NY-Cheesecake mit Karamell-Äpfeln und Zimt

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So ihr Lieben, ICH habe meinen Kuchen für die 2. Jahreshälfte gefunden 🙂

Klar, NY-Cheesecake-Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Was ihn vom deutschen Käsekuchen unterscheidet, ist vor allem die Verwendung von Frischkäse, denn Quark gibt es in den meisten Teilen der USA nicht. Das macht den amerikanischen Käsekuchen etwas kompakter und meistens (leider) auch etwas kalorienreicher. Aber nun- Kuchen gibts bei uns nur am Wochenende und da ich davor meistens stundenlang einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen bin (Shoppen ;-)) und das Mittagessen ausfallen lasse, darf das auch mal sein :-).

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Leider sind einige Bilder nicht sooo schön- das lag an der Uhrzeit und den zugehörigen Lichtverhältnissen. Und weshalb wir den Kuchen erst gegen 23 Uhr anschneiden konnten, könnt ihr unten lesen 😉

Der Boden des amerikanischen Käsekuchens wird fast immer aus Keksbröseln gemacht- anders als bei einem Käsekuchen aus Quark eignet sich dieser Kuchen auch nicht, um ihn ohne Boden zu backen, wie man es in deutschen Konditoreien gelegentlich findet.

Das Rezept stammt übrigens aus der weltbesten Zeitschrift für süßen Kram, der „Sweet Dreams“, die alle 3 Monate erscheint. Ich glaube, ich hab die noch nie vorgestellt, oder? (Memo an mich: unbedingt machen!). Ich habe lediglich einige Mengen etwas angepasst, weil ich 2 kleine Kuchen backen wollte (2 Springformen mit je 18 cm).

Zutaten für 2 kleine Formen (18-20 cm):

Für den Boden:
200 g Schokokekse (am besten Mürbeteigkekse, gibt es in den meisten großen Supermärkten)
4 geh. EL Butter
etwas Zimt

Für die Cheesecake-Masse:
800 g Frischkäse (Doppelrahmstufe natürlich ;-))
75 g weißen Zucker
100 g braunen Zucker
1 TL Zimt
175 g saure Sahne
75 ml süße Sahne
3 Eier Gr. L

Für die Karamell-Äpfel:
4 große, säuerliche Äpfel
3 EL Zitronensaft
4 EL Butter
50 g brauner Zucker
1/2 TL Zimt

Zubereitung:

1. Die Kekse fein zerbröseln, am besten geht das mit einer Küchenmaschine oder einer Plastiktüte, einem Nudelholz und ein bisschen Wut im Bauch ;-). Die geschmolzene Butter für den Boden und ein wenig Zimt mit den Bröseln vermischen. 2 kleine Springformen am Boden mit Backpapier auslegen, die Keksbröselmasse hineingeben. Flach andrücken und einen kleinen Rand (1-2 cm) hochziehen. Nun 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

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2. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die gekühlten Krümelböden hineingeben und etwa 10 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen. Die Ofentemperatur schonmal auf 140 Grad herunterdrehen. Nicht wundern- die Böden werden beim Backen nicht hart.

3. Für die Cheesecake-Masse den Fischkäse in eine Schüssel geben und mit 100 g bgraunem Zucker, den 75 g weißem Zucker und dem Zimt cremig aufschlagen. Natürlich wird das nicht fluffig wie Sahne, aber schön gleichmäßig und der Frischkäse verliert diese kompakte, bröckelige Konsistenz, die er in der Packung hat.

4. Nun die Eier, saure Sahne und süße Sahne unterrühren. Wenn alles gut vermischt ist, die Masse auf die beiden Böden verteilen.

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5. Die beiden Kuchen 60-70 Minuten backen. Es ist normal, dass sie danach noch sehr weich sind, sie bekommen die kompakte, feste Konsistenz erst durch das anschließende Kühlen. Bitte auf keinen Fall backen, bis die Kuchen schnittfest sind!

6. Die Kuchen herausnehmen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank mindetsens 3 Stunden kalt stellen. Wer aus dem Teig einen großen Kuchen backt, muss mindestens 4 Stunden kühlen.

7. In der Zwischenzeit die Karamelläpfel herstellen, aber nicht zuuuu früh. Je länger sie im Karamell liegen, umso dunkler werden sie. Das ist zwar gecshmacklich kein Problem, aber nicht sooooo hübsch. Also lieber erst eine Stunde vor Ende der Kühlzeit loslegen!

8. Die Äpfel schälen und in Spalten schneiden (eininge mm dick). Mit dem Zitronensaft mischen.

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9. In einer Pfanne die 4 EL Butter zerlassen, 50 g brauchen Zucker und 1/2 TL Zimt hinzugeben und alles kurz karamellisieren lassen. Wenn der Zucker kaum noch körnig ist, die Apfelspalten zugeben und 1-2 Minuten unter vorsichtigem Rühren mitgaren.

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10. Die Äpfel aus der Pfanne in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.  Wenn der Kuchen lange genug kühl stand, die Apfelspalten (beginnend von der Mitte) rosenförmig auf den Kuchen verteilen. Natürlich schmeckt auch jedes andere Muster ;-). Sollte noch Flüssigkeit vom Karamellisieren in der Schüssel sein, diese auf den Apfelspalten verteilen.

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11. Nochmal 30 Minuten kalt stellen- fertig! Erst jetzt – am besten direkt vor dem Anschneiden- vorsichtig mit einem dünnen, scharfen Messer den Rand lösen und den Springformrand entfernen.

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Soooo cremig innen…

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Der Kuchen ist natürlich nicht gaaaanz so schnell gemacht- das meiste ist aber Wartezeit.  Mit allen Kühl- und Backzeiten dauert es rund 7 Stunden, bis man ihn genießen kann….davon muss man aber nur rund eine Stunde selbst arbeiten…zerkleinen, schmelzen, schnippeln… und der Kuchen schmeckt am nächsten Tag mindestens genau so gut, keine Sorge. Ich gebe aber gerne zu, dass wir wir 2 aufgeregte Kinder laaaange nach dem Abendessen gewartet haben und den ersten Kuchen noch gegen 23 Uhr angeschnitten haben- musste einfach sein, auch wenn ich erst nachmittags auf die Idee gekommen war, ich könnte ja mal „so einen Käsekuchen“ backen…

Lasst es euch schmecken!

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5 Responses to NY-Cheesecake mit Karamell-Äpfeln und Zimt

  1. Kornelia 31. August 2014 at 15:59 #

    Hallo Danja, Dein blog ist einfach unglaublich!!! So tolle Rezepte, ich habe schon einiges probiert, allerdings frage ich mich, Ich wie Du das alles neben Deinem eigentlichen Job auf die Reihe bringst??? Complimenti! Danke, es macht wirklich grosse Freude Deinen Kochkünsten hier zu folgen, es liest sich alles sooooo lecker, aber, ich kann nicht alles
    nachkochen, da ich immer eteas mit meinen Kilos kämpfe!!! Lach!
    Weiter so, LG Conni

  2. Alexandra Schröter 6. Oktober 2014 at 21:03 #

    Liebe Danja,

    das Rezept hört sich super an… Ich würde es sehr gerne ausprobieren 🙂
    Kann ich den Kuchen auch einfrieren?
    Das wäre super 😀

    Liebe Grüße Alexandra

    • Danja 13. Oktober 2014 at 12:36 #

      Huhu Alexandra,

      das habe ich noch nicht probiert, ehrlich gesagt. Ich weiß aber, dass man grundsätzlich Käsekuchen (aus Quark oder Frischkäse) gut einfrieren kann. Ich würde ihn dann allerdings langsam (zB über nacht) im Kühlschrank auftauen lassen.

      Grüssli,
      Danja

  3. Martina 29. August 2015 at 17:57 #

    Wahnsinn!! Dieser Kuchen ist Balsam für die Seele! Vielen vielen Dank für das Rezept und für die vielen anderen Rezepte hier! Hab schon sehr viele nachgekocht! Mmmmhh

    • Danja 2. September 2015 at 09:42 #

      Hey Martina,

      vielen Dank für Deinen Kommentar…ja, es stimmt: Die Masse ist so cremig und lecker…ein echter Seelenstreichler 🙂
      Merci für die Blumen und liebe Grüße aus Köln,
      Danja

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