Fruchtig-leichter Beeren-Cheesecake

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Auch wenn die meisten gerade noch total motiviert an ihrer Frühlings-Figur arbeiten (oder sind eure guten Vorsätze schon dahin?), ab und an muss etwas Süßes einfach sein. Bei uns ist Sonntag der klassische Kuchen-Tag :-). Da wird nämlich spät gefrühstückt, das Mittagesse fällt aus und dafür gibt’s nachmittags eine kleine Nascherei.

Dieses Beeren-Cheesecake-Rezept hatte ich mir ursprünglich mal zur Verwertung übrig gebliebener TK-Brombeeren rausgesucht. Mitlerweile hab ich aber herausgefunden, dass mir Brombeeren im Joghurt einfach super schmecken (mit griechischem Joghurt und etwas Honig…ein Gedicht!), so dass ich ihn stattdessen mit Himbeeren und gemischten Beeren zubereitet habe. Das Ergebnis hat uns beide zu Hause absolut begeistert, dieser Fruchtbomben-Käsekuchen gehört ab sofort auf jeden Fall ins feste Repertoire.

Der Käsekuchen wird zunächst ganz normal gebacken, die Fruchtschicht kommt nach dem Erkalten darauf und wird mit Gelatine gebunden. Vegetarier können natürlich auch jedes pflanzliche Bindemittel nehmen (wie Agartine), aber da kenne ich mich mit den genauen Dosierungen nicht so gut aus.

Das Rezept ist für eine 18-20 cm Form, das ist für unseren kleinen Haushalt eine perfekte Größe. man kann aber einfach alles verdoppeln und den Kuchen dann in einer 26er oder 28er Springform backen.

Zutaten für eine 18-20 cm Form:

500 g Quark (Fettstufe nach Geschmack, ich nehme 10%igen)
2 Eier Größe L
1 Tütchen Vanillezucker
70 g Zucker oder entsprechende Menge Süßstoff*
60 g Butter (weich/zimmerwarm, Joghurtbutter funktioniert auch)
1 Prise Salz
3 gehäufte EL Grieß (Weichweizen)
1 Zitrone
3 EL Sahne oder Milch
300-400 g TK-Beeren
6 Blätter Gelatine

* flüssiger Süßstoff bring kein Volumen für den Kuchen mit. Es gibt aber Süßstoffe (zB von Nevella) die sich “verhalten” wie zucker und auch etwa das gleiche Volumen haben. Wenn jemand mit Süßstoff arbeiten möchte, dann würde ich so einen empfehlen.

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit einem Handrührer richtig schön steif schlagen, so dass man einen Schnitt sehen kann.

2. Eigelbe,  Zucker, Vanillezucker, Butter und Salz ca. 2 Minuten mit dem Handrührer schaumig schlagen.

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3. Von der Zitrone die Schale fein abreiben. Dann den Saft auspressen und beides zusammen mit dem Grieß, dem Quark und der Sahne in den Teig geben, nochmal kurz alles unterrühren. Das steife Eiweiß unterheben, ich rühre dazu erstmal 1/4 vom Eiweiß kräftig unter, dadurch wird der Teig locker. Den Rest hebe ich dann nur vorsichtig unter die Masse.

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4. Eine Springform 18 oder 20 cm unten mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen.

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5. Bei 180 Grad Ober/Unterhitze rund 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Der Kuchen geht (wie Käsekucen das so tun) stark auf und fällt danach auch wieder zusammen:

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6. In der Form abkühlen lassen. In der Zeit kann man schonmal die Fruchtschicht vorbereiten: Die Beeren tiefgekühlt in einen Topf geben und aufkochen lassen. Ich mache das bei 2/3 der Hitze, dauert etwas…aber es tritt genug Flüssigkeit aus, bitte kein Wasser zugeben. Einige Minuten köcheln lassen, so dass auch große Beeren innen nicht mehr gefroren sind. Dann pürieren (ggf kann man sich das sparen, oft zerfallen die Beeren einfach so).

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7. Die pürierte Beerenmasse durch ein Sieb geben um die Kerne loszuwerden.

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8. Die Gelatineblätter nach Packungsanweisung einweichen (i.d.R. 10 Minuten in kaltem Wasser). Danach ausdrücken und mit ganz wenig Wasser in einem kleinen Topf erwärmen, bis die Gelatine flüssig ist. Das geht auch in der Mikrowelle, da dauert es nur rund 10 Sekunden (wenn überhaupt), also aufpassen! :)

9. 3 EL des Beerenpürees (sollte nicht mehr heiß sein) zur flüssigen Gelatine geben und alles gut verrühren. Danach das Gemisch in die restliche Beerenmasse rühren. dabei müsst ihr sehr gründlich sein, damit sich die Gelatine gut verteilt. Kurz abschmecken – ist es euch zu sauer? Dann etwas Zucker unterrühren.

10. Das Beerenpüree auf den Käsekuchen geben. JETZT ist es sehr praktisch, dass Käsekuchen immer wetwas zusammen fallen, sonst wäre in der Form nämlich gar kein Platz.

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Ab in den Kühlschrank bis die Beerenschicht fest ist. Je nach Temperatur der Zutaten kann das bis zu 3 Stunden dauern. Mit einem Messer vorsichtig den Kuchen vom Rand lösen, dann den Springformrand entfernen.

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Enjoy! :-)

 


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7 Responses to Fruchtig-leichter Beeren-Cheesecake

  1. lisa 26. Januar 2016 at 16:58 #

    Hatte beim Zitronenkuchen vergessen, die Kerne vor dem Passieren rauszunehmen, schmeckte leicht bitter, aber nicht schlecht, werde ihn nochmal backen, könnte ein Lieblingskuchen werden.

    • Danja 27. Januar 2016 at 12:26 #

      Huhu Lisa,

      Ja, die Kerne sollte man rauspulen. ich finde, dass es auch MIT Kernen etwas bitter ist und mein Freund mag den Kuchen deshalb nicht…aber ich steh drauf 😉

      Freut mich, dass er Dir auch geschmeckt hat!

      Grüssli,
      Danja

  2. Coco 26. Januar 2016 at 17:01 #

    Hallo Dana,
    bei Agartine ersetzt 1 Päckcken 6 Blatt Gelantine bei Beeren.
    Allerdings muß Agartine mitgekocht werden, dafür wird beim erkalten die Masse bereits Steif.
    LG Coco

    • Danja 27. Januar 2016 at 12:25 #

      Hey Coco,

      vielen lieben Dank für die Ergänzung! ich hab es vor jahren mal für jemanden benutzt, aber längst vergessen, wie es geht. Die Info hilft sicher vielen bei der Planung weiter.

      Grüssli,
      Danja

  3. Mahée Ferlini 30. Januar 2016 at 05:13 #

    Diese Rezept sieht lecker aus, ich liebe Cheesecake!

  4. Dana 4. Februar 2016 at 12:33 #

    Hallo Danja,

    vielen Dank für das Rezept. Ich hatte keine Springform mit Durchmesser 20 cm. Habe stattdessen die doppelte Menge gemacht und in eine 28er Springform gefüllt. Hat super geklappt. Die Kollegen im Büro waren jedenfalls richtig begeistert von dem Kuchen.

    Viele Grüße,
    Dana

  5. Maria 6. Juli 2016 at 20:53 #

    Hab den BeerenKäsekuchen grad gemacht… bin mir nicht sicher ob er geglückt ist, das werd ich morgen erfahren 😉 Schöne Teller ich hab die in grau und lila 😀

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