Hummus und Tabouleh, meine Urlaubs-Verlängerungs-Rezepte

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Huhu ihr Lieben,

Urlaub vorbei und es bleiben nur die Erinnerungen? Ha, nicht mit mir! 😉

Ich liebe es, Gerichte aus meinen liebsten Urlaubsorten auch zu Hause nachzukochen und mir so immer mal wieder eine Portion Urlaubsgefühl in die eigenen 4 Wände zu zaubern. Für meinen letzten Urlaub fällt das besonders leicht, weil die Küche so vielfältig ist – ein indisches Curry wäre genau so richtig wie Peking-Ente oder Falafel…hihi, weil Oman so viele asiatischen Einwanderer hat. Allerdings gibt es natürlich auch hier eine eher “klassische” Küche mit Basics, die typisch sind für die arabisch geprägten Länder.

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Tabouleh (ein Petersiliensalat) und Hummus gab es jeden Tag, wer mochte bekam es auch schon zum Frühstück ;-). Für beides gibt es natürlich Massen an Rezepten, das hier sind meine – eine Mischung aus “immer wieder weiterentwickelt” und ein bisschen direkt vor Ort abgeguckt :). Habe ich auch vor diesem Urlaub schon gerne gegessen- aber jetzt haben diese beiden Gerichte zu Hause ihren ultimativen “hachja, war DAS schön”-Auftritt ;-).

Übrigens: beide Gerichte sind vegan und eignen sich auch super als vegane/vegetarische Alternative für Dipp und Salat am Buffet, da sie von Veganern und Nicht-Veganern meistens gerne gegessen werden.

Zutaten für ca. 4 Portionen als Beilagen*

Für den Petersiliensalat:

125 g Bulgur oder Councous
125 ml heißes Wasser
3 EL Olivenöl
1 Bund Petersilie (ein großes, vom türkischen Supermarkt oder vom Wochenmarkt)
1 rote Zwiebel
2 Strauchtomaten
1 Zitrone (den Saft davon)

Für das Hummus:

1 gr. Dose Kichererbsen (480 g Abtropfgewicht, Flüssigkeit auffangen!)
2 EL Sesampaste (Tahina, gib’s in türkischen Geschäften oder auch in gut sortierten Supermärkten in der “exotischen” Ecke)
2-3 Knobizehen
1-2 getrocknete Chilischote
1 Zitrone (den Saft davon)
1 EL Currypulver
1 EL Cumin (Kreuzkümmel)
2-3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Wer mag: 1 EL Olivenöl + 1/2 TL scharfes Paprikapulver als Topping

*wenn man noch andere Kleinigkeiten dazu macht, ich habe ganz unten noch etwas dazu geschrieben. Als Mittagessen im Büro sind es 3 Portionen mit etwas Brot dazu.

Achtung: Beide Gerichte müssen am Ende noch rund 30 Minuten (länger ist kein Problem) im Kühlschrank ziehen.

Zubereitung Tabouleh:

1. Bulgur oder Councous nach Packungsanweisung mit heißem Wasser und überbrühen, 1 EL Olivenöl dazu geben, kurz umrühren und dann 3 Minuten stehen lassen. Ich nehme am liebsten Couscus, der geht superfix. Den Couscous danach mit einer Gabel auflockern.

2. Währenddessen die rote Zwiebel fein hacken, ebenso die Petersilienblätter. nicht wundern, das ist echt viel Petersilie, aber es ist ja auch ein Petersiliensalat! :-) Alles mit dem aufgelockerten Couscous vermengen.

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3. Die Tomaten halbieren, den “Glibber” entfernen und das Fruchtfleisch fein würfeln.

4. Den Zitronensaft mit 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer gut verrühren, am besten geht das in einem Dressingshaker. Wer eine sehr große Zitrone hat, nimmt besser erstmal nur die Hälfte an Saft oder 2/3 – nachlegen kann man immer noch!

5. Das Dressing in den Salat rühren und zum Schuss die Tomatenwürfel unterheben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, kalt stellen. Nach 30 Minuten nochmal mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

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Zubereitung Hummus:

1. Kichererbsen abtropfen, die Dosenflüssigkeit auffangen.

2. Den Knobi grob hacken, mit der Sesampaste und den Kichererbsen in ein hohes Gefäß geben.

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3. Die Chilischote(n) zerbröseln und zugeben, ebenso Curry, Kreuzkümmel, Olivenöl und Zitronensaft- hier wie oben ruhig mit 2/3 des Safts starten und später welchen nachgeben.

4. Jetzt mit etwas Kichererbsenflüssigkeit alles pürieren. ich gebe später nach und nach Kichererbsenflüssigkeit und Zitronensaft nach, am Ende habe ich meist 1 Zitrone und ca 50% der Kichererbsenflüssigkeit verbraucht.

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5. Mit Salz, Pfeffer und den anderen Gewürzen kräftig abschmecken und ebenfalls im Kühlschrank 30 Minuten ziehen lassen.

Ich gebe zum Serviere etwas Paprika-Öl drüber (1 EL Olivenöl vermischtmit 1/2 TL Paprikapulver) – ist ein schöner Farbkleks, aber kein Muss!

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Beides passt hervorraged zusammen, auch noch am nächsten Tag :-). Wir essen beides gerne zusammen mit noch anderen passenden Kleinigkeiten, zum Beispiel Hackbällchen, Fetacremes, Sesamringen…-dann reicht die Menge etwa für 4….Aber beides eignet sich auch hervorragend als Beilage zu gegrilltem Fleisch!

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7 Responses to Hummus und Tabouleh, meine Urlaubs-Verlängerungs-Rezepte

  1. Anja 30. September 2015 at 09:28 #

    Sieht sehr lecker aus. Ich liebe Couscous und die arabisch/türkische Küche. Hummus kenne ich noch gar nicht. Ist es scharf? (Wegen der Chilischote) Wird auf jeden Fall mal nachgekocht! LG

    • Danja 30. September 2015 at 09:33 #

      Huhu Anja,

      die Schärfe von Hummus kannst Du ja im Prinzip selbst bestimmen. ich wüze es nicht nehr scharf, ich nehme nur eine zerbröselte Chili und mittelscharfes Currypulver. Die Chili ist zwar scharf, aber die Kichererbsenmasse “frisst” recht viel Würze (so ähnlich wie Kartoffelbrei :-)). Wenn Du sicher gehen möchtest, nimmst Du statt einer Chili einfach Chilipulver und kannst dann zum Schluss nach Belieben schärfen.

      Liebe Grüße,
      Danja

  2. Anja 30. September 2015 at 14:46 #

    Danke für den Tipp. Werde es dann erstmal mit dem Chilipulver versuchen.

    Ein großes Lob für deinen tollen Blog wollte ich auch noch kurz da lassen…

    Liebe Grüße

  3. Mahee Ferlini 30. September 2015 at 20:24 #

    Ich finde oft, dass ich Hummus mit mehr Zitronensaft lieber esse.

  4. Nico 6. Oktober 2015 at 15:54 #

    Hallo,

    erst einmal auch ein ein großes Lob von mir für Deinen Blog – musste ich in meinem ersten Posting loswerden :) Habe schon einige Rezepte nachgekocht und waren alle sehr lecker!

    Zum Tabouleh habe ich aber eine Anmerkung:
    Ich war ebenfalls im Oman und auch mehrere Monate in den arabischen Emiraten, allerdings wurde Tabouleh stets auch mit MINZE zubereitet. Gibt den besonderen Kick. Als Petersilie verwenden Araber glatte Petersilie, wobei das Verhältnis Petersilie zu Bulgur/Couscous häufig sehr hoch ist, ca. 8 zu 2 Teilen. Dies war zumindest meine Erfahrung.
    Über ein Rezept eines typischen Fladenbrots (dieses sehr dünne, frisch gebackene und oft “gefaltete” Brot, nicht zu verwechseln mit dem dickeren türkischen Fladenbrot) würde ich mich sehr freuen. Habe nämlich noch keins gefunden :)

    Beste Grüße
    Nico

    • Danja 6. Oktober 2015 at 16:09 #

      Hallo Nico,

      vielen Dank für Dein Feedback und die Infos zum Tabouleh :-). Ja, das mit der Minze weiß ich, aber der Herr des Hauses isst Minze nicht soooo gerne (außer in Cocktails ;-))…deshalb ist “mein” Rezept ohne. Das mit der Petersilie vergesse ich immer…ich kaufe NIE krause Petersilie, deshalb denke ich immer gar nicht daran, dass man das “glatt” dazuschreiben müsste :).
      Selbst gebacken habe ich die Fladenbrote noch nicht, aber ich habe mir schon vor langer zeit dieses rezept abgespeichert: http://www.foolforfood.de/index.php/brot/rezept-fladenbrot-pfanne-backen
      –> vielleicht magst Du die ja mal versuchen? Falls ja, wäre ich sehr dankbar für einen Bericht :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  5. Nico 9. Oktober 2015 at 16:12 #

    Hallo Danja,

    ich werde das Fladenbrotrezept ausprobieren und dann Bericht erstatten:)

    Allerdings werden die Fladenbrote, die ich meine, wahrscheinlich ohne Hefe gemacht. Es war früher wohl auch eher nicht so einfach, in der Wüste an Hefe zu kommen 😉

    Beste Grüße
    Nico

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