Fix ohne Fix: Rustikales Filetpfännchen (Juchu, hier kommt ein Lebenszeichen!)

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Huhu ihr Lieben,

ich habe mich ein wenig rar gemacht in den letzten Wochen. Das liegt weder am Winterblues noch an Lustlosigkeit…ich ertrinke schlicht in Arbeit. Im “richtigen” Leben arbeite ich ja als globale Projektmanagerin und da geht es gerade – freundlich gesagt- ziemlich zur Sache! ;-). Man könnte auch sagen, ich schaffe es so eben, aus dem Haufen an Arbeit ein Luftloch zum Atmen frizuschaufeln (aber hey, immerhin! ;-)). Aber gekocht und gegessen wird natürlich trotzdem und ich habe viele spannende neue Rezepte in den letzten Wochen für euch ausprobiert. Eines möchte ich euch heute zeigen, denn es passt prima in die etwas “üsselige” Zeit gerade :-).

Gewünscht wurde es über die “Fix ohne Fix”-Seite es schon vor seeehr langer Zeit, aber im letzten Winter habe ich es irgendwie verpasst und bei 30 Grad ist mir meistens nicht nach Speck, cremiger Soße & Co. Dabei war es wirklich unheimlich lecker! Der Speck bringt einen tollen Geschmack an das eigentlich etwas “langweilige” Schweinefilet und die Kräuter geben der Soße eine schöne Würze.

Zutaten für 3 Portionen:

600 g Schweinefilet
6 Scheiben Bacon
2 Zwiebeln
200 g Champignons
150ml Sahne oder leichte Kochsahne
250 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
2 TL Speisestärke
50 ml Weißwein *1 El Petersilie, gehackt
1 TL Thymian (getrockneter geht auch)
Salz, Pfeffer
Fett zum Anbraten

*Ich kann verstehen, dass man nicht unbedigt eine Flasche Wein aufmachen möchte, nur um ein paar Esslöffel davon zu verwenden. Man kann den Wein einfach weglassen, die Soße schmeckt dann immer noch lecker (ist nur etwas weiter weg vom Original). In dem Fall würde ich empfehlen, mit einem TL Weißweinessig oder Zitronensaft am Ende abzuschmecken.

1. Die Zwiebeln schälen, halbieren und dann in Scheiben schneiden. wenn sie später auseinander fallen, hat man quasi “halbe Ringe”. Diese etwas größeren Zwiebelstücke passen hervorragend zu diesem Gericht. Wer aber “Zwiebelnörgler” zu Hause hat, kann natürlich die Zwiebeln auch etwas kleiner schneiden. In dem Fall würde ich ggf nur eine davon verwenden.

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2. Die Champignons je nach Größe halbieren oder vierteln.

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3. Das Schweinefilet in Medallions zu je etwa 100g schneiden und dann mit einer Scheibe Bacon einwickeln.

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4. Die Petersilie fein hacken (wenn nicht fertig gehackte TK-Petersilie verwendet wird).

5. Etwas Öl erhitzen und im heißen Fett die Schweinefilets rundherum anbraten, dabei etwas Pfeffer zugeben. Sie müssen nicht komplett gar sein, nur leicht gebräunt (dabei brät auch das Fett aus dem Speck etwas aus). Rund 3 Minuten sollten reichen.

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6. Jetzt das Fleisch herausnehmen und kurz beiseite stellen.Ggf etwas Fett nachgeben (normalerweise aber nicht nötig), dann Zwiebeln und Champignons in die Pfanne geben.

7. Einige Minuten rundherum anbraten, bis Zwiebeln und Champignons bräunen. Wie lange man das macht, ist ein wenig Geschmackssache – der eine mag Zwiebeln lieber, wenn sie “kurz vor verbrannt” sind, der andere vielleicht lieber etwas blasser. ich mag es “so mittel” ;-).

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8. Nun zuerst den Weißwein in die Pfanne geben und einrühren. Er verkocht innerhalb einer Minute. Dann mit der Sahne und der Brühe ablöschen, die Kräuter hineingeben und kräftig mit Pfeffer würzen. Etwas vorsichtiger mit dem Salz sein, manche Brühen sind sehr salzig und der Speck bringt ja auch Salz mit.

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9. Einmal aufkochen lassen. Jetzt die Medallions zurück in die Pfanne geben und auf kleiner Flamme 10-15 Min köcheln lassen, bis die Medaillons gegart sind. Ich mag Schweinefilet lieber rosa, deshalb sind es bei mir eher 6-8 Minuten.

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10. Zwei gehäufte TL Speisestärke mit 3 EL Wasser oder(jkalter) Brühe glatt rühren und in die Soße geben. Gut einrühren. Nochmal aufkochen lassen, ggf manchmal abschmecken – fertig! :-)

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Dazu passen Reis oder auch meine geliebten Kräuterkartoffeln.

Und hier kommt wie immer der Vergleich von Aufwand und Preis:
Das Tütchen kostet rund 80 Cent, auch hier müssen Fleisch, Zwiebeln, Sahne (aber nur 100 ml), Champignons und Bratfett hinzugegeben werden. In meiner Version kommen also 50 ml Sahne, Brühe, Salz, Pfeffer, Speisestärke, Kräuter und ggf Weißwein hinzu. Anteilig gerechnet ist das in jedem Fall günstiger, aber wenn dafür natürlich extra Kräuter oder Wein gekauft werden müssen, ist es etwas mehr. In diesem fall empfehle ich TK-Petersilie, die man prima Löffelweise entnehmen kann. Weißwein kann man für nicht-Trinker auch gut in 200 ml-Flaschen kaufen und Reste sogar in Eiswürfelformen einfrieren. Alles in allem lande ich anteilig bei etwa 60 -70 Cent.
Der Aufwand beläuft sich auf nur sehr wenig mehr, da auch bei der Tüte Fleischm Chapignons und Zwiebeln geschnitten werden. Durch abschmecken, Binden und ggf das Hacken der Petersilie dauert es vielleicht 5 Minuten länger.

 


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16 Responses to Fix ohne Fix: Rustikales Filetpfännchen (Juchu, hier kommt ein Lebenszeichen!)

  1. Tina 23. November 2016 at 13:20 #

    Super leckeres schnelles Rezept. Bin gleich einkaufen gegangen und habe alle Zutaten besorgt. Gibt nicht zu meckern – ganz im Gegenteil – mega köstlich!

    Ich habe noch einen Wunsch: Grünkohl ist ja sehr gesund aber auch sehr gehaltvoll – hast Du Rezeptideen wir man ihn abwandeln und auf andere Art zubereiten kann?

    Wäre super – vielleicht findetst Du ja ein Zeitfenster in den nächsten Wochen.

    Liebe Grüße

    Martina

    • Danja 28. November 2016 at 10:17 #

      Huhu Tina,

      vielen Dank für Deinen Beitrag.
      Tja…Grünkohl “gesund”…puh, das ist so eine Sache, finde ich. Ich komme ja ursprünglich aus Norddeutschland, und wenn man Grünkohl irgendwo auf der Welt ECHT ungesund zubereutet, dann sicher da. Fettige Mettwürste, Pinkel, Speck, Schmalz…Fantastischer Geschmack, abwr natürlich eine echte Kalorienbombe. Alle Varianten, die mir anderswo im Land bisher kredenzt wurden, fand ich dagegen einfach irgendwie “lahm”…wohl kein Wunder, wenn man diese norddeutsche Winter-Geschmacksbombe gewöhnt ist. In Berlin habe ich Grünkohl mal ganz schlicht als Beilage serviert bekommen- quasi as Alternative zu Rotkohl. Das war irgendwie befremdlich ;-).

      Bisher habe och daher keine gute Idee, aber ich mache mir mal Gedanken. Natürlich kann man die klassische Version auch einfach “abspecken”- mit mehr Kassler (oder zB sogar Hähnchenkasseler), fettarmer Wurst und wenig Schmalz, aber es würde vermutlich immer “abgespeckt” schmecken. Mal sehen, was mir so einfällt :-).

      Liebe Grüße,
      Danja

      • Iris 28. November 2016 at 19:20 #

        Haha Danja,
        Du sprichst mir als gebürtiger Norddeutscher aus der Seele! Hier in Dänemark isst man Grünkohl auch als Gemüsebeilage. Das kann ich auch nicht essen. Grünkohl ohne den Rauchgeschmack von Kassler und Kochwurst geht gar nicht!

      • T. 5. Dezember 2016 at 08:14 #

        Moin!

        Grünkohl ungesund?! Nur weil er gehaltvoll ist?!

        Hm. Glaub ich ja mal gar nicht 😉 In Norddeutschland ist es im Winter ja auch noch richtig kalt, da braucht man gehaltvolle Mahlzeiten einfach.

        Gesund bleibt es trotzdem zu einem gewissen Teil, wenn man nicht übertreibt und nicht noch alles mögliche drumherum isst. Ich glaube DAS ist das größere Problem heutzutage 😉

        Tatsächlich koche ich meinen Grünkohl sehr Norddeutsch, aber ich achte darauf von allem nicht zu viel zu nehmen.

        Außerdem gibt es durchaus Schlachter, die mit der Zeit gehen und mehr Fleisch und weniger Fett in ihre Würste machen, das hilft auch viel.

        Lecker bleibt es.

        Und ja. Gehaltvoll. Aber man kann an dem Tag ja auch die Schokolade und den Kuchen etc. weglassen. Dann geht es durchaus.

        Außerdem kann man gut einen Verdauungsspaziergang einplanen, das entschärft zusätzlich 😉

    • Mila 20. August 2017 at 08:28 #

      Grünkohl gehört zu den Gerichten, die viel Fett benötigen und dadurch krümelig werden. Man muss ihn ja nicht dauernt essen. So bleibt es etwas besonderes.

  2. Amy 4. Dezember 2016 at 22:19 #

    ein Tipp zu dem Wein – es gibt ja mittlerweile auch kleine Flaschen – ich glaube, da sind 250 ml drin :)

    Das Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren – nur werde ich den Bacon weglassen, weil ich das nicht mag

  3. Silina 22. Dezember 2016 at 19:03 #

    Hallo, ich bin so froh, dass. Ich diese Seite gefunden habe. Weihnachten bekomme ich Besuch und leider kann ich nicht kochen. So kam ich auf die fix-Produkte und über diesen Umweg auf diese Seite.

    Ich erwarte 10 Personen. Soll ich das Gericht 3 Mal kochen? (Es passt ja auch gar nicht alles in eine Pfanne.)

    Ich habe mal bio-Fonds gekauft. Sie stehen in der Speisekammer. Wozu/ anstelle von was benutze ich die eigentlich?

  4. Silina 22. Dezember 2016 at 19:04 #

    Hallo, ich bin so froh, dass. Ich diese Seite gefunden habe. Weihnachten bekomme ich Besuch und leider kann ich nicht kochen. So kam ich auf die fix-Produkte und über diesen Umweg auf diese Seite.

    Ich erwarte 10 Personen. Soll ich das Gericht 3 Mal kochen? (Es passt ja auch gar nicht alles in eine Pfanne.)

    Ich habe mal bio-Fonds gekauft. Sie stehen in der Speisekammer. Wozu/ anstelle von was benutze ich die eigentlich?

    Liebe Grüße aus Niedersachsen

    • Danja 24. Dezember 2016 at 14:21 #

      Hi Silina,

      Danke für Deinen Kommentar! :-)
      Hast du flüssigen Fond in Gläsern gekauft? Den kannst du immer dann verwenden, wenn im Rezept Brühe steht…Gemüsebrühe, Hühnerbrühe, Rinderbrühe…je nachdem, was du für Fond gekauft hast.

      Liebe Grüße und frohes Fest,
      Danja

  5. Heike 17. Januar 2017 at 09:00 #

    Klingt ja superlecker!
    Mein Tip für die Wenig-Wein-Trinker, damit doch immer ein bischen Wein zum verfeinern da ist: bei der nächsten Flasche – egal ob rot, rosé oder weiss, ein paar Schlucke in einem einwürfelbehälter tieffrieren… bei bedarf hat man dann genau die richtige Menge Wein zum verfeinern, ohne gleich eine Flasche öffnen zu müssen.

    LG
    Heike

  6. Jessy 2. Februar 2017 at 19:17 #

    Hallo Danja,

    heute haben wir dein Rezept ausprobiert, du es hat uns gut geschmeckt. Ich habe allerdings den Wein weggelassen, weil unser kleiner Sohn mitgegessen hat. Trotz verkochen ist mir das nicht geheuer. Hab dann nur einen Schuß Essig rein gemacht. Ansonsten habe ich mich an dein Rezept gehalten. Dazu gab es Kräuterkartoffeln und Erbsen und Möhren. Es hat uns gut geschmeckt. Nächstes Mal werde ich das ganze allerdings mit ein bisschen Paprikapulver zusätzlich würzen. Vielen Dank für das Rezept.

    Gruß
    Jessy

  7. Jolanthe 3. März 2017 at 20:57 #

    Ich liebe deine Rezepte und freue mich schon auf Neues :-)
    Vielen Dank :-*

  8. Jenny 29. April 2017 at 16:58 #

    Deine Rezepte find’ ich immer wieder klasse!
    Lese hier nicht regelmäßig, dafür aber dennoch wiederkehrend mit.
    Mein Schatz liebt die Jägersoße.
    Danke für deine Mühe und weiter so!

  9. Corinna 1. Juli 2017 at 13:17 #

    ICH LIEBE DIESES REZEPT!
    Diese Seite ist mir vor 2-3 Jahren beim googlen entgegen gesprungen, als ich die Nase voll hatte von Maggie Fix Tüten, aber halt keine Idee hatte wie ich es ohne nachkochen kann. Also bin ich hier gelandet und habe schon einige Rezepte nachgekocht .. deine Bolognese und die Lasagne sind auch mittlweile unsere Standardrezepte und auch viele andere hab ich schon sehr oft für mich und meine Männer gezaubert. Vielen Dank aufjedenfall schonmal dafür.

    Diese Filetpfanne ist einfach unglaublich! Unglaublich LECKER! Und unser aller Lieblingsessen geworden. Der Geschmack ist so unglaublich gut, dass wir das mindestens alle 2 Wochen auf den Tisch bringen und mein Mann dann nur noch murmelt “Diese Soooße, diese unglaubliche Sooooße” – was soll ich sagen? Er ist verrückt danach. Es gab bei uns auch schon alles mögliche dazu: Von Reis, über Spätzle, Kroketten, Nudeln oder sogar Pommes .. EINFACH NUR TOLL! :)

    • Danja 1. Juli 2017 at 16:42 #

      Liebe Corinna,

      Trotz Blogpause musste ich darauf unbedingt antworten- so ein toller Kommentar, da geht mir richtig das Heez auf. Ich freue mich riesig, dass euch das Rezept so gut schmeckt.

      Viel Spaß noch beim Ausprobieren & Soße Löffeln :-) :-*

      Liebe Grüße,
      Danja

  10. Sarah 11. November 2017 at 14:57 #

    Hallo!
    Mein Freund und ich lernen gerade so ein wenig zu kochen und da ist dein Blog für uns echt Gold wert! Wir probieren ganz viele deiner Rezepte aus, und sind echt froh von den Fix Tüten wegzukommen. Die Schritte sind einfach nachzukochen und die Zutaten auch immer leicht erhältlich und alles, was wir bisher probiert haben, war immer unglaublich lecker! :)
    Heute haben wir das Filetpfännchen probiert. Da mein Freund aber keine Champignons/ Pilze jeglicher Art mag, haben wir die durch etwas Brokkoli und Möhren ersetzt – trotzdem soo super lecker geworden! *-*
    Viele liebe Grüße und danke für die tollen Ideen und Rezepte.

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