Fix ohne Fix: Brokkoli-Blumenkohl-Gratin

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Dieses Fix ohne Fix wurde von vielen Seiten gewünscht…lustiger Weise wird es von den meisten wohl gar nicht so benutzt, wie es eigentlich gedacht ist, sondern als Soße für Kartoffelauflauf. Ich habe  mich trotzdem erstmal an die Zubereitungsweise gehalten, die eigentlich vorgesehen war- ich bin mir aber sicher, man kann auch meine Variante für alles Mögliche abwandeln.

Auf jeden Fall kann man statt Blumenkohl und Brokkoli auch einfach nur eine der beiden Sorten verwenden, wenn man die andere grade nicht im Kühlschrank hat. Im Vergleich zum Original habe ich die Mengen an Gemüse deutlich erhöht – so reicht es mit leckerem Brot oder Kartoffeln dazu locker für 2 als Hauptgericht. Als Beilage zu Fleisch werden 3 Personen davon satt. Wie übrigens 2-3 Personen  mit der halben Menge (=das, was die Tüte vorsieht) auskommen sollen, ist mir ein Rätsel…

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Zutaten für 2-3 Personen:

600 g Blumenkohl- und Brokkoliröschen (zusammen, Mengenverhältnisse jeder wie er mag)
1-2 TL Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel, möglichst mild (z.B. Schalotten)
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Schmelzkäse
200 ml kräftige Gemüsebrühe
300 ml Milch oder Sahne (alternativ: kalorienarme Küchencreme)
2 EL Speisestärke + etwas Wasser
1 EL Sojasoße
etwas Kurkuma*
Salz, Pfeffer, Muskat
50 g Käse
1 TL Zucker
* Kurkuma ist nur für die Farbe. Das Tütenoriginal von Knorr verwendet es auch – wem die Farbe wichtig ist, der gibt einfach 1/2 TL Kurkuma mit in die Soße.

Zubereitung:

1. Wasser in einem Topf zum kochen bringen, Salz hineingeben und sowohl Blumenkohl als auch Brokkoli im Salzwasser 3 Minuten kochen (wenn die Röschen eher klein sind, nur 1-2 Minuten), dann abgießen. Wer nicht direkt weiterarbeitet, gießt jetzt eiskaltes Wasser auf das Gemüse, damit es nicht weiter gart. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

2. Die Zwiebel und den Knoblauch sehr fein hacken. Zuerst die Zwiebelwürfel, nach etwa 1 Minute auch den Knoblauch ins heiße Bratfett geben und anschwitzen. Wenn die Zwiebeln beginnen zu bräunen, den Zucker zugeben, gut rühren und den Zucker etwa 1 Minute lang karamellisieren lassen.

3. Mit der Brühe ablöschen und die Milch/Sahne hinzugeben. Bei mittlerer Hitze 2 Minuten köcheln lassen.

4. Den Schmelzkäse und die Sojasoße einrühren, nach Wunsch auch Kurkuma. In einer Tasse oder kleinen Schüssel 4-5 EL Wasser mit 2 EL Speisestärke verrühren.

5. Zunächst 2/3 der Speisestärkenmischung in die Soße geben und dabei gut umrühren. Aufkochen lassen und erstmal abwarten, ob die Konsistenz gefällt. Es sollte wie eine etwas zu dick geratene Sahnesoße sein. Wenn es noch nicht reicht, den Rest der Mischung  zugeben.

6. Kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat abschmecken.

7. Das Gemüse in eine Auflaufform geben und die Soße darüber gießen. Mit den Käseraspeln bedecken und ab in den Ofen für etwa 20 Minuten.

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Dazu gibt es bei uns einfach Knusperbrötchen…aber es ist eine ganze Menge Soße, deshalb passen auch Kartoffel sehr gut!

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Überbackenes schön zu fotografieren ist leider fast nicht möglich…*lach*…..

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…aber auf die knusprigen kleinen Brötchen hätte ich jetzt schon wieder Appetit! :-)

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Und hier noch der obligatorische Vergleich von Zeit und Kosten:
Das Tüten-Original kosten knapp 80 Cent. Die Soßenmenge reicht aber nur für 300 g Gemüse (Maggi, bei Knorr sind es 400 g) – also verdopple ich den Vergleichspreis. Zur Tüte muss man ebenfalls  Gemüse und Käse hinzugeben, das brauche ich also nicht vergleichen.
Während das Tütenprodukt einfach mit Wasser aufgekocht wird, schlägt bei meiner Variante Milch, Brühe, Zwiebel, Knoblauch & Gewürze zu Buche. Insgesamt belaufen sich die Kosten für diese Extras (anteilig berechnet) auf etwas weniger als 1 Euro- also deutlich günstiger als die Tüte.
Zeitlich kommt meine Variante gegen “Tüte auf, in Wasser einrühren und los geht’s” natürlich nicht an. Der zusätzliche Zeitaufwand beläuft sich auf etwa 10 Minuten (+ etwas mehr Abwasch).


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15 Responses to Fix ohne Fix: Brokkoli-Blumenkohl-Gratin

  1. Timoleon 28. November 2013 at 15:58 #

    Liebe Danja,

    Ich habe gestern die Fix-ohne-Fix-Soße für das Blumenkohl-Broccoli-Gratin nachgekocht: Megalecker!!!

    Und viel, viel besser als diese Fix-Geschichte, die mein Freund vor einiger Zeit ausprobiert hatte. Damals sagte ich ihm gleich, daß wir das nächste Mal ohne Fix kochen sollten, ich fände schon ein Rezept. Und tatsächlich: Hier wurde ich fündig.

    Wir haben einen Nudel-Rosenkohl-Gratin mit dieser Soße gemacht. Es war traumhaft gut!

    Danke für dieses tolle Rezept, Danja!

    LG,
    Timoleon.

    • Danja 29. November 2013 at 10:21 #

      Huhu,

      na…das freut mich aber!
      Und merci für die Idee mit Nudeln und Rosenkohl…das kann ich mir jetzt im Winter auch sehr gut vorstellen!

      Ganz liebe Grüße,
      Danja

  2. Andrea 31. Januar 2014 at 16:34 #

    Huhu,
    ich hab aus dem Rezept mein geliebtes Nudel-Brokkoli-Gratin gezaubert und es war sooo gut.
    Danke fürs Rezept.

    Andrea

    • Danja 2. Februar 2014 at 12:22 #

      Hey Andrea,

      vielen Dank für Dein tolles Feedback!

      Liebe Grüße,
      Danja

      • Tine 30. Januar 2015 at 13:20 #

        Halo Danja,

        wie bei eigentlich allen “Fixgerichten”, kenn ich zwar auch hier nicht das Tütenvorbild, deine frische Variante hat uns aber auf jeden Fall sehr gut geschmeckt. Ich hatte eine riesen Auflaufform voll, aber es ist trotzdem fast nix übrig geblieben. Den kleinen Rest hat meine Mum bekommen, die es auch sehr lecker fand. :-)
        Liebe Grüße
        Tine

  3. Daggi 6. März 2014 at 21:20 #

    Megalecker , und total einfach nachzukochen .
    Ganz toll

    Lg

  4. Eva - Maria Nickel 5. Juni 2014 at 17:07 #

    Hallo Danja,
    danke für das leckere Rezept ohne Fix 😉
    Mache WW und habe es auf Sattmacher gepimpt.
    Gab Blumenkohl- Kartoffel- Gratin mit Schinkenwürfel.
    Super lecker.
    Danke dafür
    Lg

  5. Monika 14. Oktober 2014 at 13:36 #

    Hallo Danja,
    ich finde deine Rubrik “Fix ohne Fix” einfach super!
    Ich habe schon einiges ausprobiert und alles schmeckt uns.
    Bei uns mag suwieso keiner diese Tütchen und ich benutze sie nie.
    Vielen Dank fuer deine gute Idee und die Mühe, die du dir machst.
    Liebe Grüsse, Monika

  6. Dagmar 29. Juni 2015 at 23:13 #

    Und wieder lecker. Ich habe das Gemüse tief gefroren gekauft, da waren auch gleich Möhren drin. Da meine Tochter gerne Mais mag, kam der auch noch rein. Am ersten Tag mit Baguette, am zweiten Tag gab es Reis dazu.
    Prima Idee – besonders weil man viel mehr Sauce hat, als bei irgendwo einem Tütenzauber.

    • Danja 30. Juni 2015 at 18:18 #

      Hallo Dagmar,

      stimmt, mit einem fertigen Gemüsemix kann man einiges an Zeit sparen. gerade Blumenkohl und Brokkoli finde ich Tk auch echt gut- Möhren hingegen mag ich nach dem Auftauen meist in der KOnsistenz nicht mehr so, aber das ist ja Geschmackssache. Auf jeden fall is de Soße super-universell und man kann fast jedes gemüse mit einbauen, das gerade weg muss .-) Kohlrabi passt auch super!

      Grüssli,
      Danja

  7. Phil 17. August 2015 at 13:53 #

    Super lecker! Alles wunderbar geklappt, aber das bin ich eigentlich eh von deiner Seite gewohnt!
    Mit Spätzle schon ein wunderbar einfaches Mittagessen!

    Grüße, Phil

    • Phil 17. August 2015 at 13:54 #

      und dass war leider zum falschen Rezept o.O
      eigentlich gehört das zu der Champignon-Rahmsauce 😉

      lg

      • Danja 18. August 2015 at 08:29 #

        Hey Phil,

        macht ja nix…*lach*…ich freue mich trotzdem, dass Dir die Champignons geschmeckt haben! :-)

        Liebe Grüße & Danke für die Blumen,
        Danja

  8. Flora 17. August 2016 at 17:32 #

    An sich bin ich es gewohnt, frisch zu kochen. Im Kindergarten und im Hort bekam meine Tochter mit Fix-Gerichten gewürzte Speisen. Deswegen griff auch ich zu Fix-Tüten. Damit ließ sich überbackenes Gemüse bestens “verkaufen”. Inzwischen ist die Kleene 28 Jahre alt und reagiert auf alle künstlichen Aromastoffe mit Migräne, selbst auf solche, die Früchtetees zugefügt werden. Nach Meinung ihrer Freunde und Freundinnen kocht sie excellent. Sie behauptet ihnen gegenüber, das Kochen habe sie nur bei mir gelernt. Dabei bin ich keine Köchin von Beruf.

    Kochen aus frischen Zutaten ist wirklich nicht zeitaufwändig und schmeckt einfach wesentlich besser.

  9. Girta 18. Januar 2018 at 16:32 #

    Mein absolutes Lieblingsrezept,
    am liebsten mache ich es nur mit TK-Brokkoli und ich könnte es jeden Tag essen

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