Fix ohne Fix: Pasta “Bella Italia”

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Und wieder einmal gibt es ein Fix ohne Fix, auf das ich ohne eure Wünsche und Anregungen nie gekommen wäre. Danke schön! :-)

Als ich zum ersten Mal eine Nachricht mit dem Wunsch nach diesem “Fix” erhielt, musste ich erst mal Google bemühen- das hatte ich noch nie gesehen. Und tatsächlich ist es auch das erste Tütchen mit dem ich mich beschäftige, bei dem das Pulver nicht mit irgendeiner Flüssigkeit verrührt und gekocht wird, sondern es wird am Ende einfach über das Gericht gestreut und untergerührt. Da durch die Tomaten und etwas Öl aber Feuchtigkeit im Spiel ist, verbindet das Pulver sich zu einer Art Paste, die sich um die Nudeln legt, ähnlich wie Pesto. Und tatsächlich war auch meine erste Idee, das Tütchen einfach durch ein gutes Pesto Rosso zu ersetzen. Aber erstens hat das nicht immer jeder da und zweitens gibt’s auch da viele, die voll sind mit Zusatzstoffen & Co, deshalb hab ich mir etwas anderes ausgedacht :-)

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:

250 g Penne
250 g mageres Rinderhack (ich nehme Tatar)
250 g Cherrytomaten
1 Bund Rucola (wer die Schachteln aus dem Suzpermarkt kauft –> etwa 1/2 Schachtel)
1 Zwiebel
etwas Bratfett (Öl oder Butterschmalz)
2 EL Tomatenmark
1 TL italienische Kräuter, getrocknet
1/2 TL Paprikapulver
1 gestr. TL Zucker
1/2 TL Knoblauchpulver (oder eine frische Knoblauchzehe)
50 g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Tomaten waschen und halbieren, den Rucola putzen, waschen & trocken schleudern, den Parmesan reiben. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

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2. Die Nudeln in kochendem Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit das Tomatenmark in einer kleinen Schüssel mit Paprikapulver, Kräutern, Knobipulver sowie einer guten Portion Salz und Pfeffer zu einer Paste verrühren.

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3. Etwas Bratfett in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin 2 Minuten anbraten. Dann das Hackfleisch hinzugeben und es mitbraten, bis es fast gar ist. Jetzt die halbierten Tomaten mit in die Pfanne geben, eine Minute mitbraten (sie sollen nur heiß werden, nicht matschig). Dann kurz beiseite stellen.

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4. Vor dem Abgießen eine Tasse Nudelkochwasser auffangen. Dann die Nudeln komplett abgießen.

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5. Die Nudeln mit etwas ÖL wieder auf den Herstellen, so dass sie unter Rühren etwas anbraten können. Danach die Tomaten-Hack-Mischung mit in den Topf geben. Etwa 6 EL vom Nudelkochwasser mit der Tomatenpaste verrühren, zusammen mit dem Parmesan mit in den Nudeltopf geben und gut verrühren. Abschmecken- noch etwas Salz, Pfeffer und italienische Kräuter?

6. Wenn die Nudeln abgeschmeckt sind, den Rucola unterrühren. Macht man das zu früh, wird er sehr schnell sehr matschig ;-).

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Fertig! Wer mag, streut noch etwas Parmesan drüber :-)

Und hier wie immer der Vergleich von Zeit und Kosten:
Die Kosten für Nudeln, Fleisch, Rucola, Öl und Parmesan fallen auch beim Tütchen-Gericht an, die lasse ich also außen vor. Das Tütchen kostet knapp 80 Cent- ich habe im Vergleich eine Zwiebel, 2 EL Tomatenmark sowie Gewürze und Kräuter auf der Liste, das macht anteilig rund 40 Cent. Natürlich müsste man die Gewürze anschaffen, wenn sie noch nicht vorhanden sind. Es handelt sich bei allem aber um Sachen, die sich sehr lange halten und in vielen Gerichten verwendet werden. Der zeitliche Aufwand ist identisch, denn während das Nudelwasser zum Kochen gebracht und die Nudeln gar gekocht werden, kann man in beiden Fällen problemlos alles andere erledigen. Das Zwiebelschneiden und das Zusammenrühren der Paste fällt eigentlich als einziges zusätzlich an- also rund 5 Minuten weniger Zeit, nebenbei den Tisch zu decken. Ich denke, das ist vertretbar ;-). Lasst es euch schmecken!


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14 Responses to Fix ohne Fix: Pasta “Bella Italia”

  1. Bill 19. Januar 2015 at 15:00 #

    Die Pasta sieht wirklich sehr sehr lecker aus! Das Rezept ist einfach und frisch, ohne Pulvermischung und Zusatzstoffe! Klasse

  2. Tine 28. Januar 2015 at 06:25 #

    Guten Morgen Danja,
    von einer Tütenvariante zum Überstreuen hatte ich auch noch nie gehört.
    Keine Ahnung wie das schmecken könnte?! Deine Variante fanden wir jedenfalls köstlich und in meinen neuen Pastaschalen auch optisch ein echter Hingucker :-)
    Liebe Grüße
    Tine

  3. Anja 6. Februar 2015 at 18:13 #

    Bin grad am kochen

  4. Sabri 24. Februar 2015 at 12:01 #

    Boa!! Super lecker mal wieder!!
    Vor allem der frische Rucolla macht es besonders!

    Ganz Toll! wird auf jeden Fall ein Standartrezept bei uns (so wie fast alles auf von deinem Blog) :o)

  5. annett 26. April 2015 at 21:21 #

    was mich sehr verwundert, ist die geringe brat-/köchelzeit des fleisches, die ja min. 20 min betragen sollte, wenn nicht gar mehr, bis zu 40 min, da sich dann nicht nur erst das volle aroma entfaltet hat, sondern auch das gehackte völlig unbedenklich durch ist. oder nimmst du aus dem grund tatar, weil man das auch roh essen kann, zumindest wenn man glück hat und keine würmer davon bekommt? dann fände ich das rezept allerdings ekelig. ich probiere es dennoch, mit einer min. bratzeit von 20 min. bedenklich könnte es zudem für kinder sein, die ja auch kein rohes oder halb gares fleisch essen sollen!

    • Danja 26. April 2015 at 21:57 #

      Liebe Annett,
      Ich verwende Tatar weil es weniger Fett hat und mir normales Rinderhackfleisch schlicht etwas zu fertig ist. Mit dem Garpunkt hat das rein gar nichts zu tun. Das Fleisch ist nach 20 Minuten locker durch, sogar noch eher. Dieses Gericht ist ja kein klassisches Schmorgericht, sondern ein einfaches Gericht dürfen schnellen Feierabend. Wenn Du eine Hackfleischsoße suchst, die durch langes, sanftes köcheln den vollen Geschmack entfaltet, schau mal in der Rubrik “Fix ohne Fix” nach meinem Bolognese-Rezept.
      Grüße,
      Danja

  6. Nele 26. April 2015 at 23:32 #

    Bohaaa das sieht ja lecker aus 😉
    ich probier das mal vegetarisch aus und lass das Fleisch weg, nehm dafür ein paar Tomaten mehr – oder hast du eine bessere Idee, wie man dieses Gericht vegetarisch variieren könnte ? :)
    Liebe Grüße
    Nele

    • Danja 26. April 2015 at 23:39 #

      Hallo Nele,
      Ich könnte mir stattdessen auch ein paar separat dazu angebratene Pilze gut vorstellen…schön kräftig angeröstet bei hoher Hitze :-).
      Ich finde etwas “angebratenes” dazu schon gut, wegen der Röstaromen.
      Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße,
      Danja

      • DerPapa 26. Oktober 2015 at 14:47 #

        Moin Moin,

        ich könnte mir gut vorstellen auch noch angeröstete Pinienkerne dazuzugeben.

        Wird nachher ausprobiert!

        • Danja 26. Oktober 2015 at 15:01 #

          Hey Yannik,

          Pinienkerne sind sicher prima dazu, kann ich mir auch gut vorstellen.

          Lass es Dir schmecken,
          Danja

  7. Laura 15. Juni 2015 at 20:08 #

    Gerade nachgekocht und super lecker!
    Merke ich mir und mache es bald wieder :)

  8. Mel 22. September 2016 at 19:58 #

    Da wir lange Zeit Maggi-Produkte gegessen haben und es unserer Gesundheit nicht wirklich zuträglich war haben wir wieder angefangen Frisch zu kochen. Nun gab es aber doch ein paar Rezepte von Maggi die uns ssehr gut geschmeckt haben und wir sind froh diese Seite hier gefunden zu haben. Dieses Rezept hier schmeckt um etliches besser wie das chemiezeugs. Meine Tochter ist absolut begeistert da Bella Italia eines ihrer Lieblingsessen ist.

  9. Sabrina 17. Oktober 2016 at 12:05 #

    Ja super. Unser Leibgericht. Normal kiche ich ohne fix aber das nehm ich gern (aber auch nur wenns Tütchen 44ct kostet )
    Finde nur hier in den Kommentaren das es falsch einer kommt. Bella Italia ist ohne Geschmacksverstärker usw. Sonst würde ich es nicht vertragen. Es ist einer der neuen Sorten die ‘natürlich’ sind.
    Trotzdem werde ich die ‘frische’ Variante ausprobieren. Danke dafür

    • Danja 17. Oktober 2016 at 19:38 #

      Hallo Sabrina,

      viel Spaß beim Ausprobieren!
      In “Bella Italia” ist jede Menge Hefeextrakt enthalten, Der einzige Grund, weshalb die Hersteller das machen, ist der hohe Anteil an Glutamat im Hefeextrakt- einem Geschmacksverstärker.
      Die Zutate “Hefeextrakt” ist so gesehen nichts anderes als eine Möglichkeit für Hersteller, Geschmacksverstärker zu verstecken. da muss man als Verbraucher schon sehr genau Bescheid wissen- Hefeextrakt gilt als “Zutat” und nicht als “Zusatzstoff”- deshaöb darf auf den Tüten stehen “Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe”. “Ohne Geschmacksverstärker” jedoch dürfen sie nicht schreiben, aus gutem Grund 😉

      Liebe Grße,
      Danja

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