Fix ohne Fix: Spargel-Gratin

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Huhu ihr Lieben,

danke, dass ihr so tapfer die Stellung haltet, auch wenn der Email-Versand bei neuen Artikeln derzeit nicht funktioniert. Ich bin dran, scheinbar ist mitlerweile auch das Problem gefunden und ich muss jetzt „nur noch“ eine Lösung finden. Das ist doch schonmal was…*seufz* (da denkt man, man postet hin und wieder ein paar leckere Rezepte, und schwupps- findet man sich wieder in der Welt von Mailservern, unfreundlichen Domain-Anbietern und jeder Menge Menschen, die mit IT-Abkürzungen um sich werfen als wäre es Konfetti. Aber ich geb nicht auf, keine Sorge ;-)).

Das heutige Fix ohne Fix hat es gerade noch rechttzeitig zur Spargelsaison auf die Liste geschafft. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass es solche „saisonalen“ Fixtüten gibt? Ich sage euch…meine Lernkurve geht im Moment steil nach oben, hihi…

Dieses Gratin hat mir ziemlich gut geschmeckt (optisch ist es -wie die misten Ofengerichte- natürlich kein Highlight), es ist nicht schwer zu machen und auch nicht zu mächtig.  Ich muss allerdings sagen, dass ich ganz erstaunt war, dass kein Käse drauf kommt- ich hatte schon den Parmesan im Anschlag, als ich die Packung genauer studierte und keinen Käse fand. Na gut, dann ohne! ;). Wenn ich es nochmal zubereite, werde ich in meiner Version allerdings 50-70 g Käse ergänzen, denke ich.

Zutaten für 2 Portionen:

500 g weißer Spargel
350 g Kartoffeln (das sind 2 etwas größere)
150 g Kochschinken
250 ml Hühnerbrühe*
100 ml Sahne oder leichte Kochsahne (ich nehme Soja Cuisine mit 5% Fett)
30 g Schmelzkäse
1 kleine Zwiebel
1 geh. TL Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer
1/2 TL Zucker
1 gestr. EL Speisestärke und etwas Wasser
etwas Öl oder Butterschmalz zum Anbraten

*tatsächlich steht „Hühnerfett“ auf der Zutatenliste der Tüte, ich habe diesen Geschmack durch die Hühnerbrühe umgesetzt. Ich bin mir aber sicher, das Gratin schmeckt auch mit einem kräftigen Gemüsefond.

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Den Spargel schälen und in Stücke (etwa 3 cm) schneiden. Den Kochschinken ebenfalls in kleine Stücke oder Würfel schneiden, wer ihn frisch kauft, kann beim Metzger nach einer dicken Scheibe fragen, die kann man dann schön würfeln. Die Zwiebel fein hacken, die Petersilie ebenfalls (oder TL-Petersilie verwenden). Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.

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3. Den Spargel in eine Auflaufform geben.

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4. Etwas Bratfett in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln darin anschwitzen. Wer sie nur glasig werden lässt, erhält hinterher eine helle, mildere Soße, wer sie bräunen lässt bekommt eine etwas dunklere Soße mit mehr Röstaroma. Ist Geschmackssache…ich lasse sie etwas braun werden, ich denke um am dichtesten an die Tüte zu kommen, sollte man sie lieber nur glasig werden lassen.

5. Die Zwiebeln mit der Brühe und der Sahne ablöschen, den Schmelzkäse einrühren (wer den nicht mag, nimmt alternativ etwas milden Reibekäse), ebenso die Petersilie (sorry für das miese Bild, Dampf und Kameras vertragen sich nicht gut):

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6. Aufkochen lassen, dann die Kartoffelscheiben und den Schinken einrühren, kurz mitköcheln lassen.

7. Durch den Käse und die Stärke in den Kartoffeln bindet die Soße etwas. Da der Sargel später aber wieder etwas Flüssigkeit abgibt, binden wir sie mit etwas Späsestärke noch mehr- sie kann jetzt ruhig etwas zu fes aussehen, das gibt sich später wieder. Die Speisestärke in 2-3 EL kaltes Wasser einrühren, die Mischung mit in den Topf geben und guut rühren.

8. Nochmal kurz aufkochen, dann die Soße mit salz, Pfeffer und dem 1/2TL zuker abschmecken.  Inklusive Kartoffeln und Schinken auf dem Spargel verteilen und etwas glattstreichen, so dass nichts weit aus der Soße heraussteht.

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9. In den Ofen geben und 40-45 Minuten backen, je nach Dicke des Spargels und der Kartoffelscheiben.

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Fertig! 🙂 Dazu passt: eine fruchtige Scheurebe aus der Pfalz…*mjamjam*

Der Vergleich von Preis und Aufwand:
das Tütchen kostet knapp 80 Cent, die Menge hinterher ist genau die gleiche wie bei mir, also ist das mein Vergleichspreis. Spargel, Schinken und Sahne/Kochsahne gehören auch ins Originalrezept, diese Zutaten fallen also heraus aus dem Vergleich. Zusätzlich hinzu gegeben habe ich Hühnerbrühe, Petersilie, eine kleine Zwiebel, Gewürze und Schmelzkäse. Der Preis dafür hängt sehr stark von den verwendeten Produkten ab- fertiger Hühnerfond ist viel teurer als Pulver aus dem Glas und beides schmeckt nicht so gut wie eine selbst gekochte Brühe- aber nur für dieses Gericht wäre das natürlich zu viel Aufwand. Die Zutaten außer der Hühnerbrühe  liegen anteilig bei etwa 60 Cent- man könnte also sagen, mit frischer Brühe oder Fond aus dem Glas ist es etwas teurer als die Tüte, mit Brühpulver ist es sogar günstiger (emfehlen kann und will ich Brühpulver trotzdem nicht..*trotzigguck*)
Der Aufwand ist tatsächlich fast gleich, es kommen rund 10 Minuten hinzu um sich um die Zwiebel, die Petersilie, das Anbraten und einkochen zu kümmern. Verschmerzbar, finde ich 🙂

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8 Responses to Fix ohne Fix: Spargel-Gratin

  1. Katja 25. Mai 2015 at 14:45 #

    Hi, der Newsletter scheint wieder zu funktionieren, hab gerade ne Mail mit dem neuen Eintrag bekommen 🙂 und das Spargelgratin sieht wunderbar aus, das muss ich ausprobieren!

    Lg
    Katja

  2. Gaby 25. Mai 2015 at 15:18 #

    Huhu, bei mir ist der Newsletter auch gerade angekommen. Freut mich, dass es jetzt wieder funktioniert. Danke für das tolle Rezept und noch einen schönen Feiertag.

    LG
    Gaby

  3. Britta 26. Mai 2015 at 13:47 #

    hört sich super an, wird heute gekocht. Danke für die tollen Rezepte!!

    LG
    Britta

  4. Linda 26. Mai 2015 at 16:56 #

    Hallo,

    Mensch einfach toll.
    Das Rezept hört sich ja super lecker an, muss ich unbedingt die Tage ausprobieren.

    Danke für deine vielen tollen Fix ohne Fix Rezepte – gerne jederzeit mehr :o)
    Habe schon so viel von den Rezepten probiert und waren bisher alle lecker *mjam mjam*

    Liebe Grüße und bis bald zum nächsten tollen Rezept – mach weiter so.

  5. Jan 27. Mai 2015 at 22:42 #

    Ein sehr leckeres Gericht!
    Habe es für heute Abend auf 3 Personen hochgerechnet und die Zwiebel weggelassen: alle waren begeistert, es ist nichts übrig geblieben 🙂
    Wir werden es definitiv wieder machen!

    • Danja 31. Mai 2015 at 13:00 #

      Hallo Jan,

      das freut mich sehr, dass es euch geschmeckt hat. Die Spargelsaison geht ja noch ein paar wenige Wochen, lasst es euch also auh beim nächsten Mal gut schmecken! 🙂

      Grüssli,
      Danja

  6. KochBock 31. Mai 2015 at 15:02 #

    Da bekommt man ja richtig Appetit! Lieben Gruß vom KochBock!

  7. Renate 16. Mai 2016 at 16:06 #

    Hallo Danja,
    schön, dass es das Internet gibt! Beim Stöbern nach einem Spargelrezept bin ich auf deine Website gestoßen und ich muss sagen: super! Ich gestehe, auch ich habe schon mit „fix“ gekocht . Das Spargelgratin-fix kenne ich nicht – aber das Rezept von dir habe ich heute gekocht. Das schmeckte sooo lecker! Vielen, vielen Dank, dass du dir die Mühe machst, die Rezepte fixfrei zu machen.
    Wir werden auf jeden Fall weiter probieren.

    Liebe Grüße,
    Renate mit Familie

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