Gemüseschätze: Rote Beete-Kartoffelgratin

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Heute koch‘ ich etwas ganz genau nach Rezept. Keine Abwandlungen, keine Experimente- einfach genau so wie angegeben.

DAS war die Idee. Die Rezepte vom Chefkoch-User „Schrat“ sind ohnehin geling- und genuss-sicher…warum also herumprobieren? Ich hatte bei dieser Suppe schonmal einiges zu seinen Kochkünsten geschrieben (ohja…die könnte ich auch mal wieder kochen…) und war total guter Dinge, dass auch dieses Mal das Originalrezept superlecker schmecken würde.

Leider musste ich dann mitten beim Kochen feststellen, dass ich zuerst eine wichtige Anweisung ignoriert und dann eine Zutat vergessen hatte zu kaufen- wo hab ich eigentlich grade meinen Kopf? *seufz* Naja, also musste ich doch improvisieren: Das Originalrezept (hier zu finden) sah vor, die frische Rote Beete mit Schale zu backen und erst nach dem abkühlen zu schälen, ähnlich wie Folienkartoffeln. Hab ich natürlich übersehen, meine Rote Beete wanderte also ohne Schale in den Ofen. Bei der Zubereitung der Soße fiel mit mittendrin auf, dass ich keine Eier mehr habe. Normalerweise stürme ich dann schnell rüber zu den Nachbarn, aber die Soße köchelte bereits auf dem Herd, was also tun? Ich habe also den Kühlschrank aufgerissen und entschieden, dass auch ein guter Esslöffel Ziegenfrischkäse die Soße etwas andicken würde…also hab ich das Eigelb aus dem Originalrezept dadurch ersetzt. Das Ergebnis war erstaunlich lecker- so lecker, dass ich dieses improvisiert-geklaute Rezept nun gerne mit euch teilen möchte 🙂

Viele kennen rote Beete (die man übrigens mit einem oder 2 „e“ schreiben darf) ja eher aus dem Glas. Mir persönlich schmeckt sie in der eingeweckten Variante auch sehr gut- aber auch frisch ist sie supereinfach und lecker zu verarbeiten. Der Geschmack ist etwas erdig, aber mild. Wir essen im Wesentlichen die Knollen/Rüben der roten Beete- dabei sind auch die Blätter essbar. Die Knollen können – sobald geschält- sehr stark färben und Extrakte der Pflanze werden oft in der Lebensmittelindustrie für genau diesen Zweck eingesetzt. Deshalb arbeitet man ab dem Schälen der Knolle am besten mit Einweghandschuhen.

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Zutaten für 2 Personen als Beilage:

2 frische Knollen rote Beete
4 mittelgroße Kartoffeln (volumenmäßig etwa das Gleiche wie die Rote Beete)
150 ml Sahne (kalorienarme Kochsahne funktioniert super)
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Muskat
1 EL Ziegenfrischkäse ODER 1 Eigelb
Nach Belieben noch etwas Butter

Außerdem: eine große, flache Auflaufform.

Zubereitung:

Achtung- die Zubereitung dauert etwas, weil die Knollen im Ofen lange vorgaren müssen. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen.

1. Die Rote Beete-Knollen schälen und in Alufolie wickeln. Nun in den Ofen geben und diesen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze einstellen. Je nach Größe backen die Knollen nun etwa 1 Stunde.

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2. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und den Knoblauch fein hacken.

3. Nach Ende der Garzeit den Ofen für das Gratin angeschaltet lassen.  Die Rote Beete vierteln und so etwas abkühlen lassen. Wenn ihr sehr große Kartoffeln habt, könnt ihr die Rote Beete auch nur halbieren oder gar ganz lassen. Es geht nur darum, dass die Scheiben später etwa den gleichen Durchmesser haben.

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4. Nun die Kartoffeln und die Rote Beete in hauchdünne Scheibchen hobeln oder schneiden.

5. Abwechselnd sehr flach in eine Auflaufform schichten. Ein Gratin ist nämlich kein Auflauf, es wird nur mit wenig Flüssigkeit (wenn überhaupt) übergossen und  sollte so flach wie möglich sein. Nehmt deshalb lieber eine größere Auflaufform, es lohnt sich! Und außerdem sieht es auch sehr schickt aus:

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6. Die Sahne/Kochsahne in einem kleinen Topf aufkochen und vom Herd nemen. Dann den Knoblauch hinzugeben, ebenso das Eigelb oder den Frischkäse unterrühren. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und über das Gemüse geben:

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6. Nun das Gratin etwa 30 Minuten im Ofen backen. Wer mag, gibt nach der Hälfte der Garzeit ein paar Butterflöckchen oben drauf.

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Hmmm…lecker!

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7 Responses to Gemüseschätze: Rote Beete-Kartoffelgratin

  1. Tonia 20. September 2013 at 11:48 #

    Hab ich dir schon gesagt, dass das Rezept super angekommen ist? Lecker!

    • Danja 23. September 2013 at 12:50 #

      Huhu Tonia,
      das freut mich sehr, ich muss es auch unbedingt mal wieder zubereiten 🙂
      Grüssli,
      Danja

  2. sareni 6. Oktober 2013 at 07:01 #

    das Rezept finde ich klasse und werde es wohl diese Woche auch ausprobieren. Kartoffelgratin mache ich nur noch mit Joghurt und habe beste Erfahrungen gemacht. Das werde ich hier bei deinem Rezept auch ausprobieren. Mal sehen ob es gelingt.
    Danke aber schon mal für dein Rezept.

  3. ernst 16. Mai 2015 at 14:42 #

    die knollen heissen „bete“ INSGESAMT mit zwei mal“e“ mit 3x „e“(beete) wären es rote anbauflächen!

    • Danja 16. Mai 2015 at 23:01 #

      Da muss ich Dich enttäuschen- beide Schreibweisen sind erlaubt 🙂

      • Tina 8. Mai 2017 at 18:23 #

        Muss die Rote Bete unbedingt in den Ofen, kann man sie nicht auch so kochen?! Das wäre Energie sparender….
        Hat es schon mal jemand probiert?!

  4. Pia 19. September 2018 at 10:28 #

    Ein sehr schönes Rezept!
    Ein Tipp für handgeschädigte oder recht kraftlose Personen: Da ich bereits mit heftiger Arthrose in den Händen zu kämpfen habe, kommen bei mir sich schwer zu schälende Gemüse wie Kürbis, Rote Bete, Kartoffeln erstmal mitsamt der geputzten Schale in den Topf (Kürbis in den Backofen) und im Wasser werden diese schon bei 20 Minuten gar. Den Kürbis lasse ich bei vorgeheizten etwa 180grad für 10 Minuten im Ofen. Dann sind solche Gemüse entweder gar oder zur Weiterverarbeitung ohne Axt (Joke) vorbereitet und können, gerade bei der roten Bete ohne großes ausbluten gut geschält werden, hinzu kommt, dass die Schale dann nur ganz dünn abgezogen wird. Die Backzeit reduziert sich dann ja auch, wenn es ein Gratin werden soll. Mit der Scheibe für dickere oder dünnere Schnitte meiner Küchenmaschine kann ich auch die Kartoffeln schon gratinfähig schnippeln, dann allerdings ohne diese vorher zu schälen oder zu kochen. Mit der Bete habe ich das roh noch nicht versucht, um nicht anschließend ein ‚Blutbad‘ in der Küche zu haben.

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