Fix ohne Fix: Rahmgemüse mit „Blubb“

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Die Idee zu diesem „Fix ohne Fix“ hatte ich schon seit geraumer Zeit – auch einige von euch hatten schon mal danach gefragt…aber irgendwie hat es immer nicht so richtig gepasst.  Früher zu Hause war das Rahmgemüse vom Hersteller mit dem „Blubb“ eines der wenigen Fertiggerichte, die gelegentlich auf den Tisch kamen, und geschmeckt hat es allen immer sehr gut :-). Aber im Vergleich zur frischen Variante ist es teuer und relativ fettreich (für eine Gemüsebeilage) und heute bin ich endlich mal dazu gekommen, mein frisches Rezept für „Gemüse mit Blubb“ aufzuschreiben.

Das Grundrezept für die cremige Soße ist im Prinzip eine gewürzte Béchamel. Sie kann ganz verschieden abgewandelt werden und schmeckt gut mit Blumenkohl, Kohlrabi, Königsgemüse (Mischung aus Blumenkohl, Brokkoli, Möhren), Möhrchen… aber auch mit Gemüsesorten, die es von Iglo in der Rahm-Variante nicht gibt, z.B. Lauch oder Wirsing. Die Soßenmenge reicht für jeweils 750 g rohes Gemüse, das werden 3-4 Portionen als Beilage.

Zutaten Grundrezept Soße:

1 EL Butter
1 EL Mehl
200 ml Milch*
100 ml Kochwasser vom jeweiligen Gemüse
1 EL Gemüsebrühe (wenn ihr meine selbstgemachte Brüh-Würze nehmt, ansonsten etwa 1 gestr. TL gekauftes Gemüsebrühenpulver)
Salz, Pfeffer
eine Prise frisch gemahlenen Muskat
1 EL frische gehackte Petersilie (glatt)

*wer es suuupercremig möchte, nimmt 150 ml Milch und 50 ml Sahne/Küchencreme, aber ich finde, das ist nicht notwendig.

Für Rahmkohlrabi müssen keine weiteren Zutaten zusätzlich in die Soße.

Für Rahm-Blumenkohl:
zusätzlich 1 EL Schmelzkäse

Für Rahm-Karotten:
zusätzlich 1/2 TL Zucker + nach Geschmack 1/2 TL Tomatenmark

Für Rahm-Königsgemüse:
zusätzlich 1/2 TL Zucker

Für Rahm-Wirsing:
Grundrezept OHNE Petersilie

Zubereitung Soße:

1. Die Butter in einen Topf geben, heiß werden lassen.

2. Das Mehl hinzugeben und gut rühren. Kurz anschwitzen (das wird so ein heller, schaumiger Brei), aber nicht braun werden lassen.

3. Die Milch langsam unter Rühren zugeben und das Gemüsebrühengewürz einrühren. Aufkochen lassen und etwas einköcheln lassen.

4. Etwas vom Kochwasser des Gemüses hinzugeben bis zur gewünschten Konsistenz.

5. Je nach Gemüsesorte nur noch mit Petersilie, Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell noch Schmelzkäse, Tomatenmark und/oder Zucker hinzugeben (siehe Liste oben).

6. Das gekochte Gemüse in die Soße geben, durchrühren und fertig!

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Tipp zum Kochen des Gemüses: Am aromatischsten schmecken diese Gemüsesorten, wenn sie nicht in viel Kochwasser zubereitet werden (das dann weggegossen wird)  sondern fast nur im eigenen Saft. Dazu gibt man das rohe, geputzte und zerkleinerte Gemüse (Kohlrabi in ca. 1 cm dicke Stifte, Blumenkohl in Röschen etc.) in einen Topf, streut je 1 TL Salz und Zucker darüber und rührt gut um. Bei geschlossenem Deckel ohne Hitze 10 Minuten stehen lassen, das Gemüse verliert jetzt etwas Wasser. Nun erst die Herdplatte anschalten und nur Flüssigkeit zugeben, wenn es notwendig ist. Es sollte hinterher eigentlich nicht mehr Flüssigkeit als ca. 100 ml im Topf sein, die man dann komplett in die Soße gibt. So geht wirklich nichts vom leckeren Gemüsegeschmack verloren.

Das Rahmgemüse passt als Beilage zu ganz verschiedenen Gerichten – Frikadelle und Kartoffeln machen sich dazu ebenso gut wie Bandnudeln und Lachs.  Ich als Gemüsefreak brauch dazu manchmal auch gar nichts – außer einer zweiten Portion ;-).

Lasst es euch schmecken!

Und da es ja ein „fix ohne Fix“-Rezept ist, kommt hier wie immer der Vergleich von Preis und Aufwand: Das Tiefkühl-Original enthält 400 g und kostet im Supermarkt etwa 1,80 € (gesehen bei Edeka). Es scheinen aber viele verschiedene Packungsgrößen durch die Läden zu geistern, zu noch verschiedeneren Preisen, daher ist das ggf. nicht 100% übertragbar. Aber so in etwa wird der Preis wohl immer  sein.  Es kommen dann je nach gewünschter Sämigkeit einige EL Wasser oder Milch hinzu und alles zusammen muss ca. 15 Minuten kochen (einmal aufkochen und dann 6-8 Minuten kochen lassen).  Meine Variante ergibt mit der Milch und dem Kochwasser zusammen etwa die 2,5-fache Menge. Der Preis setzt sich zusammen aus dem Gemüse (je nach Sorte kommen da zwischen 50 Cent und etwa 2 Euro zusammen), Milch sowie anteilig Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Muskat und ggf. die weiteren würzenden Zutaten. Selbst die teuerste Variante kommt so auf maximal 3 Euro und ist somit günstiger als das Tiefkühl-Original. Zeitlich landet meine Version etwa bei der gleichen Dauer, man kann die Soße schon anstellen während das Gemüse noch mit Salz und Zucker mariniert und wenn man das Gemüse nicht unbedingt köchelt bis es matschig ist, kommt man mit 15 Minuten Kochzeit aus. Allerdings muss man je nach Sorte noch 5 Minuten zusätzlich für Schnippel- und Putzarbeiten einplanen, aber ich finde, das lohnt sich!

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6 Responses to Fix ohne Fix: Rahmgemüse mit „Blubb“

  1. schuri 27. Oktober 2014 at 12:45 #

    Hallo Danja,

    ich mach jetzt schon zum x-ten mal den Blumenkohl und jedesmal schmeckt es super. Heute hat sich Ben das als Geburtstagsmittagessen gewünscht (okay zuerst musste ich Pfannkuchen mit Nutellagesicht ablehnen, aber dann kam sofort danach Blumenkohl)

    Vielen Dank für die vielen, leckeren Rezepte.

    Petra

    • Danja 27. Oktober 2014 at 13:59 #

      Hey Petra,

      Blumenkohl direkt als zweiter Favorit? Wow, da habt ihr euren Ben aber gut erzogen 😉
      Alle Gute für den kleinen großen Mann…und eine stressfreie Geburtstagsfeier!

      Liebe grüße,
      Danja

  2. Stephie 13. Juni 2016 at 07:12 #

    Hallo liebe Danja !

    Das ist ein ganz tolles Rezept ! Habe am Samstag Kohlrabi aus dem Dampfgarer mit der Sauce gemacht und es war köstlich ! Ich habe noch etwas selbstgemachtes Bärlauchpesto hineingetan und wir haben quasi den Topf ausgeleckt.
    Lieben Gruß
    Stephie

  3. Jessi 21. Oktober 2016 at 17:28 #

    Huhuu,

    kann ich auch TK Blumenkohl dafür verwenden?

    Viele Grüße,

    Jessi

    • Danja 24. Oktober 2016 at 10:20 #

      Hi Jessi,

      das geht auf jeden Fall auch mit TK-Gemüse. Einfach so kochen, wie Du es sonst auch kochen würdest- am Ende etwas vom Kochwasser für die Soße verwenden :-).

      Lass es Dir schmecken,

      Danja

  4. Martina 11. Juli 2018 at 14:21 #

    Das war wieder so lecker, liebe Danja!! Ich habe aus der fix-Kategorie schon einiges nachgekocht, jedes Mal super, freue mich schon auf neue Rezepte!

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