Fix ohne Fix: Hackfleisch-Schafskäse-Auflauf

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Huhu ihr Lieben,

ich musste die Rubrik “Fix ohne Fix” in den letzten Wochen leider sträflichst vernachlässigen- das Wetter hat einfach nicht gepasst. Die meisten Rezepte sind ja doch eher mächtig…viel Fleisch, oft Käse, mächtige Soßen…alles lecker, aber so gar nicht das, wonach mein Körper bei 35 Grad verlangt ;-). Jetzt konnte es endlich weitergehen…und ich hoffe, ich kann die längere Lücke mit diesem Rezept wieder gutmachen, denn es ist echt richtig, richtig lecker. Mein Schatz hat seine Portion quasi eingeatmet ;-).

Zugegeben hatte ich von diesem Tütchen noch nie gehört, bis der Wunsch von euch kam. Ich kannte nur einen Feta-Hack-Auflauf mit einer tomatig-mediterranen Soße. Aber diese hier ist hell und cremig, statt Gemüse kommen Kartoffeln hinein. Und ja- ich war skeptisch, echt skeptisch. Aber ich muss das komplett revidieren- das Gratin war megalecker.  Wäre es kein “Fix ohne Fix”, hätte ich ein paar Kleinigkeiten anders gemacht,die erkläre ich unten. Aber auch ohne Anpassungen ist es ein echt schönes und nicht zu kompliziertes Rezept.

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:

(zugegeben- ein Rezept für die schlanke Linie ist das nicht gerade, aber das ist beim Tütenoriginal auch nicht anders)

400 g Kartoffeln, festkochend
300 g Rinderhack
200 ml kräftige Gemüsebrühe
200 ml Sahne oder kalorienarme Kochsahne
30 g Schmelzkäse*
200 g Feta
etwas Butterschmalz zum Anbraten (oder Öl)
1 kleine Zwiebel
1 Knobizehe
1 EL Petersilie, frisch gehackt oder TK
Salz, Pfeffer
1 gehäuften TL Mehl
1/2 TL Zucker

*Wer Schmelzkäse nicht mag nimmt einfach 4 gehäufte EL geriebenen milden Käse (zB Gouda).

Außerdem: eine weite Auflaufform

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden oder hobeln. Diese hier sind gehobelt (Abstand 3 mm).

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2. Die Zwiebel und den Knobi schälen und fein würfeln. Falls keine TK-Petersilie verwendet wird, die frische Petersilie waschen, trocknen und die Blätter fein hacken.

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3. Etwas ÖL in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin rundherum krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und aus der Pfanne nehmen (ich lagere es solange in der späteren Auflaufform, dann muss ich nicht noch einene Extrateller abwaschen ;-)).

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4. In der Pfanne 1 EL Butterschmalz erhitzen  und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze  glasig braten (etwa 2 Minuten). Dann den Knobi hinzugeben, 1 Minute mitbraten.

5. Nun das Mehl in die Pfanne geben und immer gut umrühren…das Mehl verbindet sich mit dem Fett (und natürlich den Zwiebeln) zu einer hellen Paste, die ihr etwa 1 Minute unter Rühren in der Pfanne belasst. Die Mehlschwitze sollte nicht bräunen- spätestens wenn sie beginnt zu bräunen,  mit der Gemüsebrühe ablöschen.

6. Nach der Brühe auch die Sahne hinzugeben, alles gut rühren und dabei aufkochen. Die Soße dickt nun etwas an.

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7. Schmelzkäse und Petersilie zugeben, weiterrühren. Wenn sich der Käse komplett aufgelöst hat, das Hackfleisch wieder zugeben. Die Soße jetzt mit Salz, Pfeffer und 1/2 TL Zucker abschmecken.

8. Die Kartoffelscheiben mit in die Soße geben, nochmal aufkochen und rund 3 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Die Kartoffeln geben ebenfalls etwas Stärke ab, so dass die Soße sämig genug sein müsste.

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9. Alles zusammen in die Auflaufform geben und etwas glatt streichen. den Feta auf dem Auflauf zerbröseln und alles bei 180 Grad Ober-/Unterhitze rund 35 Minuten backen.

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Vooooooortsicht, heiß! :-)

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Folgendes würde ich für mich beim nächsten Mal abändern, auch wenn das Gratin wirklich super geschmeckt hat:

  • Mir fehlt etwas Gemüse. ich würde daher Tomaten heiß überbrühen, die Haut abziehen und das glibberige Innere entfernen. Das feste Fruchtfleisch würde ich in Spalten schneiden und mit in die Form geben.
  • Ich würde etwas Oregano und Thymian mit in die Soße rühren

Und hier kommt wie immer der Vergleich von Preis und Aufwand:
Das Tütchen kostet rund 80 Cent und ergibt die gleiche Menge wie mein Rezept. Die Zutaten Kartoffeln, Hack, Sahne und Feta müssen auch bei der Tüte hinzugekauft werden, fallen also nicht ins Gewicht. In meiner Version kommt allerdings noch folgendes hinzu: Zwiebel, Knobi, Petersilie, Gemüsebrühe, Mehl und Gewürze. Anteil gerechnet liegt der Preis für alles zusammen bei rund 60 Cent, wenn man etwas extra dafür kaufen muss, natürlich höher. Petersilie habe ich persönlich immer frisch zu Hause, aber gerade für diese Gerichte spricht wirklich gar nichts gegen TK-Petersilie, die man sich für verschiedenen “Fix ohne Fix” super im TK deponieren kann.
Der Aufwand ist schon ein wenig höher als bei der Tüte. Im Original wird das Fleisch angebraten, mit Wasser, Sahne und dem Pulver abgelöscht und dann kommen die Kartoffeln hinzu. be mir fällt an, dass man zusätzlich Zwiebeln, Knobi und Petersilie hacken muss, zudem bereiten wir eine Mehlschwitze zu. Ich würde sagen, meine Version braucht rund 10-15 Minuten länger, wenn man in der Küche gut organisiert ist.


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16 Responses to Fix ohne Fix: Hackfleisch-Schafskäse-Auflauf

  1. Jan 15. Juli 2015 at 17:02 #

    Wieder einmal sehr lecker! Alle waren angetan und sehr satt :-)
    Ich finde das Konzept “Fix ohne Fix” total klasse, da ich die Tütenprodukte nicht vertrage und nicht mag. Freue mich schon auf die nächsten Rezepte!

    • Linda 15. Juli 2015 at 17:42 #

      Gibt es hier noch jemanden der die Tütenprodukte nicht verträgt?! Ehrlich gesagt, schmeckt ja auch richtig selbst gemacht, viel viel besser und man weiß was drin ist. Finde das Konzept “Fix ohne Fix” auch total super, muss ehrlich gestehen, schaue fast täglich auf die feinkostpunks. :-)

      • Ramona 14. Oktober 2016 at 15:21 #

        Mein Mann verträgt die Tüten auch nicht, ich habe die Gerichte früher gerne gekocht, aber nachdem er davon nun immer Sodbrennen und Verdauungsstörungen bekam, benutze ich die nicht mehr.

        Ich finde es wunderbar, dass es hier diese Rubrik gibt und koche meine Lieblingsgerichte nun nach diesen Rezepten.

  2. Lena 26. Juli 2015 at 21:08 #

    Habe gestern das Rezept nachgekoch! Lecker! Meine Familie war begeistert!!! Hat viel besser geschmeckt als mit der Tüte! :-) Vielen Dank, Danja!!!

  3. Maddi 19. September 2015 at 10:36 #

    Oooooooh, mein liebstes aller Fix-Rezepte!!! Ich hab es, seit es hier keine Tüten mehr gibt, nicht mehr gekocht…aber nun, endlich, kommt es wieder auf den Tisch.
    Mir selber ist der Geschmack nie so gelungen, aber da deine Gerichte bisher alles super schmecken, bin ich total zuversichtlich! DANKE!

  4. Krissi 28. September 2015 at 09:41 #

    Hi Danja,

    ich möchte das Rezept gern für eine größere Gruppe machen (insgesamt sind wir 20 Personen, aber ich denke nicht, dass alle davon essen werden). Was denkst du wie viel ich dann an Zutaten ungefähr brauche?! Alles mal zehn nehmen oder doch lieber etwas weniger? Hättest du da einen Tipp? Ich bin nicht so der Großküchen-Kocher :)

    Und nun zur Vorbereitung: Da ich nicht erst abends anfangen möchte mit kochen, sondern das ganze vorbereiten will, habe ich mir überlegt bis Punkt 7 alles vorzubereiten und dann abends die Soße nochmal aufzukochen und mit Punkt 8 weitermachen. Würde das so klappen?

    Liebe Grüße Krissi :)

  5. Taiya 17. Oktober 2015 at 19:27 #

    Hallo!
    Ich habe heute deinen Auflauf ausprobiert und ich bin begeistert – genau wie ich erwartet hatte! Ich hab mir schon gedacht, dass du’s drauf hast =)
    Uns hat es allen prima geschmeckt! Mein Freund sagt, es schmeckt nicht so intensiv wie die Tütenvariante, aber es sind ja eben auch keine Geschmacksverstärker drin! Es hat uns allen prima geschmeckt. Nächstes Mal versuchen wir aber dann auch nochmal die Oregano-Thymian Variante.

    • Danja 19. Oktober 2015 at 12:57 #

      Hi Taiya,
      vielen Dank- cool, dass es euch so gut geschmeckt hat! Mit der Geschmacksintensität ist es immer so eine Sache- wer die Original-Tütchen gewöhnt ist und den sehr kräftigen Geschmack mag, würzt am besten auch beim Nachkochen sehr kräftig. Ich versuche in meinen Rezepten immer einen mittelweg zu finden, so dass die “Tütenentwöhner” die Soße nicht zu langweilig schmecken und leute, die das Rezept “einfach so” nachkochen, es nicht überwürzt finden. Die Version mit Oregano und Thymian aber kann ich wirklich nur empfehlen, die Kräuter passend ganz hervorragend zu Feta und Hack und sie bringen nochmal eine ganz eigene, intensive Note mit.
      Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße,
      Danja

  6. Anne 30. November 2015 at 21:16 #

    Daa ist er jaa – eendlich. 😛

    Ich habe selbst schon oft versucht, das irgendwie ansatzweise so hinzubekommen, wie die Tüte :/
    hat allerdings nicht wirklich gut funktioniert..

    aaaber demnächst wird dieses Rezept ausprobiert und es wird sicherlich, wie alle anderen Rezepte auch sehr gut schmecken. :)

    Danke, dass man die Tüten jetzt ersetzen kann!

  7. Martina 4. Februar 2016 at 20:27 #

    Hallo Danja,

    ich liebe ja die Tütenvariante, aber da wir auch seit einiger Zeit auf Tütchen aller Art verzichten (wollen), werde ich dein Rezept ganz bald mal ausprobieren.

    Da mir bei dem Gericht auch immer etwas “gemüsiges” gefehlt hat, habe ich schon mal Zucchini und auch schon mal Paprika mit rein gemacht! Die Paprika hat uns da drin sehr gut gefallen!

    Liebe Grüße
    Martina

  8. Sonny 26. September 2016 at 19:11 #

    Very yummy!!!

    Schmeckt auch sehr gut mit Broccoli

  9. Ramona 14. Oktober 2016 at 20:56 #

    Ich habe das Gericht heute nachgekocht, mit Thymian, Oregano, etwas Muskat und etwas Basilikum. Es hat wunderbar geschmeckt!

    Das Tütengericht hat so einen ganz besonderen Geschmack, das riecht man schon, wenn man die Tüte öffnet, nach irgendeinem Kraut, aber ich komme einfach nicht drauf. Hilfe!

    Liebe Grüße Ramona

    • Danja 17. Oktober 2016 at 19:51 #

      Hi Ramona,

      es freut mich sehr, dass dir das Gericht geschmackt hat. Ich bezweifle, dass es ein “Kraut” ist, das man beim Öffnen der Tüte riecht, denn alles an Kräutern und Gewürzen sind eigenlich auch in meiner version. Ich denke, es ist eher die Mischung der anderen Zutaten (Füllstoffe, Stabilisatoren und Geschmcksverstärker), die diesen Geruch zusammen mit den Gewürzen hervorruft. ich werde aber nochmal ein Tütchen kaufen und schauen, ob mir noch etwas einfällt dazu :-)

      Liebe Grüße,
      Danja

  10. Carina 4. Februar 2017 at 19:00 #

    Hallo bei mir sind leider selbst nach 45 min die Kartoffeln nicht durch was hab ich falsch gemacht?

    • Danja 19. Februar 2017 at 15:02 #

      Hi Carina,

      also einen kleinen Unterschied können natürlich verschiedene Kartoffelsorten machen. Aber den meisten Einfluss hat vermutlich, wie dick man die Kartoffeln schneidet. Auf dem Foto kannst Du sehen, dass ich sie auf 3 mm Dicke gehobelt habe- wie Dick waren deine denn? Wenn man sie mit der Hand scheidet, werden sie zB meist etwas dicker.
      Ein anderer fehler kann sein, dass man eine zu hohe (und nicht breite) Auflaufform verwendet. In dem fall sackt die Flüssigkeit etwas nach unten und die oberen Kartoffeln garen quasi ohne Flüssigkeit, was länger dauert.

      Gib doch nochmal bescheid, ob es wohl etwas davon gewesen sein könnte. Falls nicht, tippe ich tatsächlich an die eingangs erwähnte Kartoffelsorte, die ggf etwas länger braucht oder sehr fest bleibt.

      Schöne Grüße,
      Danja

  11. Sma 11. November 2017 at 20:40 #

    Hallo Danja,

    wir haben eben dieses Rezept ausprobiert und es hat uns sehr sehr gut geschmeckt!
    Grundsätzlich freuen wir uns sehr, dass du die verschiedenen Fix-Mischungen nachkochst und die Rezepte teilst. Ist sicherlich auch nicht immer einfach, alles rauszufinden, wodurch der Geschmack denn nun zustande kommt. 😉
    Wir werden jedenfalls demnächst sicherlich noch mehr der Rezepte ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Sma und Freund

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