Gewinnt Herzen, keinen Beauty-Wettbewerb: Szegediner Gulasch-Kartoffeltopf

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Gerade aus dem Urlaub zurück – brrr, ist das kalt hier! Wir haben zwar einen wunderschönen Spätsommer gerade, aber wenn man aus knackigen 30 Grad am Pool zurückkommt, fröstelt man trotzdem erstmal ein wenig, vor allem abends. Genug jedenfalls, um die Seelenwärmer-Essenskeule rauszuholen und es sich mit einem gemütlichen Gulaschtopf auf dem Sofa gemütlich zu machen :-).

Leider ist dieses leckere Herbst/Winter-Essen eins von der Sorte, dass NIE wirklich hübsch aussieht- nicht im Topf und nicht auf dem Teller. Aber dieses Schicksal teilt es ja mit vielen anderen Wintergerichten- von Grünkohl bis Kartoffelsuppe. Aber ich finde, es ist einfach sooo lecker, dass es sich trotzdem einen Platz auf dem Blog verdient hat.

Szegediner Gulasch kommt gar nicht aus Ungarn, wie der Name vermuten ließe. Vielmehr entstammt es der wiener Küche und der Name geht nicht auf eine Stadt, sondern auf einen Schriftsteller zurück. Es wird mit Sauerkraut und Sauerrahm zubereitet und besteht ansosten ebenso wie der scharfe, ungarische Bruder aus gewürfeltem Schmorfleisch. Die Kartoffeln gehören eigentlich nicht mit ins Gulasch, man isst das Gulasch klassisch mit Knödeln, Salzkartoffeln oder Reis. Aber ich finde es so einfach praktischer ;-). So kann ich hinterher auch prima einzelne Portionen als komplette Mahlzeit einfrieren. Das lohnt sich, denn das Gulasch muss 2 Stunden schmoren.

Zutaten für ca. 4 Portionen:

600 g Gulasch (halb Schwein, halb Rind)
100 g durchwachsener Speck*
4-5 Zwiebeln
500 g Sauerkraut
600 g Kartoffeln
2 gute EL Tomatenmark
2-3 TL Paprika rosenscharf
500 ml Fleischbrühe
200 g Crème Fraîche (ich nehme die leichte mit 14% Fett)*
2 TL Speisestärke mit etwas Wasser
Salz, Pfeffer
etwas Bratfett

*Wer noch mehr Kalorien sparen möchte, kann natürlich auch saure Sahne oder einen leichten Frischkäse nehmen. Ich finde aber, dass der Geschmack von Crème Fraîche doch etwas anders ist und perfekt zum Gericht passt.  Im Zweifelsfall würde ich liebe etwas weniger nehmen.
Den Speck würde ich weglassen, wenn er zu fettig ist und ihn nicht durch fettarmen Magerschinken ersetzen.

Zubereitung:

1. Das Fleisch in Würfel schneiden, wenn nicht fertig gewürfelt beim Metzger gekauft. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.

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2. Das Bratfett in einem großen Topf erhitzen und den gewürfelten Speck darin anbraten. Die Hitze reduzieren, die Zwiebelringe hinzugeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten mitbraten.

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3. Nun das Tomatenmark und das Paprikapulver gut unterrühren und mit anrösten. Dann das Fleisch zugeben, ebenfalls kurz mit anbraten.

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4. Nun kommt das Sauerkraut hinzu, so wie es ist aus dem Beutel oder aus der Dose. Anschließend mit dem Fleischfond ablöschen und 2 Stunden beigeschlossenem Deckel und kleiner Flamme köcheln lassen. Gelegentlich umrühren.

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5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und etwas kleinschneiden, etwa so groß wie die Fleischstücke. 30 Minuten vor Garende des Gulaschs in Salzwasser geben und gar kochen. Abgießen.

6. Das Gulasch nach 2 Stunden mal probieren – ist das Fleisch weich genug? Ansonsten noch etwas köcheln lassen.

7. Die Crème Fraîche unterrühren, die Speisestärke in etwas kaltem Wasser auflösen und ebenfalls einrühren. Nun nochmal kurz aufkochen lassen.

8. Die Kartoffeln einrühren und alles mit Salz, Pfeffer und Paprika pikant abschmecken.

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Fertig! Dazu schmeckt mir ein Klecks Joghurt als Topping sehr gut 🙂

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2 Responses to Gewinnt Herzen, keinen Beauty-Wettbewerb: Szegediner Gulasch-Kartoffeltopf

  1. Martina 12. Oktober 2014 at 18:10 #

    Huhuu… Wir kochen gerade diesen herrlichen Gulasch-Kartoffeltopf…
    Mmmmh… Riecht wunderbar!

    • Danja 13. Oktober 2014 at 11:50 #

      Huhu Martina,

      dann hoffe ich, er hat euch auch so gut geschmeckt wie gerochen? 😉

      Liebe Grüße,
      Danja

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