Frohes Fest- und ein paar schnelle Resteverwertungskekse, die das ganze Jahr über schmecken :-)

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Na ihr Lieben, seid ihr noch im Einpackfieber oder ist bei euch schon weihnachtliche Ruhe eingekehrt?

Ich bin irgendwo dazwischen, ehrlich gesagt. So ganz zur Ruhe kommen werde ich dieses Jahr vermutlich nicht, dafür war das Jahr einfach zu verrückt. ich glaube, ich bin nicht die einzige, die das Gefühl hat, 2016 hat einen nicht zur Ruhe kommen lassen, oder? Überall auf FB liest man Dinge wie “2016, Du Arsch” (wenn jemand gerade ganz besonders angefressen ist) oder auch “Was für ein verrücktes Jahr”, “Was ist dieses Jahr bloß los” und dergleichen. Und ja – ich glaube ich kann das bis zu einem gewissen Teil unterschreiben. Auch mein 2016 war wild, durchwachsen und  nicht sollten voller Hiobsbotschaften. Ganz persönliche – viele haben ja mitbekommen, dass meine langjährige Beziehung in der ersten Jahreshälfte in die Brüche gegangen ist- aber auch viel allgemeines. Menschen, von denen man glaubte, man könne sie noch lange auf den Bühnen dieser Welt (oder wenigstens denen von Köln-Ehrenfeld, oder so) bewundern, wurden aus dem Leben gerissen. Die politische Lage an vielen Ecken der Welt ist beunruhigend – von Krieg an einem Ende über einen amerikanischen Präsidenten und einer denkwürdigen Entscheidung Großbritanniens, bei denen beides am Ende keiner gewesen sein will oder geahnt haben wollte.

Ja, ich verstehe, dass das unsicher macht und auch ängstlich. Und dass man sich manchmal nur an den Kopf fassen mag und sich nach einer einfachen Lösung sehnt. Ich würde mich jetzt an dieser Stelle gerne auskotzen- über die Bekloppten, die ohne Sinn und Verstand auf Staat und Presse schimpfen, über diejenigen die glauben, “danke, Merkel” wäre ein Generalschlüssel zum Glück und auch über so viel mehr. Aber das hier ist ein Foodblog. Deshalb möchte ich es bei einem sehr simplen Statement belassen: Jedem, der hier gerade entspannt auf dieser Seite surft,  weil er nach einem last-Minute-Plätzchenrezept oder der richtigen Soße für den Weihnachtsbraten sucht, geht es um ein vielfaches besser als all die Menschen, die aus den verschiedensten Gründen in den letzten Jahren zu uns gekommen sind. Wie gesagt, ich möchte hier weder eine Diskussion lostreten noch jemanden an den Pranger stellen. Aber ich denke gerade in dieser besinnlichen Zeit, in der wir -pendelnd zwischen wahnsinnigem Konsum und Völlerei sowie den ermahnenden Worten von Besinnlichkeit, Nächstenliebe & Co – oft näher zusammenrücken, sollte uns das einfach bewusst sein.

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Mir persönlich geht es übrigens – nach vielem Hin und Her dieses Jahr – wieder sehr gut.

So, und jetzt habe ich euch noch etwas schönes mitgebracht:
Ein supereinfaches Plätzchenrezept, das toll geeignet ist, um last Minute alle möglichen Reste zu verbrauchen, die sich das Jahr über angesammelt haben.
2 TL Kürbiskerne als Topping für die Suppe gekauft, aber noch 200 g übrig? Eine Handvoll Sonnenblumenkerne gebraucht (damit der Salat so cool aussieht wie in der Zeitschrift), aber leider gabs die nur in 500 g- Beuteln? Koksraspeln von der Weihnachtsbäckerei übrig und Mandeln ebenso, weil die Mandel-Cranberry-Superfood-Plätzchen einfach nur kacke geschmeckt haben? Kein Problem, das hier ist die Lösung 😉

Ihr benötigt 200 g Gemischte Kerne oder Samen. Das kann wirklich wild gemischt sein- Kürbiskerne machen sich ebenso gut wie gehackte Nüsse, Sesam, ein paar Kokosraspeln oder Leinsamen. Alles, was eben gerade übrig ist. Lediglich ganze Nusskerne sollten etwas kleingehackt werden. Dazu kommen eine Handvoll Rosinen, Cranberries oder andere Trockenfrüchte – aber nur wenn ihr mögt. r nicht drauf steht, lässt sie einfach weg.

Dazu kommt Honig, etwas Zucker, Haferflocken und ein Ei- Dinge, die viele ohnehin zu Hause haben. Ein tolles, wandelbares Rezept für Kekse, die echt gesund sind aussehen.

Rezept für 1 Blech:

200 Kerne, Nüsse oder Samen
1 Ei
50 g Haferflocken
2 EL Zucker
2 EL Honig
nach Belieben ein paar Rosinen oder kleingehackte Trockenfrüchte

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

2. Alle Kerne, Körner etc. miteinander mischen, ebenso die Haferflocken.

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3. In einer zweiten Schüssel den Honig, Zucker und das Ei miteinander verquirlen. Wer mag, kann auch noch etwas Zimt oder Vanille hinzugeben.

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4. Die Kerne mit der flüssigen Mischen gut verrühren.

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5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und kleine Häufchen auf das Blech legen. Ruhig eng, die Kekse gehen kaum auf. Wer es ordentlich mag, formt die Häufchen und mithilfe eines runden Ausstechers. ist aber nicht nötig, einfach nur Optik.

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6. Die Kekse 12-14 Minuten backen. Sie sollten goldbaun werden, dann sind sie fertig.

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Noch ein kleiner Tipp: Beim Formen der Häufchen immer mal wieder die Masse durchrühren, sonst sammelt sich die Honigmasse unten in der Schüssel.

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Lasst es euch schmecken! Ich verdufte nun in die Küche um die Soße für einen hoffentlich fantastischen Rehrücken vorzubereiten.

Ich freue mich schon sehr darauf, im nächsten Jahr wieder mehr zu bloggen. In diesem Jahr kamen einfach zu viele Dinge gleichzeitig, die mich viel zu Oft von euch ferngehalten haben- privates, riesiger Arbeitsstress, Dienstreisen….aber das sollte im nächsten Jahr besser werden. Ich geb mir jedenfalls ganz doll Mühe.

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Habt ein schönes, besinnliches Fest, lasst euch nicht ärgern und kommt gut ins neue Jahr!

Eure Danja


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4 Responses to Frohes Fest- und ein paar schnelle Resteverwertungskekse, die das ganze Jahr über schmecken :-)

  1. Dagmar 24. Dezember 2016 at 12:30 #

    Liebe Danja,
    ich wünsche dir von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und alles erdenklichen Gute für 2016! Auf das 2017 unser Jahr werde!
    Mein Jahr 2016 war auch ziemlich durchwachsen, aber lass uns das Gute in allem erkennen :-)
    Liebe Grüsse
    Dagmar

  2. Regine 24. Dezember 2016 at 12:37 #

    Liebe Danja,
    auch Dir schöne, erholsame Feiertage und vielen Dank für Deine tollen Rezepte, ich konnte sie auch schon mehrfach weiterempfehlen
    Komm ein bisschen zur Ruhe (ohmmm) und starte gut in ein erfolgreiches, spannendes neues Jahr!
    Alles Liebe
    Regine

  3. Renate 24. Dezember 2016 at 13:39 #

    Liebe Danja, schön, dass du trotz aller Widrigkeiten immer wieder Zeit findest und genial leckere Rezepte austüftelst und mit uns teilst. Wir stöbern regelmäßig bei deinem Blog und werden oft fündig.
    Schon viele deiner Rezepte wurden ausgedruckt und sind im Familien-Koch-Ordner gelandet
    Für 2017 wünsche ich dir und uns viele schöne Erlebnisse , leckere Ideen und Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
    Lg, Renate mit Familie

  4. Küchensachen 27. Dezember 2016 at 19:21 #

    Welch tolle Kekse! Wir habenso viele reste von so ziemlich allen Duingen, die wir rund um Weihnachten aufgetischt haben, so dass ich grade immer wieder auf der Suche nach tollen reste-rezepten bin. Danke für deines :)
    Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr und hoffe, dass der Arbeitsstress etwas weniger wird :)
    Viele Grüße,

    Kathi

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