Nuss-Schnecken mit Streuseln: Ein Sonntagnachmittag wie er sein sollte!

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Seit ich meine Panik vor Hefeteig einige Jahre zuvor endlich abgelegt habe, finde ich Hefeteig-Schnecken mit allen möglichen Füllungen einfach super: Einfach kneten, gehen lassen, in der Zeit die Füllung zubereiten und dann einfach zusammenrollen, Schnecken abschneiden und backen :-).

Letzten Sonntag habe ich eine Ladung sehr leckere Nuss-Schnecken gebacken, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sie sind saftig durch die Füllung, getoppt von knusprigen Mandelstreuseln und ein wenig Zuckerguss-Glasur…hab ich euch schon gesagt, dass ich ein kleines bisschen verknallt bin?

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Das Originalrezept enthielt keine Streusel sondern nur die Schnecken mit Glasur. Da ich aber prinzipiell glaube, dass fast jedes süße mit Streuseln zu einem noch leckereren Gebäck wird, habe ich ihnen dieses kleine, leckere Extra gegönnt und ich finde, das passt hervorragend!

Der Teig ist sehr unkompliziert: Alles wird einfach einige Minuten miteinander verknetet, dann lässt man ihn aufgehen und rollt ihn aus. Kein Vorteig, kein “erst das, dann das”, kein “über Nacht” und keine anderen komplizierten Vorgänge. Die Streusel werden schnell hergestellt, während der Teig geht und die Glasur während des Backens angerührt, alles ganz entspannt. Vom ersten Kneten bis zum Biss in die lauwarme, duftende Schnecke vergehen etwa 2 Stunden, aber da ist viel Wartezeit dabei.

Zutaten für 20 Schnecken (2 Bleche):

Für den Hefeteig:
500 g Mehl
250 ml lauwarme Milch
2 Eier
1 Tütchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
50 g Butter (weich oder geschmolzen)
90 g Zucker

Für die Füllung:
100 g Haselnüsse, gemahlen
100 g Haselnüsse, gehackt
50 g Walnüsse, grob gehackt
50 g Zucker
100 ml Sahne
etwas Zimt

Für die Streusel:
100 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
75g brauner Zucker
100 g Butter (kalt, in kleinen Stücken)
etwas Zimt

Für die Glasur:
250 g Puderzucker
etwas Wasser

Zubereitung:

1. Alle Zutaten für den Hefeteig miteinander verkneten, einige Minuten lang. Wer frische Hefe nimmt, kann diese zuerst in der Milch auflösen, ich nehme jedoch Trockenhefe. Der Teig sollte leicht glänzen und nicht bis kaum kleben.

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2. An einem warmen Ort (wir haben ein Wandregal dicht an der Heizung, das ist ein prima Platz) gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das dauerte in meinem Fall ~ eine Stunde.

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3. In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Streusel mit den Händen verkneten und zu Streuseln zerzupfen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

4. Ebenfalls ind er Zwischenzeit alle Zutaten für die Füllung mit einem Löffel gut verrühren. Hier könnt ihr wild experimentieren- Mandeln statt Nüsse, Pecannüsse, Cashews oder was euch sonst beliebt. Ich finde die Mischung aus gemahlen und gehackt sehr schön, aber auch hier seid ihr völlig frei. Die Füllung danach bei Zimmertemperatur stehen lassen.

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5. Wenn der Teig aufgegangen ist, kurz verkneten und dann auf einer bemehlten Unterlage rechteckig ausrollen, etwa 30 x 40 cm (kommt aber nicht sooo genau drauf an). Jetzt könnt ihr auch schonmal den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

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6. Jetzt die Füllung darauf gleichmäßig verstreichen. Dann von der langen Seite her zu einer Rolle aufrollen und die Naht nach unten legen.

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7. Etwas daumendicke Scheiben abschneiden. Die Hälfte davon auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben- mit genügend Abstand, dann sie gehen etwas auf.

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8. Die Schnecken mit der Hälfte der Streuseln belegen und ab  in den Ofen für 15-20 Minuten. Die übrigen Schnecken in dieser Zeit nicht zu warm aufbewahren. Ich habe das Glück, 2 Öfen zu besitzen und kann so auch ohne Umluft beide Bleche gleichzeitig backen. Aber die Schnecken für diesen kurzen Zeitraum aufzubewahren, ist kein Problem. Man kann auch die halbe Rolle zuerst ungeschnitten lassen.

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9. Während die Schnecken backen, die Glasur anrühren. Dazu löffelweise Wasser zum Puderzucker geben, bis eine “pinselbare” Konsistenz erreicht ist.

10. Die heißen Schnecken aus dem Ofen nehmen und sofort mit der Hälfte der Glasur bepinseln bzw. beträufeln. Dann am besten auf einem Gitter auskühlen lassen.

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11. das Zweite Blecht genauso backen. Am besten schmecken die Schnecken noch lauwarm, aber sie überstehen auch problemlos – in Folie oder eine Tüte gepackt- eine Nacht ohne trocken zu werden.

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Lasst es euch schmecken!

 


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10 Responses to Nuss-Schnecken mit Streuseln: Ein Sonntagnachmittag wie er sein sollte!

  1. liz 3. Februar 2016 at 13:03 #

    Mmmmmmm meine Lieblingsschnecken mit Streuseln:-) :-) :-) :-) :-)
    Danke die muss ich gleich probieren.
    Lg liz

  2. birthesgartenzeiten 3. Februar 2016 at 13:29 #

    Wenn das nur halb so gut schmeckt wie es aussieht … lecker ! :-).

  3. Christiane Semmler 3. Februar 2016 at 14:12 #

    Die werde ich sicherlich am Wochenende mal backen, die sehen echt lecker aus.
    Gruß Chrisitane

  4. Liane 4. Februar 2016 at 12:56 #

    Hallo liebe Danja, kann man die auch ww mäßig umwandeln ?

    Die sehen sehr lecker aus.

  5. Doris B 5. Februar 2016 at 16:14 #

    Boaahhhh, wie fies lecker die aussehen….ich riech sogar, wie die duften…sabber.

  6. Selina 12. Februar 2016 at 11:36 #

    Hallo Danja,

    ich habe gestern die Nussschnecken ausprobiert! Die sind sooo lecker!!!
    Meine Gäste waren begeistert :)
    Vor allem mit den Streuseln ist es nochmal doppelt so gut :)

  7. Benni 14. Februar 2016 at 13:05 #

    Das sieht super lecker aus – vielen Dank für das Rezept

  8. Katja 14. Februar 2016 at 17:29 #

    Hallo Danja,

    habe heute deine Nuss-Schnecken ausprobiert…schließlich ist ja Sonntag und da sollen sie ja bekanntlich den Tag perfekt machen…*grins*

    Die Schnecken sind echt der Hammer! Leider war mein Teig doch noch ein wenig “klebrig”, was sich aber mit Mehl leicht beheben ließ.

    Wird mit Sicherheit ein neues Lieblingsrezept meiner Familie und ein Highlight, wenn man Gäste zum Kaffee eingeladen hat.

    Großes Lob an dich und für deine tollen Rezepte.

    LG Katja

  9. Ansgar 20. März 2016 at 15:12 #

    Hallo Danja,

    herzlichen Dank für dieses tolle Rezept. Ich habe die Schnecken heute Mittag gemacht und mir wurden diese nach dem Backen regelrecht vom Backblech gerissen. Frisch verzehrt ganz fantastisch. Und es lassen sich auch super “Reste” von Nüssen, Mandeln etc. in den Schnecken verarbeiten.

    Bis bald auf ein nächstes tolles Rezept.

    Ciao

    Ansgar

  10. Laura 8. Oktober 2017 at 13:05 #

    Endlich habe ich heute dein Rezept ausprobiert, mit Hefeteig stehe ich sonst eher auf Kriegsfuß- und was soll ich sagen, ich bin so BEGEISTERT! Es hat total gut geklappt, sie schmecken wundervoll und du geizt nicht mit der Menge an Streuseln- herrlich.

    Das Einzige, was ich nicht so gut hinbekomme… deine Teigrolle ist so stabil und gleichmäßig rund, bei mir war es eher weich und ich musste die durch das Schneiden oval gewordenen Schnecken wieder zurechtbiegen.

    Liebe Grüße und vielen Dabk für das tolle Rezept!

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