Kürbis-Gnocci mit Salbei-Kräuterbutter

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Okay, okay- fast alle Gnoccis, die ich in meinem Leben gegessen habe, waren hübscher als meine ersten eigenen. Aber hey- lecker waren sie trotzdem und deshalb empfehle ich sie ohne Scheu an euch weiter ;-). Leider gibt es von den Zwischenschritten nicht sooo viele Bilder, weil ich immer Mehl an den Fingern hatte, aber wer sich an die Anleitung hält, wird es sicher auch so gut nachkochen können!

Ein bisschen Arbeit ist es natürlich schon, die Gnoccis herzustellen. Aber ich hab gelesen, man kann die fertig geformten “Klößchen” (ich glaube, das ist in etwa die Übersetzung, oder? Italienfans vor!) auch einfrieren und so einfach ein paar mehr herstellen und für später aufbewahren.

Selbstverständlich würden die fertigen Gnoccis auch zuneiner anderen Soße passen, aber ich fand die Mischung aus Salbei, Oregano und Parmesan schon ziemlich gut!

Zutaten für 3 Portionen:

500 g mehligkochende Kartoffeln
500 g Kürbisfruchtfleisch, bevorzugt Hokkaido
250 g Mehl + reichlich Mehl zum bestäuben
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

80 g Butter
1 handvoll Salbeiblätter (10-15 dürfen es schon sein)
einige Zweige Oregano, frisch
geriebener  Parmesan (Menge nach Geschmack, hier etwa 30 g/Person)

Zubereitung:

1. Die Kartoffeln schälen und grob würfeln, das Kürbisfleisch ebenso würfeln (Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden). Beides in kochendem Salzwasser gar kochen, etwa 25 Minuten.

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2. Kartoffeln und Kürbis abgießen, in einem Siep gut abtropfen und etwas abkühlen lassen. Dann beides zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse geben.

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3. Kürbis-Kartoffel-Stampf mit den Eiern, Mehl und je einer guten Portion Salz, Pfeffer und Muskat verkneten. Achtung, das ist etwas klebrig! Diese Mischung etwa 30 Minuten stehen lassen.

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4. Nun kommt das zusätzliche Mehl zum Einsatz! Mit gut mehligen Fingern einzelne Portionen vom Teig abnehmen und zu flachen Röllchen formen, etwa 3 cm Durchmesser.Dabei sollte immer auch Mehl auf die Arbeitsfläche gegeben werden (oder aufs Schneidebrett) und auf die Röllchen selbst, damit nichts festklebt.

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5. Die Röllchen nun in kleine Stücke schneiden, ggf. nochmal mit Mehl bestäuben.

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6. Die Gnocci in sprudelnd kochendem Salzwasser portionsweise etwa 3 Minuten kochen. Wenn sie oben an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig. Dann mit einer Schaumkelle in ein Sieb geben und dort abtropfen lassen.

7. Wenn alle Gnoccis fertig sind, in einer großen Pfanne die Butter schmelzen. Dann die Salbeiblätter und den Oregano hinzugeben und quasi “frittieren”. Wenn sie nach 1-2 Minuten knusprig sind, herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Dabei sollte man darauf achten, dass möglichst viel Butter in der Pfanne bleibt- sie ist jetzt herrlich aromatisiert.

8. Die Gnocchis in der Butter schwenken und etwas anbraten, dann mit Salz und Pfeffer nochmal nachwürzen.

9. Die Gnoccis auf 3 Teller verteilen und mit geraspeltem Parmesan sowie den abgetropften, knusprigen Kräutern bestreuen. Fertig!

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Die Portionen sind optisch nicht unbedingt riesig, sättigen aber sehr!


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8 Responses to Kürbis-Gnocci mit Salbei-Kräuterbutter

  1. Alenx 18. September 2013 at 12:46 #

    Noch ein Kürbisrezept, juhu!
    Klingt wirklich sehr lecker! Das muss ich unbedingt mal ausprobieren!
    hach, wenn da nur nicht dieses leidige Kartoffel schälen und Hokkaido klein schneiden wäre^^

    Liebe Grüße :)

    • Danja 23. September 2013 at 12:56 #

      Huhu Alex,

      ja, da hast Du wohl Recht. Aber im Vergleich mit dem Risotto hält sich der Aufwand hier ja in Grenzen, es reichen ja ganz grobe Stücke :-)

      Grüssli,
      Danja

  2. Jens 19. September 2013 at 07:08 #

    Hm, sehr lecker. Ich habe vor Kurzem auch meinen ersten Gnocchi-Selbstversuch gehabt und muss sagen, dass ich die Variationsmöglichkeit den fertigen jetzt absolut vorziehen würde.
    Ich bin gespannt welche Varianten Du noch zauberst :-)
    Wie fandest Du Deine Gnocchis im Vergleich zu den fertigen aus dem Kühlregal?

    Gruss,
    Jens

    • Danja 23. September 2013 at 12:53 #

      Huhu,

      also ich fand meine zwar deutlich weniger attraktiv…*lach* aber einfach viel individueller und leckerer. Trotzdem will ich auf die “fertigen” nicht schimpfen- die selbstgemachten sind schon ne Menge Arbeit. Aber mein Vater startet grade einen Versuch, sie einzufrieren-. bin gespannt, wie gut das funktioniert! Ich will auf jeden Fall noch weitere Varianten testen- ich liebäugel grade mit einer Version mit Steckrüben oder anderem “wurzeligen” Gemüse, schließlich ist ja fast schoin Winter! 😉

      Grüssli,
      Danja

  3. Nadine 26. September 2013 at 15:04 #

    Hi Danja,

    wiedermal sehr sehr lecker. Nur was mich gewundert hatte, bei mir waren es 5 Große Portionen geworden, mit den gleichen Mengenangaben!?

    • Danja 26. September 2013 at 22:02 #

      Huhu,
      vielen Dank für Dein Feedback! Das mit den Portionen ist ja seltsam…das muss ich beim nächsten Mal nochmal überprüfen. Sind wir denn so verfressen? *lach* Danke auf jeden Fall für den Hinweis…wenn ich mich da tatsächlich so vertan habe (manchmal stelle ich die doppelte Menge von dem ein, was ich normalerweise koche, weil ich einige Rezepte immer nur für mich allein mache), werde ich beim nächsten Mal ja wahrscheinlich auch vor so einer Riesenmenge stehen ;). Wäre super, wenn sich vielleicht dazu nochmal der eine oder andere “Nachkocher” melden könnte… merci im Voraus!
      Liebe Grüße,
      Danja

  4. Sandra 2. Oktober 2013 at 06:27 #

    Hallo Danja,

    bei Dir sah das alles so schön und leicht aus…ich habe das Reezept gestern ausprobiert – sehr lecker!!! Aber das war soooo viel Arbeit – oder es liegt an meinen Kochkünsten – ich hab ewig in der Küche gestanden 😉
    Am Wochenende möchte ich dein schwedisches Hefegebäck ausprobieren…das sieht ja nun wirklich einfach aus 😉 Drück mir die Daumen, dass ich nicht so lange brauche 😉

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Danja 4. Oktober 2013 at 11:54 #

      Huhu Sandra,

      selbstgemachte Gnocci sind tatasächlich eine menge Arbeit. Die einzelnen Arbeitsschritte sind nicht schwer, aber es sind einfah sooo viele! Mein Freund und ich machen sowas oft zu zweit, dann geht es zumindest ein bisschen schneller und einer kann immer zwischendurch schonmal das Chaos wieder beseitigen :-)
      Es freut mich aber sehr, dass sie Dir geschmeckt haben. Die Zimtschnecken sind viel weniger Arbeit, versprochen 😉

      Grüssli,
      Danja

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