Monsterparty! (Monstertorte mit Cakepop-Augen)

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Mit dem Siebten sieht man besser- oder so?

Dieses niedliche Monster habe ich für einen Kollegen zum Abschied gemacht- quasi das “we will be watching you”-Monster ;-). Da er ein offizielles Abschiedstreffen geplant hatte, hab ich ihn natürlich gefragt, was er sich denn als Füllung für den Kuchen wünscht…aber von der geplanten Form habe cih vorher nichts verraten :-). Er wünschte sich eine Schokoladenfüllung, die habe ich allerdings wegen des heißen Wetters noch um Kirschen ergänzt…uns hat das Monster hinterher sehr gut geschmeckt. Der O-Ton meines Chefs war übrigens: “Schmeckt gar nicht mächtig, eher ziemlich leicht”. Naja. der hatte ja auch die Zutatenliste nicht gelesen… hihi.

Übrigens ist so ein Monster ziemlich schnell hergestellt. Wer einen fertigen Wiener Boden (3-teiliger Bisquitboden, gibts in jedem größeren Supermarkt) nimmt oder den Boden schon vorher bei Gelegenheit backt (kann man auch gut einfrieren), muss “nur” 2 Stunden Zeit für die Torte einplanen. Achtung: die Ganache für die Schicht unter den Kokosraspeln wir am Vortag hergestellt, dauert aber nur 5 Minuten.

Zutaten für eine große Torte (reicht für 16 Stücke) + 7 Augen

Für den Körper:
Einen dunklen Wiener Boden (nach diesem Rezept hergestellt oder fertig gekauft)
4 Becher Sahne (je 200 g), 1/2 Becher bleibt übrig
120 g weiße Schokolade
160 g Zartbitterschokolade
100 g Schokoraspel
1 großes Glas Kirschen inkl. Saft
1 gehäuften EL Speisestärke
Blaue Lebensmittelfarbe für Schokolade*
100 g Kokosraspel
Einfache blaue Lebensmittelfarbe
1 Tütchen Sahnefest

Für die Augen:
7 große Cakepop-Rohlinge (Kugel + Stiel) nach Wunsch, zum Beispiel nach diesem oder diesem oder diesem Rezept hergestellt.
100 g weiße Glasur (z.B. weiße Vanilleglasur aus dem Rewe)
100 g blaue Candy Melts ODER weiße Glasur + blaue Farbe für Schokolade
Etwas schwarzen Fondant

* wenn man Schokolade einfärben möchte, muss die Lebensmittelfarbe auf Fettbasis hergestellt sein, nicht auf Wasserbasis. Wasser + flüssige Schokolade ergibt eine grisselige Masse, die nicht mehr zu gebrauchen ist.  Diese Farbe bekommt man leider nicht im Supermarkt, ich bestelle sie meistens hier in diesem holländischen Shop (4 Farben im Set).

Zubereitung:

1. Am Vortag 1 Becher Sahne heiß werden lassen. Wenn die Sahne aufkocht, vom Herd nehmen und die 120 g weiße Schokolade einrühren. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, abkühlen lassen und dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

2. Am Tag der Herstellung die Kokosraspel in eine Schüssel geben. Am besten ab jetzt Einweghandschuhe tragen ;-). Ich nehme diese Farbe, um die Kokosraspel blau einzufärben, die gibt es bei Edeka und bei Real zu kaufen:

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1/3 Tütchen in blau (in der Packung sind 6 Farben enthalten) mit 4 EL Wasser vermengen und diese knallblaue Flüssigkeit dann mit den Kokosraspeln gut verkneten. ggf. mehr oder weniger Farbe nehmen, je nach gewünschtem “Endresultat”.  Die Raspeln erstmal beiseite stellen.

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3. Die Kirschen mit der Hälfte des Safts (die andere Hälfte aufbewahren!) aus dem Glas in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Die Speisestärke mit 2 EL Wasser gut vermischen und in die heiße Kirschmasse geben. Gut umrühren und nochmal kurz aufkochen lassen, die Masse sollte nun sichtbar andicken. Falls nicht, den Vorgang wiederholen. Die Kirschmasse etwas abkühlen lassen.

4. Den ersten der 3 Bisquitbösen mit 1/3 des Kirschsafts beträufeln. Nun die angedickten Kirschen darauf verteilen und alles zusammen kalt werden lassen. Die nächste Schicht besteht nämlich hauptsächlich aus Sahne und sollte deshalb nicht auf heiße Kirschen gegeben werden.

5. In der Zwischenzeit 1 Becher Sahne mit 1 Tütchen Sahnefest steif schlagen. Die Schokoraspel unterrühren. Die Masse auf den ausgekühlten Kirsch-Boden geben und seitlich wie oben glattstreichen.

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6. Den 2. Boden auf die Sahne-Raspel-Masse legen und wieder mit 1/3 des Kirschsafts beträufeln.

7. 160 g Zartbitter-Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Sie sollte soeben noch flüssig sein, aber nicht heiß. 1,5 Becher Sahne (zusammen 300 g) steif schlagen. Dann die flüssige Schokolade einrühren.

8. Die Schokosahne auf dem 2. Boden verteilen und wiederum gut glatt streichen.

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Nun den letzten Bisquitboden auflegen und mit dem Rest vom Kirschsaft beträufeln.

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9. Die Mischung aus Sahne und weißer Schokolade vom Vortag mit dem Handrührer aufschlagen, dabei die gewünschte menhe farbe (für Schokolade geeignete Farbe!) zugeben. Da weiße Schokolade immer etwas gelblich ist, wird die Masse ein bisschen türkis- aber das macht nichts, sie ist ja nur dazu da, dass man nichts Braunes unter den Kokosraspeln sieht.

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10. Mit der aufgeschlagenen Creme nun rundherum die Torte einstreichen.

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11. Die Kokosraspel an allen Seiten auf die Torte drücken. Für diesen Schriff entfernt man im Umkreis von 1 m am besten alle gegenständen, denn das krümelt ziemlich 😉

12. Für die Augen werden die Cakepops nach Wahl zuerst mit weißer Glasur überzogen, hier sind die einzelnen Schritte dazu beschrieben. Die weiße Glasur muss nun komplett trocknen.

13. Die blauen Candy Melts (oder blau gefärbte weiße Schokolade) schmelzen und die Pops teilweise eintauchen, so dass sich etwa dieses Muster ergibt (leider ist das Bild nicht so schön- aber ich denke, man kann es trotzdem erkennen):

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14. Für die Pupillen wird der schwarze Fondant dünn ausgerollt und dann kleine Kreise ausgestochen. Ich nehme die Rückseite einer Spritztülle dafür, funktioniert super. Die Kreise auf der weißen Cakepop-Fläche mit etwas flüssiger Schokolade festkleben. Aus dem gleichen Fondant kann man noch schnell einen Mund formen und ebenfalls mit etwas Schokolade ankleben.

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15. Nun muss das Monster nur noch zusammengesetzt werden! Aber vorsicht: Durch das hohe Gewicht der Cakepops oben an der Kugel ist es keine so gute Idee, die Pops schon beim Transport in die Torte zu stecken. Wenn sie nämlich etwas schwanken, vergrößern sie die Löcher immer weiter und fallen irgendwann um. Also lieber getrennt voneinander transportieren!

Leider hatten die Augen dieses mal einen kleinen Unfall. Aufgrund der superhohen Temperaturen von über 30 Grad waren sie nicht gut genug geküglt und rutschten von den Stielen. Ich konnte das zwar reparieren, aber die Oberfläche der Augen oben ist dadurch uneben und nicht mehr so schön geworden. Also immer darauf achten, dass die Pops zwischen den einzelnen Schritten und danch der Herstellung gut gekühlt sind…dann steht einem schönen Monster nichts mehr im Weg :-)

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Und noch ein Tipp: ich nehme ausnahmsweise lange Schaschlikspieße für die Pops statt echte weiße Pop-Sticks. Die sind nämlich etwas länger und ich finde, das passt gut. Einige davon kürze ich dann später, so dass die Augen unterschiedlich weit aus der Torte herausragen.

Mein Kollege hat sich sehr gefreut und auch der Rest des Teams mochte die Torte sehr. Leider wurde so schnell zugegriffen, dass ich kein schönes Bild vom aufgeschnittenen Innenleben machen konnte – aber das könnt ihr euch anhand der Herstellungsbilder sicher auch vorstellen :-)

Viel Spaß beim “Nachmonstern”,

Danja


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7 Responses to Monsterparty! (Monstertorte mit Cakepop-Augen)

  1. nicole 25. Juli 2013 at 14:25 #

    Seit ich deinen Blog entdeckt habe,schau ich regelmäßig bei dir vorbei. Haben Schon ein paar deiner Rezepte ausprobiert un waren sehr begeistert. Die Monstertorte ist der Hammer!!!! Tolle Idee und Sie sieht wahnsinnig aus!! Was so toll aussieht und ja laut der Kollegen so leicht schmeckt hat sicher keine kalorien hihihi

  2. rahel 9. September 2014 at 17:45 #

    das ist so toll meine kleine schwester macht eine monsterparty
    ich bin rahel und mache für miriams party mit den 3 freundinen kakepops hast du vieleicht noch diese bunte schokolade und diese stäbchen übrig ?
    ich mach das ohne torte das geht leichter und wir haben nicht soooo viel zeit;)
    LG rahel 😀

    • Danja 10. September 2014 at 08:28 #

      Huhu Rahel,

      das finde ich ja super, dass Du so etwas Tolles für Deine kleine Schwester vorbereitest! :-)
      Natürlich helfe ich Dir gerne mit ein paar Materialien- das gehört sich doch so unter Nachbarn!
      Liebe Grüße,
      Danja

  3. Jenny 2. Dezember 2014 at 18:11 #

    Hallo :) …. Ich würde den Kuchen gerne für meinem Sohn zum 5 Geburtstag machen . Kann ich auch einen normalen schokokuchen als Innenleben Backen ?
    Sieht toll aus

    • Danja 4. Dezember 2014 at 09:52 #

      Huhu liebe Jenny,

      aber klar, Du kannst im Ürinzip jedes Innenleben hernehmen .-)
      Wichtig wäre nur, dass der kuchen hoch genug ist, sonst stimmen die Proportionen nicht mehr richtig.

      Liebe Grüße,
      Danja

  4. Alex 7. Mai 2015 at 18:40 #

    Hallihallo – ich habe diesen megacoolen Kuchen vor zwei Wochen für eine Freundin gebacken und er ist echt wundervoll! Deine Mengenangaben passen perfekt, alles ist toll beschrieben und der Geschmack ist wahnsinn – selbst ich mag ihn, obwohl ich eigentlich keinen Kuchen esse… 😀
    Richtig gut, ist in mein Kuchbuch gewandert! Danke!

    • Danja 11. Mai 2015 at 13:43 #

      Hey Alex,

      das ist ja toll… ich freue mich sehr, dass der Kuchen auch einen nicht-Kuchen-Esser überzeugen konnte :-)

      ganz liebe Grüße aus Köln,
      Danja

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