Neun Produkte und ein Ostsee-Menü … mein ganz persönliches “Kochduell”

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Hey ihr Lieben,

Normalerweise findet man hier auf dem Blog ja eher einzelne Gerichte, manchmal sogar nur eine Komponente, wie etwa Fleisch oder Salat. Heute hab ich euch das Zusammenstellen des Menüs einmal abgenommen- und zwar nicht ganz ohne Grund:

Erinnert ihr euch noch an die frühere Vox-Sendung “Kochduell? Zwei Kandidaten kaufen für je 20 € ein (oder waren das gar noch D-Mark?), zwei Fernsehköche müssen innerhalb sehr kurzer Zeit ein Menü daraus zaubern, ohne, dass sie vor der Sendung wussten, was gekauft wurde.
Vor einigen Wochen flatterte eine sehr schöne Idee des Reise-Shops Ostsee24 bei mir ins Haus: Sie suchen Blogger, die zu  Produkte aus Ostseemanufakturen ein Rezept entwickeln, das sie veröffentlichen dürfen. Nun… es ist wahrscheinlich ein offenes Geheimnis, dass man als Foodblogger öfter mal auf solche Kooperationen angesprochen wird von einem unverbindlichen “ich schick Dir mal was Leckeres und mich interessiert Deine Meinung” bis “ich hab hier einen fertigen werblichen Artikel, kann ich den bei Dir einstellen?” ist da alles dabei. Das meiste lehne ich jedoch ab, weil es mir wichtig ist, dass ich nur über Produkte schreibe, die ich selbst probiert habe und von denen ich möchte, dass ihr sie kennen lernt, weil sie mir so gut gefallen.

Hier aber war meine Neugierde sofort geweckt, denn ich komme ursprünglich aus dem Norden unseres Landes (wenn auch aus Richtung Nord- und nicht Ostsee) und hatte tierisch Lust, die Produkte auszuprobieren. Also: klar, hier, ich bin dabei!

Die Aufgabe war eigentlich, sich ein oder mehrere Produkte herauszusuchen für ein Rezept…aber das fand ich langweilig. Weshalb nur ein Produkt, wenn man doch einen ganzen Korb voll hat? Ich habe mir deshalb von Anfang an vorgenommen, ein ganzes Menü mit den Sachen zu kreieren…mit ALLEN Sachen, komme was wolle. Entsprechend aufgeregt war ich also, als die Kiste eintrudelte. Wollt ihr mit mir nochmal in Gedanken auspacken? Alles klar, los gehts!

1. Sanddorn-Fruchtaufstrich aus Kühlungsborn:

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2. Cremiger Honig aus Waabs bei Eckernförde:

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3. Ostsee-Salz aus einer Manufaktur in Kiel:

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4. Rapsöl aus Rothenkirchen:

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5. Marzipan-Bruch-Rohmasse aus dem Lübecker Marzipan-Speicher:

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6. Kaffee (Monopol No 4, natürlich nicht an der Ostsee angebaut, aber dort geröstet…Foto vergessen, sorry)

7. Baltic Stout – Rügener Bier:

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8. Gemahlener Leinsamen der Ostseemühle aus Langenhanshagen:

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9. Störtebecker-Senf (Foto auch vergessen, ist ein grober, scharf-fruchtiger Senf))

Nun…eine spannende Mischung. Dadurch, dass nur haltbare Produkte verschickt wurden, sind natürlich die Hauptkomponenten des Menüs frei wählbar…Fleisch, Fisch, Gemüse…. also hab ich wild überlegt und natürlich auch an vielen Ecken zu Hause und im Netz eingesammelt. Meine Vorstellung war ein Menü, das zum Thema Ostsee passt, aber auch zeigt, dass man sich nicht auf die lokale Küche beschränken muss, um die Produkte zu verwenden. Ich denke, das hat gut geklappt. Und geschmeckt hat es fantastisch :-).

Vorab: Das Menü sieht aufwändig aus, und natürlich ist es ein anderer Zeitaufwand als eine einfache Feierabend-Pasta. Aber ich habe es so zusammengestellt, das man vieles gut vorbereiten kann und mitunter auch aus relativ wenig Aufwand eine gute Portion Oohhh…und Mhmmmm einsammeln kann :-).

Hier zunächst ein paar Bilder für die “nur Gucker” unter euch:

Vorspeise: Ziegenkäsebonbon mit Rosmarin-Knobi-Honigsirup, dazu ein Mini-Surf ‘n’ Turf auf Rahmschaum und ein Salätchen als “Raumtrenner”

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Hauptgericht: Ostsee-Kibbeling aus Kabeljau-Loins im Bierteig, dazu gab es eine  leichte Sanddorn-Remoulade und norddeutsche Sahnekartoffeln

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Dessert: Marzipan-Panna Cotta mit marinierten Gewürzorangen und einem Haselnuss-Leinsamen-Schnittchen

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Und hier kommen die Rezepte, bis auf wenige Ausnahmen ausgelegt auf 2 Portionen:

Zutaten Vorspeise:
Für das Surf ‘n’ Turf:
2 sehr kleine Filetsteaks (ca. 80 g je Stück)
2 große Garnelen, roh
1 kleine, getrocknete Chilischote
1 Knobizehe
Salz, Pfeffer und Olivenöl zum Anbraten
75 ml Sahne
1 EL Crème Fraîche

Für den Salat:
2 Handvoll Feldsalat
2 EL Rügener Rapsöl
2 EL heller Balsamico
1 TL Störtebecker-Senf
1 TL Flügelchen- Honig
Salz, Pfeffer

Für das Ziegenkäsebonbon:
4 Blätter Strudelteig
2 Mini-Ziegenfrischkäse (zB. Picandou)
etwas Rapsöl
einige Schnittlauchhalme
Salz, Pfeffer

Für den Sirup:
100 ml klarer Apfelsaft
2 gute TL Honig
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
Nach Belieben Salz und Pfeffer, ich lasse es aber weg.

Zubereitung Vorspeise:

1. Für den Sirup die Knobizehen schälen und in 2-3 Stücke schneiden. Dann alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, aufkochen und dann leise köcheln lassen, bis er auf rund 30% eingekocht ist. Dann ausstellen und im Topf (Rosmarin und Knobi bleiben drin!) beiseite stellen.

Vorher:                                                                           Nachher:

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2. Alle Zutaten für das Salatdressing (also alles, bis auf den Feldsalat) in ein Schraubglas geben und gut schütteln. Die Vinaigrette dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auch erstmal beiseite stellen.

3. Für den Ziegenkäse den Ofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Strudelteig (bitte Angabe auf eurer Packung prüfen) etwas vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen.

4. Den Schnittlauch kurz in kochendes Wasser tauchen, dann nebeneinander trocknen lassen.

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5. Den Ziegenkäse erst “einpacken” und backen, wenn ihr in ca. 20 Minuten essen wollt. In der Zeit, in der der Ziegenkäse backt, kümmert ihr euch um Fleisch und Garnele. Ihr solltet euch also VOR dem nächsten Schritt ums Tischdecken etc. kümmern, wenn Fleisch und Käse fertig sind, wird direkt angerichtet!

6. Für den Ziegenkäse 2 Blätter Studelteig übereinander legen und den Käse wie ein Bonbon einwickeln. Dann die Seiten mit je einem Schnittlauch-Halm zubinden und die Enden des “Bonbons” dann etwas zurechtstutzen, so dass es nett aussieht. Das Bonbon jetzt mit dem Öl dünn bestreichen und mit Salz und Pfeffer bestreuen.

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7. Ich gebe die Bonbons nun in einer Auflaufform in den Ofen, nur für den Fall, dass mal etwas ausläuft. Kleiner Tipp: Wer nicht möchte, dass der Käse komplett flüssig wird, kann die kleinen Ziegenkäse auch prima einfrieren und dann gefroren ins Bonbon geben. Nach 20 Minuten ist der Käse warm und weich, blubbert euch aber nicht entgegen.

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8. Während der Backzeit schnappt ihr euch 2 kleine Pfannen. Zuerst wird das Fleisch angebraten- von beiden Seiten zuerst eine Minute, dann salzen und pfeffern und bei etwas geringerer Temperatur bis zum gewünschten Garpunkt. Ich habe bei den Steaks auf dem Foto noch insgesamt rund 5 Minuten draufgegeben und die Steaks dann bis zum Anrichten in Alufolie warmgehalten.

9. Die Garnelen kommen in eine zweite Pfanne. Hier wird zuerst Öl erhitzt, in das dann der in Scheiben geschnittene Knobi sowie die zerbröselte Chilischote gegeben wird. Einmal durchrühren, dann die Garnelen hinzu und unter gelegentlichem Durchrühren anbraten. Ob man Garnelen lieber glasig mag oder durchgebraten, ist wohl Geschmackssache. Mir schmecken sie durchgebraten besser, deshalb brate ich sie kurz von beiden Seiten und lasse sie dann in der heißen Pfanne ziehen, bis angerichtet wird.

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10. In der benutzten Steak-Pfanne befinden sich nun eine Menge leckerer Röstaromen. Darauf geben wir 75 ml Sahne und lassen sie kurz aufkochen. Dann 1 EL Crème Fraîche untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Jetzt die Mischung mit dem Stabmixer kurz aufmixen, ich gebe es dazu in ein hohes, schmales Gefäß und nach dem Aufschäumen wieder in die warme Pfanne zurück bis zum Anrichten.

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11. Zum Anrichten einen Klecks Soße auf den Teller geben, Fleisch und Garnele aufeinander auf die Soße setzen, den Salat mit der Vinaigrette vermengen und in die Tellermitte geben, dann das Bonbon ebenfalls auf den Teller geben und mit 1 EL Sirup beträufeln.

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Fertig!

 

Zutaten Hauptgericht:

Für den Fisch:
400 g Kabeljau-Loin
125 g Mehl
125 ml Rügener Bier
1 Ei
2 Eiweiß
Salz
1 l Fett zum Ausbacken

Für den Dipp:
4 EL Joghurt
4 EL Mayo, hier tut es auch ein leichtes Produkt eurer Wahl oder natürlich auch selbstgemachte!
1 geh. TL Sanddornaufstrich
1 geh. TL Störtebecker-Senf
Salz, Pfeffer

Für die Kartoffeln:
500 g kleine Drillinge
400 ml Sahne (es geht auch mit Milch, wird nur nicht ganz so cremig…Überraschung ;-))
etwas Milch “in Petto”, falls Flüssigkeit nachgegeben werden muss
2 EL Schnittlauchröllchen, frisch oder TK
Salz, Pfeffer, Muskat
1 kleine Zwiebel
1 EL Butter

Zubereitung Hauptgericht:

1. Zuerst bereiten wir den Dipp zu, damit das später im Stress nicht vergessen wird und noch etwas ziehen kann. Dazu alle Dipp-Zutaten verrühren und kalt stellen.

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2. Nun den Bierteig zubereiten, der muss noch eine Weile quellen: Die Hälfte des Bieres mit dem ganzen Ei, etwas Salz und dem Mehl zu einem glatten, festen Teig verrühren. Stehen lassen und nach 45 Minuten (etwas mehr macht nix) das restliche Bier unterrühren. Die 2 Eiweiße steif schlagen und unterheben.

3. Die Kartoffeln schälen, die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig braten. Dann die Kartoffeln zugeben und  bei moderater Hitze (bei mir 7 von 9) von allen Seiten in der Butter leicht anbraten.

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4. Dann die Sahne zugeben. Die Kartoffeln sollen gerade nicht ganz bedeckt sein. Jetzt mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und bei geschlossenem Deckel unter gelegentlichem Rühren garen, bis sie fast fertig sind. Dann den Topf öffnen und offen weiter köcheln lassen. Die Sahne wird dabei cremig-dick. Falls zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, schluckweise etwas Milch zugeben, bis die Kartoffeln gar sind. Das dauert – je nach Sorte gerne auch 30-40 Minuten. Da man aber wenig tun muss in der Zeit, kann man wunderbar nebenbei (etwa nach 20 Minuten damit starten) den Fisch frittierten.

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5. Für den Fisch den Kabeljau in mundgerechte Happen schneiden, mit Salz würzen.

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6. Das Frittierfett auf ca. 190 Grad erhitzen, ich nehme einen Topf, wir habe keine Fritteuse- ich fand die Anschaffung eines Thermometers für Fett deutlich nesser investiertes geld (rund 20 €). Falls ihr keins habt, als Anhaltspunkt: ich habe 190 Grad erreicht, indem ich zuerst das fett auf voller Hitze erwärmt habe, als es 190 Grad hatte, habe ich auf Stufe 6 von 9 zurückgeschaltet. Diese 2/3 Hitze war gut geeignet, die Temperatur zu halten. Ich würde euch also ähnlich empfehlen, erstmal voll aufzudrehen und dann auf rund 2/3 zu reduzieren.

7. Jedes Stück Fisch in den Bierteig geben und mit einer Gabel wieder herausfischen, ich gebe immer etwas eine handvoll auf einmal in den Teig. Etwas abtropfen lassen und dann im heißen Fett (2-3 mal wenden) einige Minuten frittieren, bis der Teig knusprig-hellbraun ist.

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8. Die frittierten Stücke auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wenn ihr nicht alles auf einmal frittieren konntet, im Ofen bei 100 Grad warm halten, bis alles fertig ist.

9. Wenn die Kartoffeln gar sind, den Schnittlauch einrühren und nochmal abschmecken. Den Dipp ggf nochmal mit Salz und Pfeffer nachwürzen, ich fülle ihn dann in kleine Portionsschälchen um. Fisch mit Dipp und den Kartoffeln servieren :-)

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Zutaten für das Dessert (reicht für 3 Portionen):
Für die Panna Cotta:
200 ml Sahne
50 g Marzipan
1/2 -1 EL Zucker, je nach gewünschter Süße
1 Vanilleschote
1,5 Blatt Gelatine

Für die Gewürzorangen:
2 Orangen
150 ml Wasser
50 g Sanddornaufstrich
100 g Zucker
1 Sternanis
4 Kardamomkapseln
2 Gewürznelken
etwas rote Lebensmittelfarbe
1 TL Speisestärke

Für die Nuss-Leinsamen-Schnitte (das wird deutlich mehr, kann man aber perfekt einfrieren oder in den Tagen darauf zum Kaffee aufessen):
30 g gemahlener Leinsamen
170 g gemahlene Haselnüsse
3 Eiweiß
150 g Puderzucker
1 TL Zimt

Achtung: Die Panna Cotta und die Orangen müssen diverse Stunden vorher, am besten mindestens einen halben Tag, vorbereitet werden. Es schadet auch nicht, beides am Vortag schonmal zu erledigen. Den Kuchen kann man auch am Vortag backen, aber am besten schmeckt er warm direkt auf den Teller :-)

Zubereitung Dessert:

1. Für die Panna Cotta das Marzipan in kleine Würfel schneiden, die Vanilleschote längs aufschlitzen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

So war das Marzipan in der Packung, für die Panna Cotta schneidet man es aber am besten viel kleiner. Das geht gesinders gut, wenn das Marzipan aus dem Kühlschrank kommt!

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Meine Vanilleschoten kaufe ich seit Jahren bei Madavanilla. Der online-Shop ist zwar nicht so “fancy”, aber die Schoten sind günstig und von guter Qualität, 50 g (ca. 18 Stück) kosten rund 10 €.

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2. Die Sahne mit dem Marzipan, der Vanilleschote und dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Dann rund 10 Minuten köcheln lassen, dabei mmer mal umrühren. Ich habe dabei die Marzipanwürfel zerdrückt, wenn sie nicht von allein zerfallen sind. Hinterher sollen keine dicken Marzipanstückchen in der Sahne sein, nur noch so ein leichter “Grissel”. Vom Herd nehmen.

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3. Die Gelatine ausdrücken und auflösen, ich gebe sie dazu einfach rund 10 Sekunden in die Mikrowelle. Dann 2 EL der Sahnemasse zur Gelatine geben, gut umrühren und diese Mischung dann wieder zurück in die Sahne. Sehr gut einrühren.

4. Kleine Gläser kalt ausspülen und dann die Sahnemasse darauf verteilen. Kalt stellen bis zum Servieren (4 Stunden Minimum!). Nicht wundern, ich hatte die doppelte Menge gemacht, so war auch für den nächsten Abend noch ein Dessert parat.

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5. Für die Gewürzorangen die Schale der Orangen dick rundherum mit einem scharfen Messer abtrennen, so dass keine weiße Haut mehr zu sehen ist. Die Kardaom-Kapseln leicht zerdrücken (zB mit einem Messerrücken).

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6. Das Wasser mit dem Zucker und dem Sanddornaufstrich sowie den Gewürzen in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. Rund 10 Minuten köcheln lassen, dann die rote Farbe hinzugeben.

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7. Die Orangen in einen tiefen Teller oder in eine Plastikdose geben und mit dem Sud (Gewürze entfernen) übergießen. Nun immer mal wieder wenden, damit die Orangen überall rot werden. Alternativ kann man natürlich auch viiiel mehr von dem Sud herstellen, aber das wäre wirklich Verschwendung. Wir hatten die Schüssel in der Küche stehen und den Deal, wenn einer dran vorbei geht, dreht er die Orangen um. Hat gut funktioniert :-).

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8. Wenn die Panna Cotta und die Orangen lange genug auf ihren Einsatz gewartet haben, wird der Kuchen frisch gebacken und dann heiß mit den anderen Bestandteilen auf einem Teller serviert. Dazu zunächst den Ofen auf 130 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

9. Die Eiweiße sehr steif schlagen, zum Schluss den Puderzucker einrühren. 1/4 der Masse beiseite stellen.

10. Die Nüsse, Leinsamen und den Zimt mischen und unter den gezuckerten Eischnee heben. Die Masse erinnert an Zimtsterne und sieht nicht soooo appettlich aus. Wird noch, keine Sorge! :-)

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11. Die Masse etwa 1,5 cm dick auf ein Backblech mit Backpapier streichen, wie ordentlich man sich die Form wählt, ist Geschmackssache. kleiner Tipp: Um die Masse akurat zu verstreichen, hilf etwas Wasser am Löffel oder Messer!

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12. Den Rest der Eiweißmasse auf dem Teig verteilen und alles bei 130 Grad Ober-/Unterhitze rund 45 Minuten backen, dabei nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

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13. Zum Anrichten am besten Handschuhe anziehen, die Orangen können abfärben. Eine Orange in dicke Scheiben, die andere in Filets schneiden, den Sud aufbewahren!  Um die Panna Cotta aus den Förmchen zu bekommen, kurz in heißes Wasser tauchen und dann mit einem dünnen Messer vom Rand lösen.

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14. Die Orangen auf dem Teller anrichten. Ich gebe eine Scheibe unter die Panna Cotta, die Filets daneben. Die Hälfte des Suds aufkochen und mit 1 TL Speisestärke (eingerührt in 2 EL kalten Sud) binden. Die Panna Cotta zu den Orangen servieren und etwas vom angedickten Sud als Soße darüber geben.

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15. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, vorsichtig in Stücke schneiden und ein kleines Stück auf den Teller geben- fertig!

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Und was ist mit dem Kaffee? Nun, den gabs nach dem Dessert…allerdings nur für meinen Freund. Kaffee gehört nämlich zu den 3 Lebensmitteln, die einfach absolut NULL für mich funktionieren, egal, was ich auch versuche (die anderen 2 sind Oliven und Muscheln). Sorry!

Und hier kommen noch ein paar Tipps für den Ablauf:

Das Menü ist natülich nicht ganz ohne, aber man kann es – auch alleine- gute hinbekommen. Hier mein Vorschlag für die Zeiteinteilung, um alles so entspannt wie möglich zu haben:

Am Tag zuvor:
Panna Cotta zubereiten und kalt stellen
Gewürzorangen zubereiten
Den Ziegenkäse einfrieren
Optional: Den Kuchen backen und den Sirup zubereiten (Dann aber nach etwas Ziehzeit Rosmarin und Knobi entfernen!)

Eine Stunde bevor die Vorspeise serviert werden soll:
Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen
Kartoffeln für das Hauptgericht schon mal schälen und in kaltem Wasser lagern
Die Schnittlauchhalme kurz in kochendes Wasser geben und dann einzeln ablegen (die kleben gerne zusammen, vertragen aber auch ein bisschen “dran rumziehen”)

Den Rest würde ich tatsächlich in der Reihenfolge empfehlen, wie ich sie aufgeschrieben habe. Hier noch ein paar zeitliche Knackpunkte:

– Wichtig ist, dass ihr rechtzeitig schaut, wie lange euer Strudelteig vor der Benutzung aus dem Kühlschrank genommen werden muss
– Wer zu zweit ist, kann den Bierteig auch schon ansetzen während die Vorspeise gerade fertiggestellt wird. Dann kann man während die Kartoffeln kochen schonmal 1-2 Probestücke Fisch frittieren. Das ist gerade dann gar nicht so schlecht, wenn man keine Fritteuse hat und sich ein wenig an die Temperatur herantasten muss.  Wie für alle Menüs gilt: Bevor ihr mit einem Gang in der Küche anfangt, solltet ihr die Teller bereitstehen haben und auf dem Tisch sollte alles arrangiert sein. Nichts ist blöder, als wenn ihr – den Schweiß auf der Stirn-  den nächsten Gang servieren wollt und dann feststellt, dass weder Geschirr noch Besteck da sind, wo es sein sollte.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachkochen und schicke einen kulinarischen Gruß an Ostsee24- vielen Dank, dass ich mitachen durfte, ich bin sehr gespannt, was die anderen Blogger euch kredenzen :-).

Eure Danja

 

 


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3 Responses to Neun Produkte und ein Ostsee-Menü … mein ganz persönliches “Kochduell”

  1. Petra-Maria 18. November 2015 at 13:55 #

    Hallo, das hört sich sehr lecker an und sieht auch sehr gut aus. Unter dem Link Ostsee24.de kann ich nur leider keinen Online-shop finden.

    Schöne Grüße
    Petra-Maria

    • Danja 18. November 2015 at 14:07 #

      Huhu Petra-Maria,

      Du hast Recht, da habe ich mich etwas unklar im Artikel ausgedrückt. Ostsee24 ist durchaus ein online-Shop, aber für Ostsee-reisen, nicht für Lebensmittel. Ich denke, sie wollen den kulinarischen Teil Ihrer Seite erweitern: http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/kulinarisch

      Ich habe den Text nun etwas modifiziert, damit es keine Missverständnisse mehr gibt. Vielen Dank für den Hinweis!

      Liebe Grüße,
      Danja

  2. Mahée Ferlini 1. Dezember 2015 at 01:06 #

    Was für einem Menü!

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