Fix ohne Fix: Wikinger-Topf

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Wikinger-Topf? Was issn das?
Das waren die ersten Reaktionen meines Freundes und von Kollegen als ich erzählte, an welchem „Fix“ ich mich demnächst versuchen möchte. Und ich muss zustimmen- bevor ihr euch dieses Fix ohne Fix gewünscht habt, kannte ich das Gericht auch nicht. Als ich zum ersten Mal danach suchte, stellte ich mit einen deftigen Eintopf mit viel Fleisch vor, vielleicht sogar ein wenig scharf. Umso überraschter war ich: Cremige, helle Käse-Kräutersoße, Gemüse und kleine, mundgerechte Hackbällchen. Mein erster Gedanke war: Das ist ein super Kinderessen!

Das Originaltütchen empfiehlt dazu Reis, aber wir hatten Kartoffelpüree. Das war suuuperlecker zusammen, echtes Soulfood. Und auch nach dem Probieren bin ich mir sicher: Ein super Gericht für kleine und große Wikinger!

Zutaten für 2 Portionen:

250 g Hackfleisch (Rind oder gemischt)
150 g Erbsen (TK)
3 mittelgroße Möhren
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Petersilienblätter oder 2 EL gehackte Petersilie (TK)
150 ml kräftige Gemüsebrühe
150 ml Sahne oder leichte Kochsahne (Ich nehem Soja cuisine mit 5% Fett)
60 g Schmelzkäse*
1/2 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Etwas Fett zum Anbraten
1 EL Speisestärke

*Ich habe Schmelzkäse genommen, weil der auch im Tütchen pulverisiert verwendet wird und so den Geschmack am besten trifft. Wer das nicht mag, kann natürlich alternativ geriebenen Käse nach Wunsch in der Soße schmelzen, lecker ist das mit Sicherheit auch!

Zubereitung:

1. Das Hackfleisch mit einer guten Portion Salz und Pfeffer verkneten, dann zu rund 12 Bällchen rollen.

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2. Die Möhren schälen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel und den Knobi fein hacken. Die Petersilie ebenfalls fein hacken, wenn keine aus dem TK verwendet wird. Wenn die richtige Saison ist, kann man anstelle des Knobis auch super Bärlauch verwenden, der ist im Tütchen auch enthalten.

3. Das Fett in einer Pfanne maximal auf 3/4 der Maximalhitze erwärmen, die Bällchen hineingeben und unter vorsichtigem, gelegentlichem Rühren 2-3 Minuten von allen Seiten anbraten. Sie sollten etwas anrösten, aber noch nicht komplett gar sein, sonst werden sie später trocken.

4. Jetzt Zwiebeln, Knobi und Möhrenscheiben hinzugeben, 2-3 Minuten  mitbraten.

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5. Mit Gemüsebrühe und Sahne/Kochsahne ablöschen. Die Erbsen tiefgefroren hinzugeben, die Petersilie ebenfalls unterrühren. Alles aufkochen lassen und 2 Minuten köcheln lassen.

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6. Den Käse unterrühren, abschmecken mit Salz und Pfeffer.

7. Wenn die Soße jetzt noch etwas dünnflüssig ist, 1 EL Speisestärke in 2-3 EL kaltem Wasser auflösen, zum Essen geben und unter Rühren nochmal kurz aufkochen.

Fertig!

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Wer kein Kartoffelpüree mag,kann natürlich Reis, Salzkartoffeln oder Knusperbrot (oder…pssssst…Pommes…) dazu essen :-).

Vergleich von Kosten und Aufwand:
Das Tütchen kostet knapp 80 Cent für 2-3 Portionen, meine Version ergibt genau gleich viel am Ende. Fleisch, Erbsen, Möhren und Sahne gehören auch ins Originalrezept, Zusatzkosten fallen an für Zwiebel, Knobi, Petersilie, Schmelzkäse, Gewürze und etwas mehr Sahne (ins Originalrezept kommen 100 ml Sahne und 200 ml Wasser, dafür jede Menge Milchpulvergedöns…ich hab das einfach gleich durch mehr Kochsahne ersetzt ;-)). Bei TK-Petersilie und dem günstigen Schmelzkäse sowie anteilig berechneten Gewürzen landet man bei etwa 1 Euro…also nur 20 Cent mehr als die Tüte.
An Zusatzaufwand fällt das Schneiden von Zwiebel, Knobi und ggf Petersilie an, außerdem das Abschmecken & Andicken. Mehr als 10 Minuten dauert das auf keinen Fall, insgesamt steht dieses Essen also auch ohne Tüte locker in 30 Minuten auf dem Tisch, eher schneller.

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24 Responses to Fix ohne Fix: Wikinger-Topf

  1. daeny 21. März 2015 at 15:26 #

    Huhu danja,
    Habe ich heute nachgekocht und meine Mädels (3 und 6) haben reingehauen. Bei uns gab es Reis dazu. War sehr lecker! Und das wird es mal wieder geben!

    Liebe grüße.
    Daeny

  2. Soi 26. März 2015 at 09:03 #

    Das „Fix-Tütchen“ kannte ich noch nicht, aber da mir die Rezepte von dieser Seite immer schmecken, wurde auch dieses von mir nachgekocht.
    Fazit: Seeeehr lecker und wird es sicher nochmal geben. Vielen Dank!

    • Danja 31. März 2015 at 14:03 #

      Hihi…so geht es mir auch manchmal, wenn „Fixe“ vorgeschlagen werden 🙂

      Ich finde es super und freue mich sehr, wenn auch nicht-Fix-Fans die Rezepte nachkochen…vielen lieben Dank für Dein tolles Feedback!

      Grüssli,
      Danja

  3. enebias 30. März 2015 at 13:23 #

    wirklich fix zubereitet und soooo lecker !
    mein Enkelmädchen war auch ganz begeistert, Möhren und Erbsen sind ohnehin das derzeitige Lieblingsgemüse.

  4. Claudia 9. April 2015 at 11:29 #

    Papa (36) und sein Töchterchen (18 Monate) waren begeister. Mission completed 🙂 Danke Danja!

    • Danja 17. April 2015 at 08:46 #

      Hey Claudia,

      SO soll es sein .-) Freut mich sehr, danke für deine Rückmeldung! 🙂

      Grüssli,
      Danja

  5. renasia 19. Mai 2015 at 20:06 #

    Heute gekocht, ging schnell und verdammt lecker, hab um Kalorien zu sparen, alleridngs Creme Fraiche legere und Sojamilch genommen. Aber top!

  6. Sandra 7. Juli 2015 at 19:30 #

    Hallo Danja!

    Der Wikingertopf hat (auch ohne dass wir das Original kennen) sehr lecker geschmeckt! 🙂
    Allerdings haben wir irgendwie deutlich mehr Garzeit gebraucht als in Deiner Anleitung…

    Vielen Dank für die tollen „Fix ohne Fix“-Rezepte! Ich werde sie nach und nach testen- brauche Anregungen, weil meine Kinder nicht mehr in der Kantine essen wollen.

    Weiter viel Spaß beim Experimentieren wünscht Sandra

  7. Katja 31. Oktober 2015 at 20:54 #

    Hallo Danja,

    hab gerade deinen Wikingertopf ausprobiert und beginn begeistert. Zusammen mit Kartoffelpürree echt eine Wucht 😀

    Danke für dieses tolle Rezept!

    Lg
    Katja

  8. Nala 13. Januar 2016 at 14:21 #

    Hallöle Danja
    Bin durch Zufall zu deinem Block gekommen. Bin begeistert von deinen Fix ohne Fix. Den Wikinger Topf habe ich mal selber ausgetüftelt, leider sehr Kalorienreiche Angelegenheit:-) werde demnächst deine Variation ausprobieren. Sonst sind wir keine Kalorienreiche Zähler, aber zu mächtig ist ja auch nix. Danke für deine mühe die du dir hier gibst. Daumen hoch und ich werde zwischendurch immer mal reinschauen:-):-):-)
    LG

  9. Claudia 9. Februar 2016 at 18:37 #

    hi Danja

    haben heute das gericht nachgekocht und ich finde es schmeckt noch viel besser als das mit fix. meine kids lieben den wikingertopf und bin froh eine möglichkeit gefunden zuahben ohne päckchen.
    hat zwar bei uns alles etwas länger gedauert bis es fertig war, aber meine kleine 2 jahre wollte unbedingt die möhren schneiden helfen
    mal sehen was wir als nächstes kochen von dir 🙂

    ganz liebe grüße aus Wittlich von uns 5en 🙂

  10. Svenja 3. Juli 2016 at 19:06 #

    Das Rezept ist super lecker und auch schnell nachgekocht.
    Mit mehr Fleisch reicht es bei mir auch für 3 Personen.

    Nur die Fleischbällchen werde ich beim nächsten mal anders würzen.
    Die haben mir gar nicht geschmeckt.

  11. Kathi 2. August 2016 at 18:55 #

    Boah! Mega lecker!!! Habe allerdings bei der doppelten Menge ne ganze Packung (200g) Schmelzkäse reingetan und die Bällchen wurden mit Speck, Smoked Paprika Gewürz, Majoran, 1 Ei und ein paar Semmelbrösel verfeinert.

    • Danja 8. August 2016 at 12:27 #

      Hey Kathi,

      vielen lieben Dank für deine Rückmeldung! Geräuchertes Paprikapulver liebe ich…und zum Käse passt es super!

      Liebe Grüße aus Köln,
      Danja

  12. Jessy 12. September 2016 at 14:20 #

    Liebe Danja,

    ich habe gestern dieses Rezept nachgekocht und bin schwer begeistert. Sowohl der große als auch der kleine Wikinger hat ordentlich rein gehauen. Das perfekte Rezept für mäkelige Kinder. Ich habe nur zwei Kleinigkeiten abgeändert. Zum einen das mit dem Schmelzkäse, da ich davon kein Fan bin. Habe dafür geriebenen Parmesan rein gegeben und ein bisschen Streukäse. Ja aber ich vermute, dass das Ganze mit dem Schmelzkäse irgendwie stimmiger ist, auch wenn ich davon nicht begeistert bin. Und zum anderen, da mein Sohn Karotten absolut ablehnt, habe ich in die Soße nur die Erbsen gegeben und ihm die Karotten in dem Kartoffelstampf untergejubelt. Zwiebeln mag er auch nicht, deshalb habe ich die ganz miniklein gehackt, so sind die gar nicht aufgefallen.

    Alles in allem super. Das wird es wieder geben, weil Sohnemann wirklich toll gegessen hat.

    Danke für das Rezept und auch sonst für die ganze Mühe, die du dir machst.

    Gruß

    Jessy

  13. Maria 7. November 2016 at 18:11 #

    150 ml kräftige Gemüsebrühe (habs schon bei einem anderen Gericht gefragt), wär gut wenn dabei stehen würde wie viel Esslöffel oder Teelöffel man von der Brühe, (Die Sie selbst herstellen) nehmen muss?

    • Danja 28. November 2016 at 10:24 #

      Hallo liebe Maria,

      das mit der Brühe ist natürlich absolut Geschmackssache und die unterschiedlichen Marken schmecken ja auch sehr unterschiedlich intensiv, daher ist es schwer, hier eine Menge anzugeben. Was ich aber sagen kann: Die angerührte Brühe sollte einem zum „pur“ trinken ein wenig zu kräftig/salzig sein, dann ist sie für das Gericht genau richtig :-). ich selbst verwende meine eigene Brühwürze hier vom Blog und nehme für die menge rund 1 gestr. Esslöffel. das wäre bei gekaufter, gekörnter Brühe aber viel zu viel.

      Liebe Grüße,
      Danja

      Liebe Grüße,
      Danja

  14. sabine 19. November 2016 at 00:11 #

    War sehr lecker. Da ich eine Weizenmehlallergie habe werde ich wohl mehrere Rezepte von dir ausprobieren. 🙂 ich nehm allerdings Erbsen&Möhren aus dem Glas, schmeckt uns besser.

    • Danja 23. November 2016 at 10:53 #

      Hi Sabine,

      das mit dem Gemüse ist sicher Gewohnheitssache. Wer mit de einen aufgewachsen ist, wird das andere vermutlich nie so lecker finden ;-). Bei uns zu hause gab es beides…aber mehr die frische Version, deshalb war mir die Variante aus dem Glas immer ein bisschen zu weich. Aber schön, dass Du für Dich eine leckere Rezept-Abwandlung gefunden hast :-).

      Liebe Grüße,
      Danja

  15. Thorsten 4. Dezember 2016 at 21:49 #

    Uhhh, der Wikinger Topf ist mein absolutes Lieblingsgericht! Da ich nun Veganer bin, fällt die Tüte leider raus, denn dort sind ja Käse und sämtliche Milcherzeugnisse drin. 🙁
    Ich werde dieses Rezept mal ausprobieren, natürlich mit einem Ersatz für den Schmelzkäse. Ich hoffe es klappt, dann wäre ich der glücklichste Mensch der Welt! 😀

    • Danja 24. Dezember 2016 at 14:33 #

      Hi Thorsten,

      Du kannst statt Schmelzkäse sich geriebenen milden Gouda in die Soße geben 🙂

      Liebe Grüße,
      Danja

  16. Nicole 6. Januar 2018 at 08:36 #

    Liebe Danja,

    wir haben dein Rezept schon einige Male nachgekocht. Durch Zufall sind wir nun auf eine Schmelzkäse-Alternative gestoßen: Schabzieger Klee (auch Brotklee oder Käseklee) kann den Schmelzkäse prima ersetzen. Wir haben auf die 1,5 fache Menge deines Rezeptes 0,5 TL, erwas gehäuft, genommen.

    Viele Grüße
    Nicole

  17. Nici 22. Januar 2018 at 23:32 #

    Oh man das ist sooo cool!!! Bin gerade via Instagram zufällig auf deinen Blog gestoßen. Finde die Intention des Blogs echt super und freue mich über Rezepte wie dieses 🙂 vielen lieben Dank dafür. Werde sicherlich noch so einiges nachkochen.

  18. Stephy 25. Juni 2018 at 16:37 #

    Sieht echt gut aus. Mein Mann mag des Tütenzeugs gar nicht. Habe mich selbst mal an dem Rezept versucht, aber statt wie Du (hoffe duzen is ok 😁😁) Schmelzkäse, habe ich Frischkäse genommen. Macht die Soße dann auch gleich dicker. Meine Männer essen Wikingertopf nur noch so.
    Bin durch Zufall über Deine Seite gestolpert und bin hellauf beheostert.

    Schicke Liebe Grüße aus Nürnberg

    Stephy

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