Ziegen-Cheesecake mit Rosmarin und Kirschtomaten

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4 Jahre ist es nun her, dass ich dieses leckere Gericht auf dem Geburtstagsbrunch einer Arbeitskollegin gegessen habe. Direkt danach machte sie mir eine Kopie des Rezepts (das stammte ursprünglich aus der “Brigitte”) und seitdem wartete ich auf eine Gelegenheit, es nochmal selbst auszuprobieren.  Aber immer wieder war entweder kein passender Moment da oder aber ich hatte das Rezept irgendwo verlegt. Letztes Wochenende bekam ich Besuch aus meiner alten Heimat und machte Nägel mit Köpfen- oder eben Cheesecake mit Ziegenkäse :-).

Um die erste Verwirrung zu nehmen. Es handelt ich natürlich nicht um einen süßen Kuchen, sondern um eine Art Quiche. Da allerdings die Masse in der Mitte ohne Zwiebeln, Gemüse oder Fleisch auskommt, fand ich die Bezeichnung “Cheesecake” schon ganz passend. Er schmeckt warm (bitte nicht kochend heiß versuchen-  und kalt, als Abendessen oder als Snack zwischendurch. Sicher kann man die Masse auch gut als kleine Mini-Quiches zubereiten, ein leckeres Fingerfood….

Zutaten für eine Springform (etw 26 cm):

Teig:
200 g Mehl
100 g kalte Butter*
1 Eigelb
1 TL Salz
1 EL kaltes Wasser

Füllung:
250 g Ziegenkäse (keinen Frischkäse, Käse am Stück den man reiben kann. Gibt es sogar bei Aldi!)
100 ml Sahne*
3 Eier
3 Zweige Rosmarin
50 g Weichweizengrieß (das ist der für Grießbrei, nicht der für Nudeln)
500 g Magerquark
Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer
300 g Cherry-Strauchtomaten
etwas Honig (wer mag, schmeckt lecker dazu!)

*Ich habe Joghurtbutter genommen, die hat 20% weniger Fett. Man könnte auch Halbfettbutter (=50% weniger Fett) nehmen, dann wird der Boden aber leicht gummiartig. Außerdem habe ich die Sahne durch kalorienarme Soja-Kochcreme mit 5% Fett ersetzt.

Zubereitung:

1. Alle Zutaten für den Teig miteinander verkneten, am besten geht das mit den Händen. Der Teig sollte sich anfühlen wie Plätzchenteig :-). Dann in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten kühlen, länger ist kein Problem.

2. In der Zeit kann man prima die Füllung vorbereiten: Den Käse reiben, den Rosmarin hacken. Nun alle Zutaten für die Füllung (Tomaten ausgenommen) verrühren. Das geht super mit einem Löffel, man benötigt keinen Mixer. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer kräftig abschmecken.

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Hab ich euch schon gesagt, dass ich meine neue Arbeitsplatte verknallt bin? Hachja…

3. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den Boden Springform mit Backpapier auslegen. Den  Teigklumpen so groß ausrollen, dass es für die Form und einen kleinen Rand reicht. Dann den Teig hineingeben, am besten legt man ihn dazu über das Nudelholz und lässt ihn dann in die Form gleiten.

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Ja- rund ausgerollter Teig ist nicht unbedingt meine Stärke…*lach*. Macht aber nichts, das sieht hinterher keiner!

4. Die Füllung hineingeben, die Tomaten auf der Füllung verteilen. Nun alles in den Ofen und 45-50 Minuten backen. Ähnlich wie süßer Cheesecake bräunt er leicht von oben und geht etwas auf.

5. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen- kochend heiß schmeckt er nicht so gut wie lauwarm und zerfällt auch leichter. Nach 15 Minuten kann man ihn super schon in Stücke schneiden.

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Fertig! Bei uns gab es dazu Salat und Knusperbrötchen, außerdem schmeckt es super, wenn man etwas Honig über die Stücke träufelt. Wie andere Quiche-Rezepte kann man auch dieses am nächsten Tag gut erwärmen.

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Auch im Originalrezept war Salat dabei, ein ganz ähnlicher wie meiner. Ich kaufe auf dem Markt einen bunten Wildkräuter-Salat (einfacher Pflücksalat tut’s auch) und gebe noch zusätzlich Petersilie, Estragon und Basilikumblätter frisch dazu.  Mein Dressing für 3-4 Personen:

3 EL Olivenöl
4 EL Apfelessig
1 EL süßen Senf
1 EL Honig
Salz, Pfeffer

–> alles schütteln, fertig!


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10 Responses to Ziegen-Cheesecake mit Rosmarin und Kirschtomaten

  1. daeny 28. März 2015 at 08:33 #

    Oh wie lecker! Werde ich unbedingt nachkochen!
    Aber ich finde die Brötchen nirgends bei dir. Kannst du die vllt auch noch verlinken? Danke!!!

    Daeny

    • Danja 29. März 2015 at 21:34 #

      Huhu Daeny,

      Da muss ich Dich enttäuschen- die sind vom französischen Bäcker bei mir auf dem Markt :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  2. Kathi 29. März 2015 at 23:00 #

    Dieser “Kuchen” hat sofort unser Interesse geweckt, so dass wir das Rezept gleich gestern umgesetzt haben.
    Deine Anleitung war wieder 1 zu 1 umsetzbar, das Ergebnis glich somit auch deinem Bild.

    Hat uns auch sehr gut geschmeckt und der Tipp mit 15 min warten und abkühlen lassen, war Gold wert!

    Und wieder mal 6 Daumen hoch von deinen 3 Nachkochern.

    Liebe Grüße

    Hans, Daniel und Kathi

    • Danja 31. März 2015 at 13:55 #

      Huhu Kathi,
      super…es ist schön zu hören, dass die Anleitung und das Rezept gut gepasst haben. Liebe Grüße aus Köln an alle 3 Nachkocher,
      Danja

  3. Andrea 30. März 2015 at 11:01 #

    Hallo Danja,
    sehr tolles Rezept.
    Meinst du es geht das man die Quiche 2 Tage im voraus vorbereitet und zum servieren nochmal erwärmt?

    • Danja 31. März 2015 at 13:54 #

      Huhu Andrea,

      Grundsätzlich geht das, uns schmeckt sie auch die nächsten 2 Tage gut. Natürlich wird der teig dadurch aber etwas weicher. Wenn man diesen Abstrich in Kauf nimmt, ist es kein Problem.

      Grüssli,
      Danja

  4. Andrea 3. April 2015 at 12:39 #

    Hallo Danja, das sieht wieder sehr lecker aus- aber ich mag keinen Ziegenkäse- geht das auch mit ganz normalem Kuhmilchreibekäse, oder verändert das dann die Konsistenz?
    Viele Grüße und frohe Ostern!

  5. Kristina 6. April 2015 at 11:24 #

    Hallo Danja, das Rezept ist – wie immer bei Dir – toll!! Kam super an beim Osterbrunch, Danke! LG und noch schöne Ostern!

    • Danja 8. April 2015 at 09:05 #

      Hey Kristina,

      vielen lieben Dank für Dein feedback, ich freue mich sehr, dass es euch geschmeckt hat und ich euren Osterbrunch bereichern konnte :-)
      Liebe Grüße aus Köln,
      Danja

  6. Angie 12. Februar 2016 at 20:12 #

    Sehr tolles Rezept ! Vielen Dank! Geschmack Weiter zu empfehlen mach weiter so

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