Feigen & Schalotten in Balsamico-Rotwein-Soße (rosarotes Schweinefilet und Fenchelkartoffeln in der Nebenrolle)

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Huhu ihr Lieben,

diese Rezeptideen habe ich aus der aktuellen “Eat Smarter” gemopst, inkl der Beilage (Fenchelkartoffeln). Allerdings hab ich an einigen Ecken und Enden für meinen Geschmack angepasst und ich bin gespannt, ob euch meine Version dieses Gerichts auch so gut schmeckt! 🙂

Als wesentliche Anpassung habe ich Wildfond (Originalrezept) durch Rotwein ersetzt. Außerdem war dort Wildschweinfilet vorgesehen, aber ich wollte meinen allerersten Versuch nicht mit so teurem Fleisch machen- ich war mir nicht sicher, ob meine Rotwein-Änderung wirklich so gut schmeckt wie ich es im Kopf hatte. War aber traumhaft, beim nächsten Mal würde ich es also mit Filet vom Wildschwein, Lamm oder Reh versuchen.

Die Fenchelkartoffeln bekommen durch Zitrone noch eine besondere Note. Selbst mein Freund (der eigentlich Fenchel nicht so sehr mag) fand es superlecker.

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Zutaten für 2 Portionen:

Für Fleisch & Soße:

1 kleines Schweinefilet (etwa 400 g)
5  Schalotten
3 Feigen
ca. 150 ml Rotwein (darf gerne auch ein halbtrockener sein, auf keinen Fall ein Barrique-Wein)
ca. 8 EL Balsamico, süßen*
1 gestrichener EL Majoran, frisch oder getrocknet
10 Wachholderbeeren
etwas Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
50 ml kräftige Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

Für die Kartoffeln:

500 g Kartoffeln, eher kleine
2 Esslöffel Fenchelsamen
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
1 Zitrone (abgeriebene Schale + Saft)
50 ml kräftige Gemüsebrühe

*Bitte nicht die extrem dickflüssige Balsamico-Creme nehmen, mit der man nette Muster auf Tellerränder malen kann. Am besten ist ei alter, süßer Balsamico ohne sonstige Zusätze. Alternativ kann man auch 6 EL einfachen dunklen Balsamico nehmen und mit 2 EL der Balsamico-Creme vermischen.

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kartoffeln (ich habe hier rote genommen) halbieren.

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2. Die Fenchelsamen mit einem Mörser zerstoßen oder (das ist nämlich sehr anstrengend) mit einem Zerkleinerer-Gerät eurer Wahl grob hacken ;-).  Die Zitronenschale abreiben und zuammen mit dem Fenchel, dem Öl und einer guten Portion Salz und Pfeffer mit den Kartoffeln verrühren.

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3. Die Kartoffeln nun in eine große Auflaufform geben (sie sollten nebeneinander Platz haben) oder auf ein tiefes Backblech (dieses dann mit Backpapier auslegen). Nun die Brühe und den Saft einer halben Zitrone verrühren und beides gleichmäßig über die Kartoffeln geben.

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4. Jetzt die Kartoffeln etwa 1 Stunde im Ofen auf mittlerer Schiene garen, dabei einige Male wenden/durchrühren. Ruhig zwischendurch auch mal ganz kurz die Klappe öffnen, damit der feuchte Dampf hinaus kann.

5. Nun  kümmert ihr euch in Ruhe um das Fleisch: Kurz abspülen, trockentupfen und dann quer halbieren, so bekommt jeder ein halbes Filet “am Stück gebraten”.  Jetzt mit Salz und Pfeffer würzen.

6. Wenn die Kartoffeln 30 Minuten im Ofen waren, das Filet in heißem Fett vo allen Seiten kurz anbraten. Dann herausnehmen, auf einen Teller oder in eine andere Form geben und auf ein 2. Blech oder einen Rost unter die Kartoffeln schieben. Dort darf es bleiben, bis die Kartoffeln fertig sind.  Die Filet-Pfanne noch nicht abspülen, die brauchen wir noch!

7. Wenn das Filet im Ofen ist, die Schalotten schälen und längs halbieren, größere Exemplare vierteln. Die Feigen ebenfalls vierteln. Die Wachholderbeeren mit einem  breiten Messerrücken zerdrücken:

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8. 10 Minuten, bevor die Kartoffeln fertig sind, etwas Öl in die Pfanne vom Filet hinzugeben und die Schalotten 2 Minuten von allen Seiten bräunen. Dann die Wachholderbeeren hinzugeben, 1 Minute mitbraten.

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9. Jetzt mit dem Rotwein ablöschen, den Majoran zugeben und unter gelegentlichem Rühren 3 Minuten einköcheln lassen.

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Den Balsamico und die Brühe hinzugeben, 2-3 weiterköcheln lassen. Jetzt erst die Feigen hinzugeben, sie zerfallen sonst. Bei geringer Hitze nochmal 2 Minuten schmoren lassen.  Sollte die Flüssigkeit zu dick einkochen, einfach etwas Rotwein zugeben :-). Das hängt immer auch mit der Konsistenz des süßen Balsaicos zusammen, da gibt es dickflüssigen und weniger dickflüssigen.

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10. Das Fleisch herausnehmen und in Alufolie etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln herausnehmen und mit Salz und Pfeffer ggf. abschmecken. Gleiches gilt für die Rotweinsoße. Nun Kartoffeln und Feigen-Schalotten-Mix auf dem Teller anrichten, das Fleisch aus der Folie nehmen und mit dem Rest servieren.

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Natürlich müssen nicht zwingend die Fenchelkartoffeln dazu gereicht werden- es hätte auch mit einem einfachen Baguette gut geschmeckt oder mit Salzkartoffeln. Ich fand aber, dass sich die Aromen wirklich prima ergänzt haben, Applaus für die “Eat Smarter” für diese tolle Idee!

5 Kommentare

  1. Oh ja, das klingt nach einer gelungenen Sache. Richtig reizen tun mich die Fenchelkartoffeln. Schmecken die ein bisschen hintergründig nach Fenchel oder richtig ordentlich?

    Gruss,
    Jens

    • Huhu Jens,

      sorry für meine späte Antwort, die Software hatte Dich versehentlich als Spam aussortiert…*lach*. ich finde, sie schmecken eher würzig und nur ein wenig nach Fenchel, nicht nach Fenchel-Holzhammer 🙂

      Grüssli,
      Danja

      • Dann klingt das, als ob ich da mal ran muss.
        Wie als Spam aussortiert? Das ist ja ein Ding … Jetzt fühle ich mich von der Software aber persönlich gemobbt 🙁

        Gruss,
        Jens

        • Keine Sorge, ich hole deine Beiträge liebevoll “auf die richtige Seite” zurück. Außerdem scheint die Blog-Software gelernt zu haben, hehe…dieser Beitrag landete direkt dort, wo er hingehört 🙂

  2. Liebe Danja,
    Ich habe gestern für eine Beilage für mein Fenchelgratin mal wieder deine Rezepte durchstöbert und bin dabei auf diese Fenchelkartoffeln gestoßen. Und ich muss sagen, die sind der Hammer!
    Vielen lieben Dank für diese gelungene Kombination aus Kartoffeln und Fenchelsamen!
    Liebe Grüße
    Julchen

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