Nicht nur (aber auch! ;-)) für Veggies: Ratatouille provençale

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Heute gibt es von mir ein einfaches Gemüsegericht, von dem sicher jeder schon einmal gehört hat – und sei es nur, weil er den süßen Film über Ratten in Paris und einen jungen, etwas tollpatschigen Koch genauso gern gesehen hat wie ich ;-). Zuerst hab ich überlegt, dieses Rezept in der Rubrik „fix ohne Fix“ einzustellen, denn auch von den bekannten Tütchenherstellern gibt es ein Ratatouille…aber meins enthält einen großen Haufen frisches Gemüse, in die „fixe“ Zubereitung gehört ausschließlich Paprika, der Rest ist pulverisiert in der Tüte und wenn ich Rezepte für „fix ohne Fix“ entwickle, versuche ich eigentlich immer so dicht wie möglich geschmacklich am Original zu bleiben, nur eben frischer…

Trotzdem kann ich nur dazu motivieren, diese Variante mal zu probieren, auch wenn ihr sonst zu den Verfechtern der Tütenvariante gehört! Denn die Mengen an frischem Gemüse machen satt, sind gesund, total kalorienarm und grade bekommt man alles frisch in jedem Supermarkt.

Als Beilage kann man variieren wie man mag. Ich nahm dieses mal den fantastischen Couscous von „Reishunger“  (die Produkte von dieser kleinen Bremer Firma kann ich wirklich jedem immer nur wieder ans Herz legen, suuuperlecker), aber es passen auch Reis, Rosmarinkartoffeln, Fladenbrot, Süßkartoffel….

Bei mir gab es dazu übrigens Couscous, etwas Kräuterquark und eine Fenchel-Bratwurst vom Metzger. So lässt es sich aushalten! 😉

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Zutaten für 2 ordentliche Portionen:

1 Aubergine
1 Zucchini
1 Paprika
3 große Strauchtomaten oder 1 Dose (400 g ) Tomaten*
2-3 Zwiebeln
3-4 Zweige Rosmarin
3-4 Zweige Thymian
2 Knoblauchzehen
1 guten TL Zucker
2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, wer mag ein weeenig scharfes Paprikapulver

*Natürlich tun es hier ganz normale Dosentomaten. Neulich hab ich allerdings Kirschtomaten in der Dose entdeckt (bei Real)- damit fand ich es noch ein wenig besser.

Wer etwas besonderes ausprobieren möchte, hält noch etwas getrocknete Lavendelblüten (nicht viel 1/2 TL reicht) sowie etwas Salbei parat…lohnt sich, versprochen…mehr Provence geht es nicht 🙂 .

Zubereitung:

Wirklich Arbeit macht eigentlich nur das Gemüseschneiden zu Beginn, danach kocht sich das Gericht fast von allein 😉 Wer beim Kochen in Zeitnot ist und das Rezept für eine größere Menge Portionen machen möchte, kann das Gemüse auch schon am Vortag schneiden und mit Folie abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

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1. Die Zwiebeln schälen, achteln und die Schichten auseinanderdröseln. Die Zucchini und die Aubergine waschen, die Enden abschneiden und dann erst in breite Streifen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Für MICH bedeutet das immer etwa 2×2 cm, aber da hat ja jeder ein anderes Empfinden 🙂

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2. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Papkrikaschote waschen und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Die Kräuter fein hacken (auch -wenn ihr es verwenden möchtet, schmeckt super- Salbei und Lavendel).

3. Wer frische Tomaten verwendet: Die Tomaten kurz mit heißem Wasser überbrühen, abschrecken und die Haut mit einem scharfen Messer abtrennen. Beim ersten Mal hat man davor vielleicht etwas Respekt, aber in Wirklichkeit ist es ganz einfach. Wer keine frischen Tomaten nimmt: Dose öffnen 😉

4. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Vorsicht, nicht zu heiß, meistens reichen 80 % der maximalen Hitze locker aus. Die Zwiebeln hineingeben und 1 Minute unter Rühren etwas glasig werden lassen. Dann den Knoblauch, die Zucchini und die Paprika hinzugeben. Alles etwa 3 Minuten unter Rühren anbraten.

5. Die Auberginenstückchen und die Kräuter zugeben, nochmal 2-3 Minuten unter Rühren braten (vermutlich wird etwas Flüssigkeit austreten, deshalb ist es schon mehr schmoren als braten). Nun das Tomatenmark unterrühren und etwa 2 Minuten mitbraten.

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Die Bilder aus dem Topf sind leider nicht so toll- aber wenn ich versuche, in den großen Schmortopf zu fotografieren, beschlägt die Kamera. Aber naja- umgerührtes Gemüse könnt bihr euch sicher alle gut vorstellen :-)!

6. Jetzt die Tomaten (wenn frisch) achteln und mitsamt austretendem Saft hinzugeben. Die Dosentomaten alternativ auch zugeben, mit dem Saft aus der Dose. Wenn ihr keine Kirschtomaten sondern große Dosentomaten nehmt, zerteilt ihr die mit dem Kochlöffel einfach ein wenig. Etwas Salz und Pfeffer zugeben.

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7. Deckel drauf und etwa 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze (oder etwas weniger) schmoren lassen… die Garzeit hängt von der Größe eurer Gemüsestückchen ab. Danach mit Salz, Pfeffer und wenn man es schärfer mag, mit etwas Paprikapulver „rosenscharf“ abschmecken.

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In der Zwischenzeit kann man sich jetzt -wenn man nicht grade Ofenkartoffeln machen möchte- um die Beilage kümmern. Reis oder Couscous wird in der Zeit prima gar.

Ich finde geschmacklich einen Klecks saure Sahne sehr gut, oder aber auch Kräuterquark, insbesondere wenn es Baguette dazu gibt :-). Zerbröselter Feta ist auch super obendrauf…*mjam*. Ohne Quark und Käse ist das Rezept übrigens sogar vegan!

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5 Responses to Nicht nur (aber auch! ;-)) für Veggies: Ratatouille provençale

  1. Susanne0270 17. August 2013 at 18:26 #

    Danke für den Tipp mit „Reishunger“ – habe gleich geschaut wo ich es hier in Bremen kaufen kann und bin fündig geworden.

    Eine wunderschöne Seite

    Gruß aus Bremen
    Susanne

    • Danja 17. August 2013 at 18:30 #

      Huhu Susanne,

      schöne Grüße in meine Heimatstadt! 🙂 Auch wenn ich schon lange in Köln Zuhause bin, Heimat bleibt Heimat… Uns schmeckt bei „Reishunger“ besonders gut der Vollkornreis und der Couscous, aber ich bin auch längst noch nicht fertig damit, mich durchs Sortiment zu probieren ;-).

      Grüssli,
      Danja

      • Susanne0270 17. August 2013 at 18:51 #

        genau der Vollkornreis ist es, auf den ich jetzt ganz „heiß“ geworden bin 😉
        aber auch die anderen Sachen klingen verführerisch.

        Wer kommt denn auf die Idee bei „Bodes“ Reis zu kaufen??
        Ich bislang nicht – aber ich werde berichten!!

        Gruß aus Bremen ins „Exil“ 🙂

        • Danja 17. August 2013 at 18:57 #

          Ach- ich hab gar nicht gewusst, dass man die Sachen auch im Laden kaufen kann…Ich bin so selten in Bremen und kaufe die Sachen deshalb online. Aber zugegeben- bei Bodes hätte ich nun auch nicht danach gesucht. Habe grade zum ersten Mal die Händlerliste gesehen- da gibts ja berechtigte Hoffnung, dass Köln irgendwann auch dabei ist!

          Grüssli,
          Danja

  2. Tonia 18. August 2013 at 16:18 #

    Herrlich, das esse ich auch ganz gerne. allerdings mehr pi mal daumen als nach Rezept gemacht. Heute gab es übrigend die Pfifferlingspenne zum Mittag. Lecker! Das sagt auch mein Freund, also doppeltes Lob!

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