Traditionelle Karamellkringel

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Diese Kringel schmecken ein wenig wie “aus Omas Küche”…und außerdem nach Lebkuchen, Karamell und ganz viel  Sofa-Kuscheldecke :-)

Als Backtriebmittel wird Hirschhornsalz verwendet, das ist ein sehr altes Mittel um Gebäck zu lockern. Man nutzt es eigentlich ausschließlich für flaches Gebäck, ein Kuchen würde damit nicht genug aufgehen. Früher wurde es tatsächlich mal aus dem abgeriebenen Horn von Hirschen hergestellt…*grins*…aber das düfte vorbei sein. Ich habe es ganz normal im Rewe bekommen, bei den anderen Backgewürzen.

Achtung: Hirschhornsalz riecht etwas nach Ammoniak…wer sich schonmal die Haare gefärbt hat, wird den Geruch kennen. Lasst euch davon nicht verunsichern, auch wenn beim Backen die Küche kurzzeitig danach riecht, das verfliegt und bleibt auch keinesfalls im Gebäck. Wer keine Lust auf dieses Experiment hat, verwendet stattdessen normales Backpulver (dann aber nur 1 TL).

Die Kringel können natürlich auch in jeder anderen Form gebacken werden, aber ich fand sie so sehr schön. Wir haben sie mit einem Linzer Ausstecher gemacht, aber man kann natürlich auch einen großen und einen kleinen Kreis nehmen. Die Plätzchen gehen etwas auf, deshalb habe ich den Innenkreis vom Linzer Ausstecher mit einem Stäbchen noch vorsichtig etwas erweitert, damit das Loch auch nach dem Backen noch vorhanden ist.

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Zutaten für rund 40 Stück:

250 g Mehl (550er)
100 g Zucker
2 EL Karamellsirup
150 g Margarine oder weiche Butter
1 gestr. TL Hirschhornsalz
1,5 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz

Zum Bestreuen:
100 g brauner Zucker*
1 Eigelb

* Im Originalrezept in einer Weihnachtsbackzeitung wurde Hagelzucker empfohlen, den fand ich aber zu groß für meine Kringel, den braunen Zucker fand ich besser.

Zubereitung:

1. Den Zucker, Sirup, Margarine und Salz in eine Schüssel geben und 2-3 Minuten schaumig aufschlagen.

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2. Das Mehl, Hirschhornsalz und Lebkuchengewürz unterrühren und alles verkneten (das mache ich erst mit einem Löffel und dann mit den Händen). Den Teig dann zu einem flachen Fladen formen und etwa eine Stunde lang in den Kühlschrank geben (länger – auch über Nacht- ist kein Problem).

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3. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, rund 4-5 mm dick. Ich nehme statt Mehl Bäckerstärke, die ist feiner und der Teig bleibt geschmeidiger – Mehl geht aber natürlich auch.

4. Kringel ausstechen – siehe Einleitung, da habe ich etwas zum verwendeten Ausstecher gesagt.

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5. Das Eigelb etwas verquirlen und dann auf den Kringeln verstreichen. Dann mit dem braunen Zucker bestreuen und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 8 Minuten backen. Herausnehmen und mit dem Backpapier vom Blech ziehen, auskühlen lassen.

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Nicht versuchen, unbedingt alle Kringel auf ein Blech zu quetschen, dann kleben sie zusammen. Es werden etwa 1,5 Bleche.

Fertig :-)

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2 Responses to Traditionelle Karamellkringel

  1. Alina 11. Dezember 2015 at 18:14 #

    Das klingt ja lecker! Die werde ich auch mal ausprobieren… Danke für dieses Rezept und deine aufschlussreichen Erklärungen, die du immer gibst! Ich finde es total spannend, dass du auch mal so “besondere” bzw. altbewährte Dinge wie das Hirschhornsalz benutzt und uns an deinem Wissen teilhaben lässt :)

  2. Mahée Ferlini 1. Januar 2016 at 00:26 #

    Perfekt zum Geschenksgeben!

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