Kürbis-Curry mit schwarzen Bohnen und Datteln

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Hmmmm…lecker. Für mich gibt es ja kaum einen schöneren Duft in der Küche als wenn man Curry und andere Gewürze zusammen anröstet…das ist immer der Moment, in dem ich es kaum noch abwarten kann, dass das Essen endlich fertig ist.

Dieses Gericht ist eine Mischung aus einem Rezept von Frank Rosin & meinen eigenen Kreationen. Ich habe aus meinem Urlaub jede Menge Datteln mitgebracht und fand, das “Kichererbsen-Kürbis-Curry” von Rosin war super als Basis für ein paar Experimente damit :-).

Zudem hatte ich hier noch eine Packung schwarze Bohnen aus dem Weltladen, die auch dringend mal ausprobiert werden wollten….und daraus ist dieses echt leckere Rezept geworden. Es ist nicht schwierig zuzubereiten, man muss allerdings 2 Dinge beachten:

  • Schwarze Bohnen müssen über Nacht eingeweicht werden und dann am nächsten Tag noch 2 Stunden gekocht- schneller geht’s im Schnellkochtopf
  • Die Bohnen ziehen auch am Ende recht viel Wasser, so kann es passieren, dass euch das Curry zu fest gerät. In diesem Fall einfach etwas Flüssigkeit (zB Brühe, die kommt ohnehin ins Essen) nachgeben. Gleiches ist nötig, wenn ihr Reste am nächsten Tag nochmal erwärmt

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Geschmacklich gefallen mir die schwarzen Bohnen sehr- sie sind etwas “feiner” als die bekannten Kidneybohnen. Ich habe Couscous dazu gemacht, aber Reis würde sich natürlich ebenso eignen. Grundsätzlich ist aber nicht unbedingt eine Beilage notwendig, denn der Kürbis hat eine Konsistenz so ähnlich wie Kartoffeln. Wer das Gericht vegan zubereiten möchte, ersetzt Sahne/Creme Fraîche durch Kokosmilch oder ein Sojaprodukt. Ich habe in dieser Version ebenfalls leichte Sojasahne verwendet um Kalorien zu sparen- hat prima geschmeckt.

Zutaten für 3-4 Portionen:

1 Butternutkürbis (etwa 1 Kilo ungeschält)
2 Möhren
1-2 Zwiebeln
100 g getrocknete Datteln (75 g, wenn man schon fertig entsteinte Datteln kauft)
200 g schwarze Bohnen, über Nacht eingeweicht
1 Zimtstange (+ etwas Zimtpulver, wer mag)
1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß
1 Lorbeerblatt
2-3 TL Currypulver
1 TL brauner Zucker
200 ml kräftige Gemüsebrühe, ruhig etwas mehr “in petto” haben (siehe oben)
150 ml Sahne oder leichte Kochsahne
100 g Creme Fraîche
1 Handvoll Korianderblätter
etwas Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung:

1. Die Bohnen in reichlich Wasser aufkochen und bei mittlerer Hitze rund 2 Stunden kochen lassen. Etwa 30 Minuten vor Ende der Kochzeit macht es Sinn, mit den anderen Sachen weiterzumachen. Man kann die Bohnen aber auch kochen, abspülen und später/am nächsten Tag weiter verwenden.

2. Den Kürbis schälen, halbieren, die Kerne und Fasern entfernen und ihn in mundgerechte Würfel schneiden. Beim Schälen verwende ich einen Sparschäler, gehe aber mehrfach über jede Stelle.  Kürbisvorbereitungen sind bei uns im Haus meistens Männersache ;-).

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3. Die Möhren schälen und in Scheiben schneide, die Zwiebeln schälen und fein hacken. Die Datteln längs vierteln, bei Bedarf den Kern noch entfernen (Achtung, auf Dattelkerne zu beißen ist nicht schön, die sind echt hart). Den Ingwer schälen und fein reiben, dabei bleiben die holzigen Fasern auf der Oberseite der Reibe zurück.

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4. Bevor ihr nun anfangt zu braten, sollten die Bohnen so gut wie fertig sein. In 10-15 Minuten braucht ihr sie.

5. Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Kürbis, Möhren,  Zwiebeln und Ingwer darin bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Wenn der Kürbis leicht bräunt, kann es weitergehen.

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6. Salz, Pfeffer, Currypulver, Zimtstange und Zucker zugeben, gut umrühren und einen Moment mitbraten. Das Currypulver verbreitet geröstet einen tollen Duft und der Zucker karamellisiert leicht.

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7. Jetzt mit der Gemüsebrühe ablöschen, Lorbeerblatt, Datteln und Bohnen hinzugeben. Rund 5 Minuten offen garen, dabei ab und an umrühren. Diesen Vorgang verlängern, falls der Kürbis noch nicht bissfest ist.

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8. Nun die Sahne/Kochsahne und Creme Fraîche zugeben, offen nochmal knapp 10 Minuten kochen lassen. Flüssigkeit nachgeben, falls nötig.

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9. Mit Salz, Pfeffer und Curry kräftig abschmecken, Zimtliebhaber geben auch noch etwas Zimtpulver hinzu. Die Zimtstange und das Lorbeerblatt herausfischen.

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Zum Servieren mit Couscous, Reis oder anderen Beilagen nach Wahl auf einem Teller anrichten und mit Korianderblättern bestreuen.

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Am 2. Tag haben wir das Curry ohne Beilagen gegessen und ich finde, es hat nichts gefehlt. Bohnen und Kürbis machen ziemlich satt. Man muss dann nur entsprechend die Mengen anpassen. Wenn man es ohne Beilagen isst, kommt man auf 3 Portionen.


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11 Responses to Kürbis-Curry mit schwarzen Bohnen und Datteln

  1. daeny 1. Oktober 2015 at 10:25 #

    Na du legst ja ordentlich los. :D. Das werde ich auf alle Fälle nachkochen. Allerdings mit hokkaido und roten Bohnen. Ich wusste hier auf dem Platten Land nämlich nicht, wo ich schwarze Bohnen herkriege….

    Danke für das Rezept. Ich hab etwa 40 hokkaidos im Garten. Da Suche ich ständig was mit Kürbis.

    LG, daeny.

    • Danja 1. Oktober 2015 at 10:42 #

      Huhu Daeny,

      wow, 40 Kürbisse sind atürlich ne Ansage! :-) Bei den anderen Kürbisrezepten von mir hast Du Dich wahrscheinlich schon umgeschaut, oder?

      Wegen der schwarzen Bohnen: Die gibt es gelegentlich auch bei Rewe oder Edeka, manchmal bei den anderen Bohnen, Reis & Co (bei den trockenen Schen, nicht bei den Koserven), manchmal auch bei den “ausländischen” Lebensmitteln.
      Aber mit roten Bohnen oder Kichererbsen schmeckt das Curry sicher auch.
      Liebe grüße,
      Danja

  2. Chris 3. Oktober 2015 at 08:03 #

    Hi, also ich fand das Rezept von Rosin in der Eat Smarter ein bisschen einfallslos. Ein Curryrezept mit Olivenöl und mit “drei Löffel Currypulver”…naja mit indischer Küche hat das nur im Namen zu tun. Wobei die Zutaten ja prinzipiell gut für ein Curry geeignet sind…und Datteln eine raffinierte Verfeinerung sind.
    VG Chr.

    • Danja 4. Oktober 2015 at 09:03 #

      Hallo Chris,
      ich gebe Dir teilweise Recht- aber nicht mit allem. Das Olivenöl fand ich auch etwas ungewöhnlich, aber nun- es hat dem Geschmack tatsächlich nicht geschadet. Was die Verwendung von “nur Curry” anstelle von anderen Gewürzen angeht, sehe ich das etwas anders -Curry ist schließlich immer eine Gewürzmischung und es gibt unendlich viel verschiedene. Wenn man nicht unbedingt das 0815-Standardcurry aus dem Supermarkt nimmt, kann man herrliche Kreationen zaubern, von Fruchtig & mild, bis zitronig & scharf oder eben etw orientalischer.
      Ich persönlich wollte ein eher schlichtes Basisrezept verwenden, um die Bohnen auszuprobieren und das hat wunderbar funktioniert. Zudem hat nicht jeder meiner Leser gleich einen ganzen Schrank voller spezieller Zutaten und ich freue mich, wenn auch Leser ohne Lust, gleich Ghee, verschiedenste Gewürze & co zu kaufen, ein Rezept ausprobieren können :-). Wer sich in die indische Küche verliebt, kann ja nach und nach aufrüsten und ausprobieren :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  3. Coco 3. Oktober 2015 at 20:26 #

    Hallo Danja.
    Klingt sehr lecker, werde ich auch ausprobieren – allerdings schaele ich Butternuit und Hokkaido Kuerbisse nie.
    Zum Entkernen verwende ich ein Untensil zum Butterfloeckchen herstellen, das funktioniert so schnell und sauber wie sonst nie.
    Ganz liebe Gruesse
    Coco

    • Danja 4. Oktober 2015 at 08:58 #

      Hallo Coco,

      Hokkaidos schäle ich auch nicht…bei Butternut-Kürbissen fand ich die Schale jedoch manchmal etwas “lederig”. Aber es stimmt, sie ist nie SO fest, dass man sie in einem Püree nicht mit verwenden könnte. Ist wohl Gewohnheitssache :-).

      Liebe Grüße,
      Danja

  4. Udo 4. Oktober 2015 at 10:23 #

    Hallo Danja,

    ich habe das Rezept gestern ausprobiert – und es ist genial. Ich habe allerdings Wachtelbohnen, die ich noch hatte, statt schwarzer Bohnen, die ich nicht bekommen habe, benutzt. Auch habe ich mehr Curry, den von Schubeck, genommen. In Deinem Rezeptz werden die Möhren zwar geschält, dann aber nicht mehr vewendet. Ich habe sie mit den Kürbisstücken angebraten, wie es das Bild auch suggeriert.
    Danke für ein tolles Essen.
    Udo

    • Danja 5. Oktober 2015 at 17:55 #

      Hi Udo,

      zuerst: vielen, vielen Dank für den Hinwies! ich habe schlicht vergessen, die Möhren beim Anbraten nochmal zu erwähnen, das wird natürlich sofort nachgeholt!
      Es freut mich sehr, dass Dir das Curry gut geschmeckt hat- ich denke, man kann fast alle kleinen Bohnen gut verwenden :-).

      liebe Grüße,
      Danja

  5. Soi 8. Oktober 2015 at 08:49 #

    Hmmm! Wir hatten das Rezept am Wochenende und ich fand es sehr lecker!! Hab leider auch keine schwarzen Bohnen gefunden, aber auch mit Kidneybohnen war es prima!

  6. Sandra 10. November 2015 at 09:01 #

    Tipp:

    schwarze Bohnen gibt es bei Rewe; allerdings in der Dose
    Alnatura führt und man kann sie auch online bestellen.

    Sie schmecken wirklich lecker!

    LG Sandra

  7. Stephie 19. Dezember 2016 at 14:04 #

    Hallo liebe Danja,

    Danke für die tolle Rezeptanregung ! Ich habe es vorgestern nachgekocht und anstatt Butternut- Hokkaidokürbis genommen (Butternut hatten sie nicht), die Möhren weg gelassen (hab ich vergessen zu kaufen) und als Ersatz Spinat mit reingetan (der war aufgetaut und musste verbraucht werden).
    Total lecker (ich liebe die Kombi mit den Datteln) und ich brauchte auch keine Beilage dazu- macht wirklich richtig gut satt ! Gibt es bald wieder.

    Ganz lieben Gruß

    Stephie

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