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Fix ohne Fix: Gulasch ungarisch

Huhu ihr Lieben,

ich habe mich endlich mal wieder an ein neues Fix-ohne-Fix gemacht…leider hänge ich mit der Rubrik im Moment etwas hinterher. Nicht etwa, weil ich keine Lust hätte oder keine Ideen…aber wie viele von euch ja wissen bin ich im letzten Jahr nach Berlin gezogen und mein Freund konnte nicht (sofort) mitkommen, er wohnt noch in Düsseldorf. Das bedeutet, ich koche im Moment meist nur für mich allein und koche deshalb mehr Rezepte, die sich auch für eine Person gut eignen. Dir Fixgerichte sind ja oft für 2-4 Portionen ausgelegt und wenn ich noch dazu 2-3 Versuche brauche bis es richtig gut wird, muss ich locker 6 Mal oder mehr das gleiche essen…*lach*. Meine Küche hier in Berlin ist zwar wunderschön (ich liiiiiibe meine riesige Kücheninsel), aber der Tiefkühlschrank ist leider echt klein, deshalb kann ich leider auch nicht sehr viel für später aufbewahren. Aber keine Sorge, Fix ohne Fix ist am Leben und wird auf jeden Fall regelmäßig weitergeführt- und natürlich versuchen mein Freund und ich dass er schnellstmöglich hier einen Job findet und so nicht nur die Pendelei sondern auch das alleine-kochen ein Ende hat 🙂

Heute habe ich euch ein Gericht mitgebracht, das tatsächlich gar nicht sooo fix zu bereitet ist, weil es mindestens eine Stunde im Topf schmoren muss- das ist allerdings in der Tütenversion genau so. Die meisten servieren zum „Gulasch ungarisch“ wohl Kartoffeln, ich hatte allerdings keine Lust für eine Person Kartoffeln zu kochen, also habe ich (mir selbst, hihi) das Gulasch in einem großen, ausgehöhlten Roggenbrötchen serviert. Sehr lecker, hübsch anzusehen und weniger dreckige Töpfe ;-).

Das Gute am Selberkochen ist, dass man die Schärfe selbst bestimmen kann. Ich benutze für mein Rezept zur Hälfte Paprika rosenscharf und Paprika edelsüß- wer es feurig scharf mag oder keine Schärfe will, kann das natürlich verändern.

Würde ich das Gulasch nicht nach der Fix-Vorlage kochen, hätte ich noch eine große Portion Brot geschnittene Zwiebeln hinzugefügt. Die geben einen Hauch Süße und auch Bindung man benötigt dann weniger Mehl. Aber Zwiebeln sind im Fixgericht nur in kleiner Menge als Gewürz enthalten, also hab ich sie hier auch weggelassen. Probiert es aber ruhig mal aus!

Zutaten für 2-3 Portionen:

400 g Rindergulasch
1 rote Paprikaschote
1 Zwiebel
1 Knobizehe
etwas Öl zum Anbraten
1 gehäufter TL Paprika edelsüß
1 gehäufter TL Paprika scharf
1 gehäufter EL Mehl
1 EL Tomatenmark
400 ml Rinderbrühe + 200 ml Wasser *, alternativ 600 ml Gemüsebrühe
1 gestrichener TL Zucker
Salz, Pfeffer
Wer mag/verfügbar hat: etwas Rauchsalz oder geräuchertes Paprikapulver

*Wenn man selbst kocht anstelle einer Fixtüte, finde ich es natürlich nicht so hilfreich, stattdessen auf eine Brühe aus Pulver zurückzugreifen. Ich empfehle entweder ein Glas (400ml) Rinderfond und zusätzlich 200 ml Wasser, alternativ 600 ml Gemüsebrühe, zB aus meiner selbstgemachten Brühwürze.

Zubereitung

1. Ich kaufe mein Gulasch schon fertig geschnitten beim Metzger. Meist sind mir die Stücke aber etwas zu groß- das hat zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, dauert aber länger ;). Ich schneide die mir also meist noch etwas kleiner:

2. Die Zwiebel und die Knobizehe fein hacken, die Paprikaschote in mundgerechte Stücke schneiden.

3. Ewas Öl in einem weiten Topf erhitzen und die Fleischstücke darin rundherum kräftig anbraten. Kleiner Tipp: Wenn ihr mehr als die angegebene Menge macht oder keinen großen Topf habt, macht ihr das am besten in mehreren Durchgängen, damit das Fleisch nicht einfach nur im eigenen Saft vor sich hin schmort.

4. Die Zwiebel und den Knobi mit in den Topf geben und kurz mit anbraten. Dann Tomatenmark, Paprikapulver und Mehl in den Topf geben und sehr gut umrühren. Konstant etwa 1 Minute weiterrühren, während der „Matsch“ 😉 langsam mit anröstet.

5. Jetzt Die Paprika zugeben und dann alles mit der Brühe/Wasser ablöschen.

6. Gut umrühren, mit einer guten Portion Salz und Pfeffer sowie dem Zucker abschmecken und dann aufkochen lassen. Jetzt die Hitze reduzieren und alles zwischen 60 und 90 Minuten schmoren lassen, je nachdem wie groß die Fleischstücke waren. Die in meinem Bild oben haben eine gute Stunde gebraucht.

7. Zwischendurch 2-3 mal umrühren und checken, ob genug Flüssigkeit im Topf ist- ggf etwas Wasser nachgeben.

8. Wenn das Fleisch weich gekocht ist, nochmal abschmecken: In der Tüte ist etwas geräucherter Speck  für das Raucharoma enthalten- wer welches zu Hause hat, kann seinem Gulasch mit etwas Rauchsalz oder geräuchertem Paprikapulver den letzten Schliff verpassen.

9. Mit Kartoffeln, Nudeln oder Brot servieren und genießen 🙂

Lasst es euch schmecken!

Tipps:

  • Ich hatte ja eingangs schon geschrieben, dass ich normalerweise viel mehr Zwiebel zugeben würde. Prima passt eine Gemüsezwiebel, in grobe Spalten geschnitten und mit angebraten. Dann kann man die Menge an Mehl um die Hälfte reduzieren.
  • Auch lecker ist es, einen Teil der Brühe durch Rotwein zu ersetzen

Vergleich von Kosten und Aufwand:
Das Tütchen kostet rund 80 Cent. Fleisch und Paprika müssen in beiden Varianten gekauft werden, in meiner Variante kommen hinzu: Knobizehe, Zwiebel, Brühe, Paprika, Salz, Pfeffer, Zucker, Mehl. Anteilig  (Gewürze halten sich ja lange und können für andere Gerichte genutzt werden) liegt der Preis locker im Rahen der Tüte, wenn man selbstgemachte Brühwürze verwendet. Wer ein Glas Rinderfond kauft, zahlt etwa 2 € mehr.
An Aufwand kommt zusätzlich hinzu: Schnippeln von Zwiebel und Knobi sowie Anbraten mit den Gewürzen und dem Mehr/abschmecken. Alles in allem ein Mehraufwand von weniger als 10 Minuten.

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14 Responses to Fix ohne Fix: Gulasch ungarisch


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