Chinamann-Bratnudeln „homemade“

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Huhu,

ich war am Wochenende auf einer Weinmesse in Aachen. Und wie Weinmessen das so an sich haben, trinkt man ziemlich viel und isst ziemlich wenig. Irgendwann kommt die kleine Kopf-Alarmglocke und man kann nur noch an eines denken: Essen! Möglichst viel, schnell, deftig :-). Wir sind dann aus dem Gebäude gestürmt um festzustellen, dass 15 Uhr eine GANZ doofe Zeit ist, um „schnell was essen“ zu gehen, alle Restaurants hatten geschlossen. Alle? Nein, ein kleiner Chinaimbiss öffnete grade. Sah zumindest so aus…oder gab es doch einen anderen Grund, weshalb wie die einzigen Gäste waren? Nunja. Wir konnten nicht wählerisch sein. Zur Auswahl gab es genau 2 Gerichte: China-Bratnudeln mit und ohne Hähnchen. Eigentlich mag ich Restaurants mit kleinen Karten, da raucht einem nicht schon vor der Bestellung der Kopf…. das war aber selbst für meinen Geschmack etwas wenig Auswahl. Überraschender Weise wurden es für mich also Bratnudeln mit Hähnchen. Nachdem der erste Schock überwunden war (auf die Bartnudeln wurde eiskalte und unglaublich scharfe Soße gegossen), rettete mir diese Portion definitiv den Tag und die Weinmesse konnte weitergehen.  Aber was blieb war die Frage: geht das nicht auch in lecker?

Gesagt, getan, gedacht & ausprobiert: hier kommt nun mein Chinamann-Bratnudelrezept OHNE Chinamann- und wahlweise mit oder ohne sonstigem Fleisch:

Zutaten (für 2, die eine große Portion wie beim Chinamann wollen):
250 g Mie-Nudeln (Chinesische Nudeln, gibt’s in jedem Rewe, Edeka & Co.)
2 Karotten
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Chinakohl*
200 g Hähnchenbrust oder Schweine-Minutenschnitzel
1-2 Knoblauchzehen
1 kleine Chilischote
1 kleines Stück (2 cm) Ingwer, frisch
2 EL Zitronensaft
einige EL Sojasoße (+100 ml Sojasoße zum Marinieren, nur für die Fleischvariante)
Salz, Pfeffer
1 TL Speisestärke (nur für die Fleischvariante)
Fett zum Anbraten (ein neutrales Öl, gut passt geschmacklich aber auch Sesamöl)

*Chinakohl gibts meistens nur um Ganzen zu Kaufen, der Rest macht sich aber prim als Salat!

Zubereitung:

1. Das Fleisch in schmale Streifen schneiden. Die Sojasoße mit der Speisestärke verrühren und die Fleischstreifen hineinlegen. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen (mehr ist kein Problem).

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2. Die Möhren schälen und in schmale Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden (nur das Weiße und das Hellgrüne), den Chinakohl ebenfalls in Streifen schneiden, den Knoblauch, den geschälten Ingwer & die Chilischote fein hacken. So in etwa sollte das Ergebnis aussehen (Paprika bitte wegdenken ;-))

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3. Die Nudeln nach Packungsanweisung garen (meist etwa 5 Minuten), abtropfen lassen.

4. 1 EL Bratfett im Wok oder einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin rundherum anbraten, bis es wirklich grade durch ist, sofort herausnehmen. Dabei kann ruhig etwas Marinade mit in die Pfanne gelangen.

5. Neues Fett erhitzen. Die Möhrenstreifen rundherum anbraten, ca. 2-3 Minuten. Dann die Frühlingszwiebeln, Chili, Ingwer und Knoblauch hinzugeben, weiterbraten. Nach wiederum 2-2 Minuten kommt der Chinakohl hinzu. Wenn der Kohl etwas zusammengefallen ist, die Nudeln (+ ggf. das Fleisch inkl. ausgetretenem Fleischsaft) mit in die Wokpfanne geben, gut durchrühren. Mit Sojasoße (dürfen schon 6-8 EL sein) und etwas Zitronensaft abschmecken.

Ich hatte noch etwas Paprika mit angebraten, fand die aber nicht so passend. Lieber weglassen!

Noch ein paar Tipps:
– Statt Frühlingszwiebeln kann man auch eine Lauchstange verwenden.
– Wer mag, gibt noch ein Ei hinzu. Mir schmecken Bratnudeln aber besser ohne, auch wenn viele „Chinamänner“ die Variante mit Ei anbieten. Dafür einfach ganz zum Schluss ein Ei mit in die Pfanne geben und gut durchrühren. Genau wie im Chinaimbiss wird es schon wegen des vielen fehlenden Glutamats nicht schmecken ;-). Was aber lecker ist: eine Portion Sweet-Chili-Soße dazu essen, gibts auch in jedem großen Supermarkt.

Praktischer Weise hatte ich  von einer Bastelaktion noch Take-Away-Boxen zu Hause (siehe oben) :-).

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Guten Appetit!

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14 Responses to Chinamann-Bratnudeln „homemade“

  1. Elke 18. März 2013 at 16:38 #

    Hallo Danja, das war wieder lecker 🙂 Danke! Beim nächten Mal mache ich noch Sojabohnenkeimlinge mit rein.

    • Danja 18. März 2013 at 16:43 #

      Huhu, die wollte ich eigentlich auch mit reinmachen – aber als alles fertig war, fiel mir die noch volle Tüte in die Hand. Naja, gabs die Sprossen eben im Salat ;-). Aber geschmeckt hätte es sicher super!
      Grüssli,
      Danja

  2. Martina Höch 19. März 2013 at 22:11 #

    Hallo Danja, es hat mir sehr gut geschmeckt und war eine Riesenportion 😉 Und noche eine für übermorgen. Vielen Dank für dasRezept!
    Das Auberginenrezept werde ich nächste Woche nachkochen 🙂
    LG
    Martina

    • Danja 20. März 2013 at 10:06 #

      Huhu Martina,
      deshalb hatte ich ja extra geschrieben „für 2, die eine Portion wie beim Chinamann wollen“, 🙂 hihi…bei unserem Chinamann sind die Portionen auch immer supergroß. Ich hoffe, es schmeckt Dir am nächsten Tag noch – ggf. ein kleines bisschen Flüssigkeit beim Aufwärmen hinzugeben, damit es nicht zu trocken wird (Brühe/Reiswein/Sojasoße).
      Es freut mich aber sehr, dasses Dir geschmeckt hat!
      Liebe Grüße,
      Danja

  3. Terry 20. März 2013 at 01:43 #

    Hallo Danja,

    „hier kommt nun mein Chinamann-Bratnudelrezept OHNE Chinamann- und wahlweise mit oder ohne sonstigem Fleisch:“

    *lol* wie schön, dass das Rezept ohne Chinamann ist u. ich „sonstiges“ Fleisch nehmen darf :)), auch wenn es vielleicht nach Hühnchen……….*lol*

    Doch Scherz beiseite, Dein Rezept höhrt sich lecker an, und ich werde es sicher bald ausprobieren.

    Herzlichst Terry

    • Danja 20. März 2013 at 10:03 #

      Huhu Terry, zu was für Uhrzeiten treibst DU Dich denn hier bei mir rum? Hihi… wer weiß, vielleicht hätte bei meinem Imbiss der Chinamann sogar besser geschmeckt als das Huhn, das war nämlich echt fies!
      Viel Spaß beim Ausprobieren,
      Danja

  4. Christoph 10. Februar 2014 at 14:36 #

    Grad für meine Muddi gekocht.
    Schmeckt super auch ohne die Glutamatbombe oder die Maggitüte.
    Danke fürs Rezept

    • Danja 10. Februar 2014 at 14:41 #

      Gern geschehen und schönen Gruß an die Muddi 🙂

  5. Luzie 9. Oktober 2014 at 16:01 #

    Richtig leckeres Rezept 🙂 kann leider kein Foto anhängen.
    Es ist eine sehr grosse Portion, es reicht bei mir für 4 Personen.
    Habe schweinefleischstreifen und Sprossen hinzugefügt, schmeckt sehr sehr gut und lässt den Chinamann im Schatten stehen :-Dl

    • Danja 13. Oktober 2014 at 11:48 #

      Huhu Luzie,

      danke für Dein nettes Feedback! 🙂
      Freut mich sehr, dass es Dir geschmeckt hat.

      Ganz liebe grüße,
      Danja

  6. Tine 24. Januar 2015 at 12:05 #

    Hallo Danja,

    ich habe in der letzten Woche deinen Blog entdeckt und erstmal stundenlang begeistert in deinen tollen Rezepten geschwelgt 🙂
    Inzwischen hab ich schon einige nachgekocht und alle waren sehr lecker.
    Das erste waren die Chinamann Bratnudeln.
    Ist eine riesige Portion geworden, aber meine Familie hat kein Krümelchen übrig gelassen.
    Die haben wirklich authentisch (oder eher noch einen Ticken leckerer) geschmeckt, wie bei dem Asiaten, bei dem wir ab und zu mal welche geholt haben.

    Liebe Grüße

    Tine

    • Danja 24. Januar 2015 at 21:00 #

      Huhu Tine,

      das ist ein tolles Feedback, vielen Dank! 🙂
      Ich freue mich sehr, dass es euch geAnz liebe Grüße,
      Danja

  7. Wolf 7. April 2018 at 13:09 #

    Das Rezept hört sich gut an aber man nimmt Sesamöl NICHT zum anbraten sondern nur als Gewürz

  8. Norman 12. Februar 2019 at 19:44 #

    Super cooles Rezept. Schmeckt sehr authentisch. Nur leider war es bei mir sehr trocken. Weiß nicht wo der Fehler war. 😐

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