Lecker-schmecker Brotaufstrich: Karamellcreme mit Meersalz

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Huhu ihr Lieben,

kennt ihr auch diesem Moment wenn man im Kühlschrank etwas entdeckt und sich frage „Was zur Hölle stelle ich damit nun an?“  Vorzugsweise natürlich, weil man irgendwas bei Gelegenheit hungrig eingekauft hat und dann irgendwie doch im Kühlschrank vergessen… Mir passiert das zwar nicht oft, aber vor ein paar Tagen dann doch. Es ging um: Eine Packung gesalzene Butter. Ärgerlicher Weise auch eine recht teure. Klar, total lecker…aber dummerweise esse ich im Moment ziemlich wenig Butter und diese lief bald ab. Was also tun?

Ich hatte da doch mal so ein Rezept für einen Karamell-Brotaufstrich mit Salz…*kram* … und tatsächlich: das Rezept passte wie angegossen zu meiner gesalzenen Butter. Die Karamellcreme hält sich gekühlt wirklich lange, ich habe sie schon Monate im Kühlschrank aufbewahrt (auch offen). Und alle anderen Zutaten hatte ich auch zu Hause, sind ja nicht so viele…

Und das Beste: man kann sie nicht nur auf Brot verwenden. Sie schmeckt auch erwärmt auf Eis total gut oder man kann sie z.B. für diese Brownie-Cupcakes verwenden. Ich glaube, ursprünglich hatte ich das Rezept mal bei Chefkoch aufgeschnappt. Kalorienmäßig ist sie in etwa da anzusiedeln, wo sich auch Nutella befindet. Also eher was zum Genießen, nicht zum Verschlingen…

Zutaten für 4 Gläser (je 250 ml):

200 g Zucker
400 ml Sahne
200 g Butter, gesalzene (oder normale und dann etwas mehr Salz)
+ ggf. etwas Salz zum Nachsalzen

Außerdem: sterile Gläser (ich erhitze sie im Backofen vor dem Einfüllen), einen großen und vor allem hohen Topf, einen langen Löffel (ich nehme einen Holzlöffel) zum Umrühren.

Zubereitung:

1. Den Zucker in den großen Topf geben und heiß werden lassen. Dabei umrühren, bis alles hellbraun karamellisiert ist. Vorsicht: den geschmolzenen Zucker auf keinen Fall anfassen, der wird superheiß! Sollte die Masse schon hellbraun sein, aber noch weiße Zuckerklumpen enthalten, ruhig kurz vom Herd nehmen und ihne Hitze etwas weiterrühren, bis die Klumpen sich gelöst haben. Dann zurück auf den Herd.

2. Die Butter in grobe Stücke schneiden und mit der Sahne zum Zucker geben. Dabei am besten einen Schritt zurücktreten, das könnte zu Beginn etwas spritzen ;-).

3. Mit dem Löffel nun rühren, rühren, rühren, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich wieder komplett aufgelöst hat. NICHT wundern- zuerst wird der Zucker durch die kälteren Zutaten hart und zu einer zähen, unförmigen Masse. Das gehört dazu und verschwindet irgendwann. Der Rest muss nur erst mal wieder heiß genug werden, um den Zucker aufzulösen.  Sobald sich die Butter komplett verflüssigt hat und die Masse (auch wenn Teile des Zuckers noch fest sind) aufkocht, die Hitze etwas herunterschalten, mittlere Hitze reicht vollkommen aus.

4. Wenn ihr keine gesalzene Butter genommen hat, gebt ihr jetzt das Salz (am besten Meersalz) hinzu und rührt es gut unter. Vorsichtig beim Abschmecken, die Masse wird immer noch sehr heiß sein! Ich habe zu meiner  Meersalz-Butter noch ca. 1 TL Salz hinzugefügt- ist aber auch Geschmackssache. Wer damit so gar nichts anfangen kann, kann das Salz auch komplett weglassen. Auf dem Bild oben habe ich sogar noch etwas Salz draufgestreut hinterher, weil ich finde, dass es so am besten schmeckt.

5. Die abgeschmeckte, heiße Masse in die Gläser füllen und verschließen. Erkalten lassen und dann am besten im Kühlschrank aufbewahren (vielleicht hält sie sich auch so, aber das hab ich noch nicht probiert).

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Wer die Creme verschenken mag, kann die Gläser natürlich noch mit etwas Stoff und einem Etikett verzieren 🙂

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Hmmmm…wenn es nur nicht so schwer wäre, den Löffel wegzulegen…

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12 Responses to Lecker-schmecker Brotaufstrich: Karamellcreme mit Meersalz

  1. Andrea 31. Mai 2014 at 22:00 #

    Ich habe eben kurzentschlossen die Karamellcreme ausprobiert (kurz vor Ladenschluss noch schnell Sahne gekauft)- für mich selber und als kleines Mitbringsel. Schon die noch warme Masse war sehr gut, nun freue ich mich morgen aufs Frühstück. Deine Rezepte sind super, und genau so, wie es für mich sein muss: schnell, ohne superexotische Zutaten, und ein tolles Ergebnis. Danke!

    • Danja 3. Juni 2014 at 10:41 #

      Liebe Andrea,

      dann hoffe ich mal, dass die erkaltete Creme euch auch gut geschmeckt hat 🙂
      Vielen Dank und noch viel Spaß beim Ausprobieren,

      Danja

      • Andrea 3. Juni 2014 at 19:11 #

        Ja, einfach perfekt. Das verschenkte Glas wurde schon geleert, und auch den Frühstücksgästen hat es geschmeckt. Danke!

  2. Uwe 15. Juni 2014 at 15:52 #

    Mhhh ist bestimmt sehr lecker. Was man bei umgang mit Karamell immer mal mit erwähnen sollte, ist das er extrem heiß ist. Viele gehen ja sehr unbedarft mal mit dem Finger rein zum probieren oder mit einem Löffel direkt in den Mund. Auch Kinder sollte beim schmerlen des Zuckers nie in der Küche sein.

    • Danja 18. Juni 2014 at 09:46 #

      Huhu Uwe,

      da hast Du absolut recht, ich ergänze gleich mal einen Kommentar 🙂

      Grüssli,
      Danja

  3. Andrea 24. Juni 2014 at 20:59 #

    Hallo Danja, ich habe die Karamellcreme eben nochmal gemacht, und da ich sie verschenken wollte, gleich ein 1,5- faches Rezept. Das war aber nicht so gut, die Butter- und Sahnemenge hat den Zucker wohl zu stark abgekühlt, und es dauerte ewig. In der Zeit hätte ich locker 2 mal das einfach Rezept machen können (was ich mir ersparen wollte…) Das nur als kleine Warnung…
    Aber der Geschmack ist trotz der längeren Kochzeit wieder super, ich konnte es kaum abwarten, bis die Pfannenreste genug abgekühlt waren. Eine tolle Schleckerei!

    • Danja 25. Juni 2014 at 13:07 #

      Hallo Andrea,

      vielen lieben Dank für diesen „Versuchsbericht“ :-)Lass Dir die Creme schmecken, ich muss auch mal wieder welche produzieren…

      Liebe Grüße,
      Danja

  4. Andrea 26. Juni 2014 at 14:11 #

    Nach einem erneuten Versuch denke ich, mein Fehler war, alles zu schnell hintereinander zuzugeben. Mit ein bisschen Zeit lassen zwischendrin (bis es nach jeweiliger Zugabe wieder kocht) hätte es vermutlich auch mit der größeren Menge funktioniert. Aber nun sind 11 Gläschen befüllt und werden am Sonntag verschenkt.

    • Danja 27. Juni 2014 at 15:11 #

      Hmmm…und wo bleibt meins? 😉

      • Andrea 27. Juni 2014 at 22:50 #

        Bei der nächsten Produktion schicke ich Dir ein Gläschen… diese brauche ich alle selber (nicht zum selber essen, aber zum selber verschenken…).

  5. Madeleine 22. Februar 2016 at 04:35 #

    Hallo Danja,
    Bin total begeistert von dem leckerchen!
    Sowas finde ich seltsamer Weise immer dann, wenn ich grade eine Diät mache, die grade erste Erfolge zeigt u d kann dann nie widerstehen, aber dafür ist das einfach zu lecker.
    Habe das Rezept für den Eigenbedarf erstmal nur die Hälfte gemacht.
    Hab vor einiger Zeit mal ein Rezept gefunden, das ähnlich war, das wurde aber statt mit Sahne mit Mascarpone gemacht.

    Nächstes mal mische ich noch Vanillemark mit in die Karamellmasse, schmeckt bestimmt auch gut 😀

  6. Viola 20. Dezember 2016 at 07:42 #

    Hallo Danja,
    habe die Karamellcreme gestern Abend gemacht und sie schmeckt wie flüssiges Werthers Original. Saulecker! Bei mir ist sie aber sehr flüssig geblieben, wahrscheinlich habe ich zu viel Sahne dazu getan. Weil sie aber so lecker ist gibts sie einfach an Weihnachten über einem Banoffee Pie. Schöne Feiertage und vielen Dank für deine tollen Rezepte!

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