfte auch verfahren.

IMG_1691

4. Die Teigfladen dann jeweils in 6 “Pizzastücke” schneiden. Die einzelnen Dreiecke mit bemehlten Händen nochmal in Form bringen und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Das mit den bemehlten Händen ist wichtig- wenn die Stücke etwas bemehlt sind, wird die Oberfläche nicht ganz so uneben wie ohne Mehl.

IMG_1692

IMG_1693

5. Bei 180 Grad rund 22-25 Minuten backen. Sie müssen sich noch etwas weich anfühlen, denn sie härten etwas nach und wenn man wartet, bis sie ganz fest sind, hat man hinterher Steine. Wer mag, gibt ab 15 Minuten Alufolie auf das Blech, dann bleiben sie so hell wie im Laden. Sonst werden sie etwas dunkler und auch knuspriger (schmeckt mir persönlich besser, ist aber einfach nur eine Vorliebe).

6. Herausnehmen, 5 Minuten warten und dann noch warm ins erste hinein beißen. Lasst es euch schmecken!

IMG_1700

IMG_1697

Tipp: Wer übrigens keine Zimtflakes kaufen möchte, kann natürlich auch einfach Schokowuppis backen :-). Dazu 50 g Schokotropfen statt der Zimtflakes einrühren.

Und noch ein Tipp: Am besten bald nach dem Backen luftdicht verpacken und vor dem Essen kurz im Ofen aufknuspern.

 


, , , ,

22 Responses to Zimt-Wuppis selbstgemacht (hmmm…lecker…und das duuuuuftet!….)

  1. Sabine 21. August 2015 at 13:36 #

    DANKE!
    Endlich… Ich vermisse seit Ewigkeiten meine Zimt-Wuppis.
    Als ich noch in Hamburg gelebt habe, gehörten sie zu den Grundnahrungsmitteln 😉
    Werde ich sofort ausprobieren, sobald die Zimtflocken angekommen sind. :-)

    • Danja 21. August 2015 at 13:54 #

      Hihi…ich muss unbedingt demnächst mal nachfragen bei der Firma, ob sie rein zufällig einen Anstieg in den Bestellungen gemerkt haben 😉

      Grüssli und viel Spaß beim Backen,
      Danja

  2. shanshuo 21. August 2015 at 14:36 #

    Das ist echt abgefahrenes Zeug 😉
    Und so lecker. Wieder einmal danke für die tolle Idee! Und auch noch kindergeeignet. Cool!

  3. Anne 21. August 2015 at 23:10 #

    OhmeinGottohmeinGottohmeinGott! Na toll, ich werde nicht mehr schlafen können und unter Schnappatmung leiden, bis ich das ausprobieren kann – frühestens in 5 Tagen. Wuaaaaaaah.
    Abgesehen davon (dafür kannste ja nix) :
    D A N K E!!!!

    • Danja 21. August 2015 at 23:50 #

      Hihi…ich weiß genau wie du dich fühlst! Als ich nach langen Recherchen endlich einen deutschen Anbieter gefunden hatte, wäre ich am liebsten persönlich hingefahren und hätte die Flakes abgeholt 😉

      Ich hoffe, Du hast trotzdem ein schönes Wochenende und bekommst ein wenig Schlaf…immerhin: wenn sie da sind und du Zeit hast, sind die Wuppis in weniger als einer Stunde fertig :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  4. Timoleon 22. August 2015 at 15:25 #

    Hallo Danja!

    Kann man statt der Zimtflakes – die bei Deinem Anbieter übrigens ausverkauft sind 😉 – auch einfach vorgebackene Zimtstreusel in den Teig kneten? Wäre das eine Variante? Was meint die Expertin?

    Liebe Grüße,
    Timoleon.

    • Danja 25. August 2015 at 12:09 #

      Huhu Timoleon,

      sorry für die späte Antwort, ich war übers Wochenende weg.
      Grundsätzlich kann man sowas schon selbst machen, aber normale Zimtstreusel haben nicht die richtige Konsistenz…die Flakes sind nicht “teigig”. Ich würde also eher eine Art Zimt-Karamell verwenden, also sahne, Zucker, Zimt…kein Mehl. es gibt auch hier jemanden, der ein eigenes Rezept entwickelt hat- allerdings schmeckten mir da die Brötchen nicht so richtig gut. Vielleicht ist aber das Flakes-rezept was für Dich? http://www.chefkoch.de/blogs/8,3335/Zimt-Wuppi.html

      Viel Spaß beim probieren udn liebe Grüße,
      Danja

  5. STEFFI FISCHER 25. August 2015 at 16:33 #

    BOOOOOAAAAAAAAAAH BIST DU EIN SCHAAAAATZ, ICH KÖNNT DICH KNUTSCHEN♥ :-) KURZER (LANGER) AUSRASTER VOR FREUDE ! ICH HATTE DIR MAL (VERSEHENTLICH) NE MAIL BEIM KARTOFFEL BLUMENKOHL GRATIN HINTERLASSEN BEZÜGLICH DIESER ZIMTFLACKES. WEIL MEIN LIEBLINGSBÄCKER NAUMANN DIE ZIMTBRÖTCHEN NUR ZUR WEIHNACHTSZEIT BIS FRÜHJAHR HAT WOLLT ICH DIE JA MAL SELBERMACHEN….UND JETZT….ENDLICH…..EIN HÄNDLER WO ICH DIE FLAKES BEKOMME….DANKE DANKE DANKE,ICH BILDE MIR JETZT EINFACH MAL GANZ FRECH EIN DAS DU DAS REZEPT NUUUUUR FÜR MICH GEMACHT HAST UND NUUUUUR FÜR MICH DEN HÄNDLER GEFUNDEN HAST!!! EINBILDUNG IS AUCH NE BILDUNG HIHI! VIELEN DANK, MACH WEITER SO….FREUE MICH SCHON AUF DIE NÄCHSTEN REZEPTE…..♥LICHE GRÜSSE VON STEFF

  6. marion 29. August 2015 at 17:57 #

    Liebe Danja,

    das war mal wieder Megalecker! Ich kannte die Wuppies noch gar nicht und hatte mir bei Kamps dann einen Miniwuppie gekauft und für gut befunden.

    Also nichts wie Zimtflakes bestellt (ja es gibt sie wieder! ) und losgelegt.

    Ich habe das Rezept halbiert, was bis auf das Ei gut ging, welches ich ganz gelassen habe. Dann kam zusätzlich noch ein halber Apfel dazu.

    Insgesamt wurde der Teig so etwas matschiger, ich konnte keine Tortenstücke machen und daher wurden es Matschhaufen, die dann im Ofen aber schön durchgebacken sind.

    Danke für das tolle Rezept

    • Danja 2. September 2015 at 09:43 #

      Hey Marion,
      danke für die info, dass es die Zimtflakes wieder gibt! Ich hoffe, sie haben genug Vorrat für alle, hihi…
      Ich kann mir das mit dem Apfel gut vorstellen, so bleiben doe Brötchen sicher auch etwas länger saftig :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  7. Meike 5. Oktober 2015 at 13:56 #

    Danke für das Wuppi Rezept!!!

    Ich gehöre auch zu den Wuppi Junkies und in Ermangelung eines Kamps in der Nähe, war ich viel zu lange auf kaltem Entzug. Letztes WE gabs das erste Blech.. habs über 3 Tage ganz alleine gefuttert.. *hust*

    Mir sind die Wuppis ein kleines bisschen verlaufen und sahen nicht ganz so schön aus wie deine.. hast du vielleicht einen Tipp wie ich das vermeiden kann? Nochmal kalt stellen vorm backen evtl?

    Viele Grüße und toller Blog :))

    Meike

    • Danja 5. Oktober 2015 at 17:47 #

      Huhu Meike,

      keine falsche Scham…*lach*…ein Blech in 3 tagen kann ich auch locker schaffen, hihi…Freut mich, dass sie Dir geschmeckt haben. ich bin ein wenig erstaunt, dass sie “verlaufen” sind, denn meine sind immer sehr “formstabil”. Wie genau meinst Du das denn- haben die Dreiecke schon vor dem Backen nicht die Form gehalten oder sind sie währenddessen auseinander gelaufen?

      Das kriegen wir schon hin :)

      liebe Grüße,
      Danja

  8. Meike 6. Oktober 2015 at 14:52 #

    na ja.. er waren wohl eher 2 1/4 Tage für das Blech.. aber egaaaal, man gönnt sich ja sonst nichts.

    So richtig verlaufen sind sie an sich nicht.. vielleicht hätte ich sie für deine schöne Kruste einfach ein bisschen länger drinnen lassen sollen. Aber ich wollte sie endlich essen und hatte keine Geduld mehr. :))

    Ich muss nachher eh einkaufen.. mal sehen.. vielleicht wuppe ich ja nochmal ne Runde. Diesmal reiße ich den Backofen vielleicht einfach mal 5 min später auf. Ich werde berichten :))

    • Danja 6. Oktober 2015 at 15:07 #

      Hihi…falls sie beim nächsten Mal wieder nicht ganz werden, we Du es Dir wünscht, mach mal ein Foto von dem “Malheur”, dann kann ich im Zweifelsfall etwas besser helfen :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  9. shanshuo 1. November 2015 at 20:00 #

    Ich habe die Wuppis gestern ausprobiert: “Klein und Groß” waren restlos begeistert. Eine Ladung habe ich heller gelassen (abgedeckt, wie empfohlen) und die andere etwas dunkler und knuspriger – beide Varianten einfach nur lecker und so einfach zu machen. Nächstes Mal ordere ich wohl direkt eine Großpackung Zimt-Flames 😉 Und als Bonus gibt’s den unglaublichen Zimtgeruch im ganzen Haus obendrauf! :)) Danke für ein weiteres Lieblingsrezept!

    • Danja 6. November 2015 at 15:50 #

      Huhu Shanshuo,

      Ohja…der Duft nach Zimt aus der Küche ist einer der schönesten, die ich kenne. Freut mich sehr, dass Dir die Wuppis so gut geschmeckt haben, danke für das schöne Feedback :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  10. Melanie 20. November 2015 at 09:43 #

    Vielen Dank für das Rezept, werde es am Wochenende testen.
    Kleiner Tipp : ich habe einfach mal bei meinem lokalen Bäcker angerufen, ob ich dort Zimt – Flocken beziehen kann und die haben mir jetzt 250g für ca 4€ abgefüllt.

  11. Daniela 9. Januar 2016 at 23:00 #

    Ich weiß nicht ob ich das hier veröffentlichen darf aber ich habe mich mal nach den Zimt-Flakes/Flocken umgesehen und bin auf folgende Seite gestoßen. pott-artig Kreativblog. Da gibt es ein Rezept zum selber machen der “Zimt-Stückchen”. ist vielleicht ein Versuch wert. Das Wuppis Rezept gefällt mir hier aber besser 😉

  12. Timoleon 26. März 2017 at 16:30 #

    Hallo nochmal!

    Nach laaanger Zeit habe ich die Zimtflocken bekommen, und was soll ich sagen? Geniale fluffige Dinger sind das, die ich – obwohl ich ursprünglich aus Wuppertal komme (woher sonst sollte die Bezeichnung “Wuppi”auch kommen?) – noch gar nicht kannte! Grandios! Das Blech war nach einer Stunde zusammen mit meinem Liebsten aufgefuttert. 😀

    Danke fürs Rezept und liebe Grüße,
    Timoleon.

  13. Psychokalb 1. Juni 2017 at 12:39 #

    Hallo! Danke für dein Rezept ich benutze es ehrlich gesagt nur als grundrezept, aber ich mache damit alle möglichen Versionen von “Wuppis”. Gerade sind Heidelbeer-Wuppis im Ofen

    Es it immer schon zu wissen, was in dem, was man isst, drin ist

  14. Nine 7. Oktober 2017 at 13:23 #

    Anstelle der Zimt flakes hab ich Zimt Kokosfett und bissel braunen Zucker verführt und die Masse eingefroren. Werde es später mal testen ob das auch klappt. Wäre zumindest eine preiswerte Alternative

  15. Tine 29. Oktober 2017 at 08:41 #

    DANKE DANKE DANKE für dieses tolle Rezept! Ich habe am Freitag das erste Mal eine Wuppi gegessen und leider hat er echtes Suchtpotenzial! Leider, weil ich eigentlich wieder verstärkt darauf achten will, weniger Haushaltszucker zu mir zu nehmen. Ich habe Dein Rezept für mich etwas angepasst und sie schmecken himmlisch! Die Zimtflakes habe ich übrigens mit Kokosöl, Kokosblütenzucker und Zimt selber hergestellt. Hat wunderbar geklappt! Jetzt kann ich mir ab und an auch mal welche gönnen! Danke und viele Grüße, Tine

Hinterlasse eine Antwort