Mr. Jo’s Muffins – fettarm, kalorienarm und…ja, trotzdem richtig lecker!

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Huhu ihr Lieben, heute muss ich mal mein Erstaunen mit euch teilen :-)

Ihr wisst ja, dass ich gerne mal mit kalorienarmen Gebäckvarianten herumexperimentiere- aber ich bin auch der Meinung, dass es bei Kuchen nicht darum gehen kann, wirklich auf Teufel komm raus Fett und Zucker zu reduzieren, schließlich ist Kuchen etwas besonderes und eine Nascherei- kein Grundnahrungsmittel :-).
Vor einigen Wochen hatte mein Arbeitskollege – nennen wir ihn mal Mr. Jo- Geburtstag und brachte mir einen Muffin vorbei. Er war mit Äpfeln belegt, Rosinen waren auch drin, er schmeckte nicht zu süß, aber richtig, richtig lecker. Er erinnerte mich an die Muffins meiner amerikanischen Gastmutter zu Highschool-Zeiten…die gab es dort immer zum Frühstück (jaja…da weiß man auch, weshalb ich mich jetzt mit Kalorien und dergleichen rumplagen muss ;-)).  Ich fragte ihn einen Tag später nach dem Rezept – eigentlich nur, weil ich unbedingt wissen wollte, welche Zutaten dieses schöne “Retro-Gefühl” hervorruft…mein Aufenthalt an der Carlyle High School liegt jetzt schließlich schon 16 Jahre zurück.

Das Ergebnis war erstaunlich… die Muffins waren – und noch ganz ohne, dass ich daran herumgebastelt hatte- wirklich kalorienarm gebacken. Und ich hatte es nichtmal gemerkt ;-). Statt Butter oder ÖL war Frischkäse enthalten und die Zuckermenge war auf 100 g für ein ganzes Blech reduziert. Ich war jedenfalls baff, schließlich schmecken viele kalorienreduzierte Muffins eher…naja. Ich will ja nicht lästern ;-).

Ich habe dann noch ein wenig herumprobiert: statt des Doppelrahm-Frischkäses habe ich welchen mit 3 % Fett genommen und die Hälfte des Rohrzuckers ersetzte ich durch kristalline Streusüße mit Stevia (die man 1:1 wie Zucker einsetzt).  Ergebnis: Keine Geschmackseinbußen. Ich bin begeistert!

Ein wichtiger Hinweis noch: ab dem 2. Tag lösen sie sich super von den Papierförmchen, direkt nach dem Backen können sie etwas kleben. Wer sie sofort vernichten möchte, backt sie am besten in Silikonförmchen.

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Achso, und Butter bei die Fische- ein Muffin nach Originalrezept hat etwa 175 Kalorien, mit meinen Modifikationen etwa 150.

Zutaten für 1 Blech – 12 Muffins:

230 g Dinkelmehl*
150 g Apfelkompott oder Apfelmus (ich nehme eine zuckerfreie Variante)
2 Eier (1 Eigelb davon wird nicht unbedingt benötigt)
70 g Frischkäse**
100 g Rohrzucker**
1 Tütchen Weinsteinbackpulver
1 Packung Vanillepuddingpulver
50 g Rosinen
100 ml Orangensaft
1 Prise Salz
2 Äpfel, ich nehme Pink Lady oder Braeburn

* Mr. Jo hat die Dinkelkörner selbst gemahlen. Da ich kein passendes Gerät dafür habe, hat er mir freundlicher Weise auch ein Kilo durch die Maschine gejagt, so konnte ich mitlerweile die selbst gemahlene (=etwas gröbere) und auch die Variante mit gekauften Dinkelmehl probieren. Geschmeckt haben beide, die mit dem selbstgemahlenen Dinkel ist etwas rustikaler, gefällt mir etwas besser. Ich glaube, einige Bioläden und Reformhäuser mahlen Dinkelkörner auch für euch!

** Hier habe ich fettarmen Frischkäse (Philadelphia 3% Fett) und nur 50 g Zucker + 50 g kristalline  Streusüße mit Stevia verwendet- keine Geschmackseinbußen.

Zubereitung:

1. Die Rosinen im Orangensaft einweichen und erstmal beiseite stellen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

2. Den Frischkäse mit Apfelkompott, Zucker (ggf. + Stevia) und Eigelb verrühren. Im Rezept von Mr. Jo wird nur ein Eigelb verwendet, ich habe im ersten Versuch versehentlich 2 genommen- war kein Problem.

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3. Backpulver, Puddingpulver und Mehl vermischen und zu den “feuchten” Zutaten geben. Der Teig ist jetzt sehr fest:

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4. Jetzt kommen die Rosinen (inkl. Osaft) mit hinein. Wenn sie gut im Teig verteilt sind, das Eiweiß unterheben.

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5. Die Äpfel in Spalten oder Würfel schneiden (mit Schale).

6. Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen- ich nehme welche aus Papier und lebe einfach damit, dass sie zu Beginn etwas kleben- und mit den Apfelstückchen belegen. Wer mag, kann natürlich auch Apfelwürfel vorher unterrühren.

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7. Bei 190 Grad Ober-/Unterhitze gute 20 Minuten backen – bei mir waren 22 Minuten ideal.

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Nach Belieben noch mit etwas Puderzucker bestreuen – fertig! Halten sich locker einige Tage in einer Dose im Kühlschrank…dann ziehen sie auch noch etwas durch.

Optional: Eine Prise Zimt oder Vanille macht sich sicher gut- hat mir aber nicht gefehlt.

Für nicht-Kalorienzähler: Gewürfeltes Marzipan mit rein…*mjam*…

 


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9 Responses to Mr. Jo’s Muffins – fettarm, kalorienarm und…ja, trotzdem richtig lecker!

  1. Marie 23. Januar 2015 at 14:08 #

    Schade, den Großteil deiner Rezepte kann ich nicht mehr nachmachen.
    Seit Anfang des Jahres mache ich nun LCHF und von der Zutatenliste dieser lecker aussehenden muffins darf (bzw eher möchte, nicht zwingt ja keiner außer meine Hosen) ich nur noch Frischkäse (bloß nicht fett reduziert), Eier, Zuckerersatz, Backpulver und Salz essen.

    Naja was solls ist besser für die Gesundheit. 😉
    Heute wird LCHF Nutella gebastelt. Aus Sahne, Kakao, gemahlenen Mandeln, Butter und Süßstoff.

    • Danja 23. Januar 2015 at 15:23 #

      Naja, beim Abnehmen geht es ja schlicht um die negative Kalorienbilanz…der eine erreicht die halt lieber so, der andere so ;).
      Dir aber natürich auch mit deiner Methode viel Erfolg! :-)

      Grüssli,
      Danja

      • Marie 25. Januar 2015 at 14:13 #

        Danke allerdings geht es mir nicht nur ums Abnehmen.
        Ich hab auch häufig Magenbeschwerden nach dem Essen gehabt. Seit lchf ist das wesentlich besser geworden obwohl die Mahlzeit viel fettiger geworden sind als früher und ich bin gerade mal seit 3 Wochen dabei.

        Aber wenn man Kohlenhydrate essen kann soll man das ruhig tun.
        Wir Menschen unterscheiden uns beim essen eben genau so wie in vielen anderen Dingen.

  2. Silke 23. Januar 2015 at 16:26 #

    Hallo Danja,
    beim Biofachmarkt denns werden die Körner kostenlos gemahlen, wenn man sie dort kauft. Der Preis für die Körner ist echt i.O.
    Es gibt dort Dinkel, Roggen, Weizen usw. zu kaufen.
    Für mein selbstgebackenes Brot kaufe ich das Getreide auch immer dort
    LG Silke

  3. runninggag 29. Januar 2015 at 20:03 #

    Meine sind grade im Ofen verschwunden. Ich hab allerdings normales weizenmehl genommen, ca. 50g Mehl durch gemahlene Mandeln ersetzt, die Rosinen weggelassen und stattdessen Marzipanwürfel und Mandelstifte untergerührt, und noch eine Prise Zimt zum Teig gegeben. Bin mal sehr gespannt =)

  4. habe-ich-selbstgemacht 9. Februar 2015 at 10:18 #

    Ein leckeres Rezept! Das werde ich doch auch die nächsten Tage ausprobieren!
    Viele Grüße Julia von http://www.habe-ich-selbstgemacht.de

  5. PurpurBête 2. März 2015 at 12:08 #

    Das werde ich mir sofort abspeichern. Gleich in die Küche zu eilen entfällt wegen akutem Frischkäsemangel. Ich mache die Muffins dann demnächst glutenfrei mit Buchweizenmehl und lasse das Backpulver weg.
    Außerdem werde ich wohl nicht verhindern können, dass ich die Rosinen in RUM einweiche. Ich bin eher nicht so die Schnapsdrossel, aber bei Rumrosinen werde ich schwach ;o)

    • PurpurBête 4. März 2015 at 09:35 #

      So! Das Puddingpulver habe ich vergessen, war aber nicht schlimm, denke ich, weil ich mit Kaffeegewürz gewürzt hatte, da ist auch Vanille drin. Wegen leichter Unverträglichkeit habe ich das Backpulver weggelassen, das würde ich aber nicht weiterempfehlen, dadurch werden die Muffins leicht flummiartig 😉
      Ich bin das aber gewöhnt und deshalb schmecken mir die Teilchen großartig! Apfelig und würzig. Hab gleich mal drei hintereinander verdrückt, sind ja sooooooo kalorienarm *kicher*

  6. Danja 5. März 2015 at 12:23 #

    Huhu,
    mensch, da sind mir glatt ein paar Kommentare durchgerutscht!

    @Silke: Das stimmt, hier machen sie das auch. Allerdings gefällt mir der Mahlgrad vom Dinkel so gut, wenn mein Kollege ihn mahlt- er ist nicht ganz so fein wie im geschäft und das ergibt eine perfekte, kernige Muffinkonsistenz .-)

    @PurpurBête: Freut mich sehr, dass sie Dir gut geschmeckt haben! Das Puddingpulver enthält ja vor allem Stärke, aber da Du das Backpulver weggelassen hast, hatten deine Muffins ja sicherlich dadurch ein “Festigkeitsproblem”. Die Rosinen in Rum einzuweichen, finde ich super. Ich glaube, ich werde beim nächsten Mal 2 EL des Orangensafts durch Cointreau ersetzen :-)

    @Julia: Berichte doch mal, wie sie Dir geschmeckt haben!

    Ganz liebe Grüße,
    Danja

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