Rosa Beerentraum-Torte (dauert ein wenig, ist aber nicht schwierig und eeecht lecker!)

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Ihr Lieben, ich bin diese Woche schon wieder ein Jahr älter geworden. Und wie redet der typische Foodblogger sich das schön? Ganz klar, mit ausführlichen Koch- und Backorgien :-). Die neue Küche ist zwar immer noch nicht ganz fertig, aber die Öfen funktionieren schon. Was braucht man mehr? Da mein Geburtstag praktischer Weise an einem Montag lag, konnte ich am Sonntag ganz in Ruhe rühren, streichen, abschmecken, wieder Rühren und dekorieren. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen finde ich…und den Kollegen hat es auch geschmeckt!

Da nun die Ostertage anstehen und ich mir gut vorstellen kann, dass diese Torte auch hervorragend auf einen Oster-Kaffeetisch passt, wollte ich sie euch unbedingt noch zeigen bevor ich mich in ein paar Tage Osterurlaub in England verabschiede. Die Anleitung liest sich erstmal ziiiemlich langwierig und tatsächlich dauert es ein bisschen, bis alles fertig ist, weil zwischendurch immer mal wieder Kühlzeiten dazu kommen. Aber die einzelnen Schritte sind wirklich leicht, der aha-Effekt dafür viiiiel größer!

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Die Torte besteht aus einem Mürbeteigboden, Bisquit und zweierlei Cremes. Die aufgewickelte Form der Torte sorgt natürlich für den wow-Effekt beim Anschneiden, aber wer darauf keine Lust hat, der kann auch einfach 2 Bisquitböden backen und die Cremes ganz normal schichten.

Das Original ist von Chefkoch (ein Rezept von der wunderbaren Alina), ich habe aber ein paar Mengen und Abläufe angepasst. Insgesamt benötigt man etwa 1,5 Stunden Arbeitszeit, aber verteilt auf mehrere Stunden wegen der Kühlzeiten.

Zutaten für eine Torte, 24 cm: (da kommt ja noch die Cremeschicht außen hinzu):

Für den Boden:
75 g Butter
150 g Mehl
eine Prise Salz
2 EL Zucker
1 EL Öl
1 EL Wasser

Für den Bisquit:
5 Eier
5 EL heißes Wasser
175 g Zucker
150 g Mehl
1 Prise Salz
25 g Speisestärke

Für die weiße Creme:
1 kleine Packung Quark mit 20% oder 40 % Fett
250 g Mascarpone (1 kleiner Becher)
3 EL Puderzucker
400 g Sahne (2 Becher)

Für die rosa Creme:
125 ml passierte Beeren (von den unten aufgelisteten, keine extra-Beeren)
150 g Beerenjoghurt
4 Blätter Gelatine
200 ml Sahne

Und sonst noch:
4 EL Beerenmarmelade (ich habe Himbeer-Erdbeer genommen)
300 g TK-Beeren
Frische Beeren nach Belieben und Verfügbarkeit
100 g dunkle Schokolade, etwas weiße Schokolade
etwas Zucker zum Stürzen des Bisquitteigs
einen verstellbaren Tortenring

Zubereitung:

1. Wir starten mit dem Mürbeteig: Alle aufgelisteten Zutaten mit den Händen schnell zu einem Teig verkneten. Der Zusatz “schnell” steht dabei, weil sonst die Butter warm wird und der Teig zu weich.

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2. Dann den Teig in eine 24 cm- Springform drücken (nur den Boden, keinen Rand hochziehen) und so erst mal 30 Minuten kalt stellen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

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3. Den Boden 10-12 Minuten backen, er sollte nur ganz leicht bräunen. Herausnehmen und in der Form abkühlen lassen. Während der Boden backt, könnt ihr den Bisquit vorbereiten, der kann dann direkt nach dem Boden gebacken werden.

4. Die den Bisquit die Eier mit dem heißen Wasser und dem Salz schaumig aufschlagen. Weiterrühren, dabei langsam den Zucker einrieseln lassen, die Masse wird dabei dick und cremig.

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5. Nun Mehl mit Speisestärke vermischen und auf die Eiermasse sieben. Dann mit einem Löffel vorsichtig unterheben (nicht mit der Küchenmaschine).

6. Die Masse auf ein Backblech mit Backpapier streichen und im noch heißen Ofen (ebenfalls bei 180 Grad) knappe 15 Minuten backen.  In der Zwischenzeit ein Küchenhandtuch ausbreiten und mit etwas Zucker bestreuen. Sobald der Bisquit fertig ist, wird er herausgenommen und umgedreht auf den Zucker gelegt, so dass der Zucker unter dem Boden ist und der Boden noch vom Backpapier bedeckt wird. Abkühlen lassen.

7. Während Boden und Bisquit abkühlen, kümmern wir uns um die Creme und die Beeren für das Innenleben: Die Sahne für die weiße Creme steif schlagen. Die Mascarpone mit dem Quark und dem Zucker verrühren, das ist eine eher feste Angelegenheit. Bitte trotzdem einen Löffel verwenden, keinen Mixer, sonst wird die Masse sehr schnell zu weich.  Nun 1/4 der steif geschlagenen Sahne kräftig unterrühren (so wird die Masse etwas weicher) und dann den Rest der Sahne vorsichtig unterheben. Kalt stellen bis zur Verwendung.

8. Spätestens jetzt zieht ihr am besten eine Schütze an, denn in kurzer Zeit wird es in eurer Küche aussehen:

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Die TK-Beeren in einen Topf geben und aufkochen. Bei kleiner Hitze 2-3 Minuten köcheln lassen.

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Jetzt durch ein Sieb in einen Messbecher passieren bis 125 ml im Messberecher sind. Den Rest der Beerenmasse mit 3 gehäuften EL Beerenmarmelade verrühren, die abgemessenen 125 ml Beerenpüree erstmal kalt stellen.

9. Wenn der Bisquit abgekühlt ist, das Backpapier anziehen und mit der Mischung aus Beeren und Marmelade bestreichen. Den Mürbeteigboden mit dem verbleibenden Löffel Marmelade bestreichen.

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10. Die weiße Creme auch auf den Bisquit streichen, noch auf die Beerenschicht. Jetzt den Bisquit vorsichtig in 4-5 lange Streifen schneiden.

11. Den Mürbeteigboden aus der Form entfernen und auf einen großen, flachen Teller geben. Den ersten Streifen vom Bisquit vorsichtig aufrollen und in die Mitte stellen (das geht besser als man denkt, auch wenn die weiße Creme sehr weich ist…es macht auch gar nichts, wenn oben ein wenig von der Füllung herausquillt. Dann den zweiten Streifen an der Naht anlegen und weiter wie eine Schnecke wickeln und so auch mit den weiteren Streifen verfahren. Es kann sein, dass der Mürbeteigboden nicht ganz “voll” wird, das macht aber nichts.

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12. Einen Tortenring eng um die “Schnecke” legen, damit sie richtig rund wird. Den Überstehenden Rand vom Mürbeteigboden (bei mir etwa 1 cm) kann man durch Herunterdrücken des Tortenrings einfach abtrennen. In diesem Zustand kalt stellen, 1-2 Stunden genügen (über Nacht geht es aber auch, dann mit Folie abdecken).

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13. Kurz bevor ihr den Ring abnehmen wollt, die rosa Masse vorbereiten. Ich würde das nicht deutlich früher machen, weil die Masse nach und nach durch die Gelatine fester wird und das sollte besser an der Torte passieren als in einer Schüssel :-). Für die rosa Masse die Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Die eingeweichte Gelatine in wenigen EL Wasser auflösen, ich gebe sie dafür etwa 10 Sekunden in die Mikrowelle. Man kann sie aber auch in einem kleinen Topf bei kleiner Hitze kurz schmelzen.

14. 2 EL der abgemessenen 125 ml Beerenpüree mit der Gelatine verrühren, dann den Rest der Beerenmasse damit mischen. Jetzt erst den Beerenjoghurt unterrühren alles kurz kalt stellen, bis die Masse nach 5-10 Minuten beginnt zu gelieren. Danach die Sahne steif schlagen und unterheben. Wenn die Masse jetzt noch etwas zu weich ist um sie zu verstreichen, kurz kalt stellen.

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Links: Sahne, rechts: Beerenpüree mit Joghurt und Gelatine

15. Den Tortenring entfernen.

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Die Torte rundum mit der rosa Masse einstreichen. Wenn man das sehr gerade und akurat machen möchte, geht das am besten mit einer Palette, ansonsten tut es auch die Rückseite eines großen Messers. Danach kalt stellen, damit die Creme etwas fest werden kann, bevor wir dekorieren.

16. Für die Schoko-Deko (kann man auch weglassen) die dunkle Schokolade schmelzen. Dann auf Backpapier, Alufolie oder einer Silikonmasse ausstreichen (nicht zu dünn). Dann die weiße Schokolade schmelzen und einige Spritzer darauf verteilen. In diesem Zustand fest werden lassen, dann in grobe Stücke brechen.

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17. Zusammen mit den Beeren auf der Torte verteilen. Ich habe die Beeren wie einen kleinen Haufen in der Mitte der Torte verteilt, dann einige große Schokoladenstücke dazwischen gesteckt und den Rest außen an der Torte befestigt.

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Fertig!

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Natürlich seid ihr bei der Deko total flexibel…ihr könnt auch Sahnedeko aufspritzen, Mandelblättchen oder Schokostreusel…*mjamjam*.


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4 Responses to Rosa Beerentraum-Torte (dauert ein wenig, ist aber nicht schwierig und eeecht lecker!)

  1. Isabell 7. April 2015 at 16:06 #

    Hallo,

    ich würde dich gerne zu unserem neuen Blogevent mit dem Motto „meine Inspirationen“ einladen. Die Idee hinter diesem Event ist es, dass ihr einen Blog vorstellt, welcher euch inspiriert und euren Lesern erzählt, warum euch dieser Blog begeistert. Außerdem geht es darum, ein größeres Netzwerk untereinander zu kreieren und den Blog, welcher einen besonders inspiriert, mit ein paar netten Worten zu loben.
    Alle Infos zu dem Event findest du hier: http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/295

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch mitmachen würdest.

    Liebe Grüße
    Isabell

  2. Theresa 5. Mai 2015 at 19:36 #

    also bei dir ist die so schön regelmäßig geworden, bei mir ist sie trotz engen tortenring ein unförmiges etwas geworden :D. mein mürbteig ist mir leider unter den fingern weggebröselt, aber ich hab ihn wie eine pie-kruste druntergekrümelt, hat auch gepasst. Geschmacklich war sie wirklich top, total köstlich, und so schön cremig.
    liebe grüße, theresa

    • Danja 6. Mai 2015 at 09:08 #

      Hallo Theresa,

      vielen Dank, es freut mich sehr, dass Dir der Kuchen geschmackt hat. Ich frage mich, was wohl schiefgegangen ist, so dass die Torte unförmig wurde? Ist die Cremefüllung herausgelaufen? Oder ist die Torte auseinander gegangen, nachdem Du den Ring abgemacht hat?

      Man könnte – wenn man sich den Stress mit dem Aufwickeln nicht machen würde- auch mehrere Biscuitböden backen und die Cremes dazwischen schichten.

      Liebe Grüße,
      Danja

  3. Martina 21. Juli 2016 at 10:11 #

    Also ich muss sagen, einfach der Hammer diese Torte. Hab sie gestern noch fertiggebacken für meine Mama zum heutigen Geburtstag! Sie war begeistert – hat einfach toll ausgeschaut und nach der Geschmacksprobe total überzeugt!!! Werd ich sicher wieder backen!!! Echt ein toller Hingucker und eigentlich sehr einfach zu machen!! Hat alles wunderbar geklappt!! Danke für das tolle Rezept!!! :) Liebe Grüße Martina

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