Fix ohne Fix: Djuvec-Reis

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Was lange währt…*räusper*…

Dieses Fix ohne Fix wurde schon vor Ewigkeiten gewünscht. Leider war ich bisher nicht dazu gekommen und ich könnte mir jetzt tausend Ausreden einfallen lassen aber ich geb’s zu: ich dachte einfach, mir schmeckt das nicht. Ich hatte  -weshalb auch  immer- nämlich immer sofort diesen roten Reis vom Griechen vor Augen…ohne zu merken, dass ich da völlig auf dem falschen Dampfer war und es sich ja hier um ein komplettes Gericht handelt. Und dann auch noch um ein ganz anderes…*lach*. Ups…

…eine dicke Entschuldigung an alle, die auf dieses “Fix ohne Fix” gewartet haben! Dafür bekommt ihr es jetzt mit einem Handkuss und den herzlichsten aller Grüße aus dem Hause Feinkostpunks serviert! :-)

Die Zubereitung ist recht easy, alles kommt zusammen in eine Pfanne, eigentlich muss man nur die richtige Reihenfolge einhalten. Selbst der Reis gart direkt in der Soße mit dem Fleisch- das spart nicht nur Abwasch, sondern macht den Reis natürlich verglichen mit dem Garen in Wasser auch sehr aromatisch.

Die Schärfe könnt ihr durch das scharfe Paprikapulver selbst bestimmen. Wer auf Schärfe steht, kann auch gut eine Hälfte des Paprikapulvers durch eine gehackte oder etwas gemahlene Chili ersetzen.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

300 g Geschnetzeltes*
150 g Reis (trocken gewogen)
3-4 EL Tomatenmark
1 TL scharfes Paprikapulver
500 ml Gemüsebrühe
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
1 Knobizehe
1 TL Zucker
1-2 EL gehackte glatte Petersilie (TK geht auch gut!)
Salz, Pfeffer
etwas Öl oder Butterschmalz zum Anbraten

* Einfache, klein geschnittene Schweineschnitzel funktionieren super. Wer es exa-zart mag, nimmt Schweinefilet.

Zubereitung:

1. Die Zwiebel und den Knobi fein hacken, die Petersilie (wenn nicht TK verwendet wird) ebenfalls hacken.

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2. Etwas Fett in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin glasig braten. Wenn sie beginnen zu bräunen, das Geschnetzelte und den Knoblauch hinzugeben, rundherum anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen.

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3. Wenn das Fleisch von außen leicht gebräunt ist (von innen muss es noch nicht komplett gar sein), das Tomatenmark und Paprika/Chilipulver mit in die Pfanne geben und gut verrühren. Tomatenmark und Gewürze rösten jetzt 2-3 Minuten mit an, dabei immer wieder gut umrühren. Das Tomatenmark darf gerne Röstaromen produzieren, aber es soll ja nicht schwarz werden.

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4. Nun den Reis roh zugeben, umrühren und nochmal eine Minute mit anschwitzen.

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5. Jetzt mit der Gemüsebrühe ablöschen (erstmal nur 450 ml- mehr nachgeben geht ja immer!), die Petersilie und den Zucker einstreuen und alles aufkochen lassen.

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6. Unter Rühren (nicht so intensiv wie bei Risotto, aber schon immer mal wieder) bei offener Pfanne und mittlerer Hitze köcheln lassen. Der Reis quillt dabei auf und nimmt nach und nach die Flüssigkeit auf. Am besten, man hat noch etwas mehr Gemüsebrühe parat, jeder Reis ist etwas anders. Auf der Tüte werden 20 Minuten hierfür angegeben, aber auch darauf hingewiesen, dass man die Kochzeit auf seiner Reispackung berücksichtigen soll- das würde ich so unterschreiben. Wer möchte kann natürlich auch die Pfanne mit einem Deckel verschließen, dann wird vermutlich etwas weniger Brühe benötigt.

7. Zuerst wirkt das Gericht noch etwas “schlotzig”- je nachdem wie sehr man das mag, kann man am Ende entweder alle Flüssigkeit einkochen/aufnehmen lassen oder eben nicht.  In jedem Fall gilt: Wenn der Reis gar ist, ist das Gericht fertig.

Noch ein bisschen zu flüssig für meinen Geschmack:

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Fertig:

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Übrigens: Schmeckt superlecker mit Kräuterquark- das Gericht ist auch ohne “Soße” nicht trocken, aber der Quark löscht ein wenig die Schärfe, wenn man etwas viel scharfes Paprikapulver oder Chili erwischt hat :-)

Und hier kommt der Vergleich von Geld und Aufwand:
Das Tütchen kostet knapp 90 Cent und ergibt die gleiche Menge, das ist also mein Vergleichspreis. Fleisch, Reis und Bratfett werden auch zum Originaltütchen hinzugegeben, fallen also aus der Berechnung raus. Zusätzlich verwendet werden in meinem Rezept Knobi, Zwiebel, Tomatenmark, Petersilie und Gewürze. Anteilig gerechnet kosten diese Zutaten weniger als 1 Euro und wer dafür erst etwas anschaffen muss (zB. Tomatenmark oder Paprika) kann die Reste auf jeden Fall sehr lange aufbewahren und auch für viele andere Rezepte hier auf dem Blog verwenden. Insgesamt würde ich also sagen, der finanzielle Aufwand ist vergleichbar.
Der zeitliche Aufwand beläuft sich auf etwa 10 Minuten mehr für das Schnippeln und Anbraten – vertretbar, denke ich.


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16 Responses to Fix ohne Fix: Djuvec-Reis

  1. alfine71 4. November 2015 at 18:53 #

    Hallo Danja,

    das sieht sehr lecker aus, aber Djuvecreis kenne ich nur als Beilage mit roter Paprika, ohne Fleisch drin,
    dein Rezept kommt dem Serbischen Reisfleisch sehr nahe, das kenne ich dann aber auch mit roten Paprikastücken drin.

  2. alfine71 4. November 2015 at 18:53 #

    lg Kerstin

  3. Katharina 5. November 2015 at 08:06 #

    Guten Morgen,

    ich wäre zwar nie auf die Idee gekommen, Fix-Produkte für irgendwas zu verwenden (ich mag den oft “künstlichen” Geschmack nicht, außerdem weiß ich gerne, was in meinem Essen drin ist), aber Deine Fix-ohne-Fix-Rezepte probiere ich immer gerne aus.

    Heute Mittag bzw. abends gibts dann den Djuvec-Reis. Mal sehen, was ich an frischem Gemüse oder Salat ergattern kann. Frischer Wirsing ist noch da. Passt zwar nicht optimal, sollte aber verbraucht werden :)

    Bin schon gespannt wies schmeckt.

  4. andrea 5. November 2015 at 09:45 #

    Ohh, ich liebe Deine Fix ohne Fox Gerichte. ;))) Hier kann ich mir noch super Ajvar als leichten Schärfe Geber vorstellen. Gibt es auch in scharf und mild.

    Das hat eine Freundin meiner Tochter, die in jungen Jahren tausendmal besser kochen kann als ich…
    was aber kein Wunder ist, weil sie Inderin ist. 😉 Sie hat für uns diesen Reis mit viel Gemüse ohne Fleisch aber mit diesem Ajvar gekocht und das war oberhammerköstlich.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Danja 6. November 2015 at 15:41 #

      Huhu Andrea,

      stimmt, Aivar ist auch eine super Idee anstelle von Tomatenmark + Chili. Ich finde allerdings, da gibt es große Unterschiede: In einigen Sorten wird Essig verwendet, das mag ich in der Kombination gar nicht. hast Du einen guten Tipp für eine Marke? Meine letzten Versuche waren irgendwie nicht so toll..

      Danke schonmal und ganz liebe Grüße,
      Danja

      • Dingo 13. Juli 2016 at 00:27 #

        Bin durch Zufall hier gelandet und wollte mal meinen Ajvar dazu geben.

        Wir nehmen für unseren Djuvec Reis immer Baktat Bio Ajvar mild. Den gibts im Grunde in jedem Bioladen. Wir lassen allerdings das Fleisch weg, tun Erbsen mit rein und machen üblicherweise Ćevapčići dazu (hab bestimmt irgendwo einen Strich vergessen…).

        Wer es scharf mag kann auch Harissa nehmen. Da nehmen wir immer das von Demeter, allerdings ist das echt scharf und man sollte sehr vorsichtig beim dosieren sein.

        LG
        Elmar

  5. Elke 8. November 2015 at 19:57 #

    Heute ausprobiert m Schweinefilet, einen Blattsalat dazu u wieder ein sehr leckeres Essen – fix gemacht.

  6. VíCTOR 9. November 2015 at 13:52 #

    Danja Hallo, das Rezept sehr lecker.
    Ich mochte.
    kennen Sie die Vorteile von Olivenöl?
    Vielen Dank und Grüße aus Spanien

  7. Mahée Ferlini 1. Dezember 2015 at 01:33 #

    Perfekt zum kalte WInterabend.

  8. Sandra 31. Januar 2016 at 01:05 #

    Welchen Reis hast du verwendet?

    • Danja 2. Februar 2016 at 12:17 #

      Huhu Sandra,

      ich habe hier Basmatireis verwendet- es schmeckt aber sicher mit jedem Reis, den Du sonst auch magst.

      Grüssli,
      Danja

  9. Meike 2. Februar 2016 at 13:04 #

    Gab es früher (vor ca. 25 Jahren) öfters bei uns zu Hause. Zubereitet mit der obligatorischen Maggi-Tüte… Da hieß das Ganze noch “Serbisches Reisfleisch”. Meine Geschwister und ich haben das sehr geliebt. Heute verzichte ich auf jegliche Tütchen und habe mich deshalb umso mehr darüber gefreut, hier eher zufällig über die tütchenlose Variante gestolpert zu sein.

    Danke! Wird bald ausprobiert.

    Viele Grüße
    Meike

  10. Baileys 24. Februar 2016 at 20:37 #

    Ich habe das Rezept vor einigen Wochen hier entdeckt und seitdem bestimmt über 10 mal gekocht. Selbst mein Mann der überhaupt kein Korn Reis mag, isst davon schubkarrenweise.
    Ich lasse aber das mit angebratene Fleisch aber weg und serviere es später zu Steak & Co.
    Am besten schmeckt dazu ein cremiger Tzatziki !

    • Danja 2. März 2016 at 09:52 #

      Hey Baileys

      vielen dank für Deinen kommentar, ich freue mich riesig, dass das Rezept einen Reis-Skeptiker überzeugen konnte :-)

      Ganz liebe Grüße,
      Danja

  11. Supi 16. April 2016 at 15:29 #

    Heute ausprobiert und muß sagen ist echt super lecker.

    • Danja 18. April 2016 at 03:23 #

      Hey Mario,

      vielen Dank für Dein Feedback…es frue tmich, dass Dir mein Fix-ohne-Fix geschmeckt hat!

      Grüssli,
      Danja

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