Gemüseschätze: Mairüben-Frühlingssuppe

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Huhu,

heute ist es mal wieder Zeit für einen neuen “Gemüseschatz”, den man grade auf dem Markt und gelegentlich auch in größeren Supermärkten finden kann: Mairüben!

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Fällt euch was auf? Die Blätter sehen aus wie beim neulich vorgestellten “Rübstiel” und tatsächlich: Rübstiel sind die Blätter der Mairübe, die zu diesem Zweck so eng gepflanzt wird, dass sich die typische Rübe eben nicht ausbildet, dafür nehr Grünzeug. Wenn die Mairübe hingegen Platz genug hat, bilden sich die weißen, leckeren Knollen.

Meistens werden sie als 3-er-Bund verkauft, das ist eine gute Portion um daraus ein Hauptgericht für 2 zu kochen.

Die zarten Rübchen schmecken so ähnlich wie Kohlrabi, nur eben etwas sanfter und nicht so stark “kohlartig”. Richtig lecker, man kann sie einfach in Stückchen schneiden und vor dem Fernseher knabbern :-). Aber natürlich kann man auch richtig leckere Rezepte daraus zaubern. Man kann sie zu Salat verarbeiten (da machen sich Rezepte mit Kohlrabi immer gut, dann einfach den Kohlrabi durch Mairüben in der gleichen Menge ersetzen), aber ich möchte euch heute eine ganz besonders leckere Suppe zeigen, die das Herz meines Freundes im Sturm erobert hat…hihi, auf jeden Fall hätte er den Topf ausgeschleckt, wenn das nicht so komisch aussehen würde!

Die Suppe ist übrigens total schnell gemacht, es dauert keine halbe Stunde.

Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise oder für 4 als Vorspeise:

600 g Mairübe (nur das weiße gewogen, das sind 2-3 Rüben)
100 g Ziegenfrischkäse*
ca. 400 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
etwas Butterschmalz zum Anbraten (oder Öl)
Salz, Pfeffer
2-3 EL Estragon oder Kerbel, frisch (+ nach Belieben noch etwas für die Deko)
1-2 EL Thymian, frisch

außerdem: 1 Pürierstab

*Ich empfehle den Ziegenfrischkäse von Buko, der ist sehr mild und schmeckt auch Leuten, die nicht gerne Ziegenkäse essen in der Suppe gut. Wer partout keinen Ziegenfrischkäse möchte, nimmt einfach einen Kräuterfrischkäse (mittlere Fettstufe reicht aus).

Zubereitung:

1. Die Rüben vom Grün befreien, waschen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln.

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2. Die Zwiebel im Butterschmalz 1-2 Minuten glasig werden lassen, dann die Mairüben hinzugeben und ebenfalls kurz anschwitzen.

3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Rüben weich sind (das geht schnell, keine 10 Minuten).

4. Den Frischkäse und die Kräuter hinzugeben, pürieren.

5. Mit Salz, Pfeffer und ggf. mehr Kräutern abschmecken – fertig. Ich schäume die Suppe vor dem Servieren mit dem Pürierstab nochmal etwas auf, das gibt eine tolle Konsistenz im Mund.

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Zum Ziegenfrischkäse passt hervorragend ein halbtrockener oder sogar lieblicher Weißwein. Einfach mal probieren!

Guten Appetit!


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5 Responses to Gemüseschätze: Mairüben-Frühlingssuppe

  1. Dip 11. März 2013 at 13:17 #

    Ich kann nur bestätigen, dass diese Suppe sich schon nach den ersten Löffeln meine volle Aufmerksamkeit erobert hat. Weder bin ich ein großer Freund von Kohlrabi, noch würde ich mir je selbst Ziegenfrischkäse kaufen. Aber die Kombination der einzelnen Aromen passt wie die Faust aufs Auge! Ganz ehrlich habe ich noch nicht in vielen Restaurants eine Suppe gegessen, die mich so begeistert hat.

    Unbedingt testen!!!

  2. Biggii2010 1. Juli 2013 at 10:25 #

    Hallo Danja,

    danke für das super Rezept.

    Auf die Idee eine Suppe mit Ziegenfrischkäse abzurunden bin ich leider vorher nicht gekommen. Schmeckt aber ganz traumhaft!

    Das Rezept kann ich nur empfehlen!

  3. Danja 1. Juli 2013 at 10:41 #

    Huhu Biggi,

    vielen lieben Dank für Dein Feedback! Seit diesem Rezept mache ich das mit dem Ziegenkäse tatsächlich öfter…ich finde grade Gemüsesuppen aus “Kohlgemüse” im weitesten Sinn…Blumenkohl, Brokkoli etc. bekommen dadurch eine ganz neue Richtung :-)
    Liebe Grüße,
    Danja

  4. JT 28. November 2013 at 16:57 #

    Ich habe die Suppe ohne Ziegenfrischkäse, aber dafür mit ein bisschen Sojasahne und nur mit Petersilie gemacht.

    Trotzdem sehr lecker!!!! 😉

  5. Timoleon 6. Januar 2017 at 19:09 #

    Dieses Rezept habe ich nun schon öfter nachgekocht: eine einzige Offenbarung! Eine wahre Delikatesse!

    Schade, daß ich die Suppe nicht mit meinem Liebsten teilen kann – sie entsprach leider nicht seinem Geschmack. Andererseits: Umso besser, denn dann bleibt mehr für mich. Diese zwei Teller sind jedesmal ein Genuß!

    Danke für dieses gelungene Rezept und liebe Grüße!
    Timoleon.

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