Fischfilet auf der Knusperhaut gebraten mit Grillzucchini und Ofentomaten…sooooo lecker!

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Klingt aufwändig, sieht schickt aus, ist aber supereinfach gemacht. Genau sowas wünschen wir uns doch zum Feierabend, oder?
Ich habe dieses Rezept, obwohl es echt wenig Aufwand ist, allerdings nicht mit dem Namen “Feierabend-Quicky” versehen, wie einige andere, denn die Tomaten müssen doch eine Weile im Ofen schmoren. Aber das können sie gut alleine, Arbeit hat an damit so gut wie nicht :-).

Die Idee habe ich bei Chefkoch geklaut, allerdings habe ich meinen Lieblingsfisch (Saibling) verwendet, im Original wird Zander empfohlen. Den finde ich im Vergleich zum Saibling leider immer etwas langweilig… aber grundsätzlich würde es mit jedem Fisch funktionieren, bei dem man die Haut mitessen kann. Eine leckere Variante wäre auch Red Snapper.

Das Gericht kommt ohne Kohlenhydrate aus Nudeln, Reis & Co aus, wer eine Sättigungsbeilage dazu möchte, dem empfehle ich knuspriges Ciabatta oder Bandnudeln, die man zB unter die Zucchini rühren kann.

Ofentomaten essen wir sehr gerne. Was ich an diesem Rezept aber toll fand war, dass neben den klassischen Aromen wie Knobi und Kräuter noch Sternanis und Fenchelsamen hinzugegeben werden. Keine Sorge, das ganze schmeckt dann nicht wie ein Hustenbonbon…es “pafümiert” das Olivenöl im Ofen ganz leicht, man würde es wahrscheinlich nicht erkennen, wenn man es nicht weiß. Aber es macht den Geschmack interessanter und irgendwie auch runder.

Zutaten für 2 Personen:

1 Saiblingsfilet (ca 350 g) mit Haut
2 Zucchini, normale Supermarktgröße, keine Riesenmonster 😉
250 g Kirschtomaten
einige EL Olivenöl*
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe
1 Sternanis
1 TL Fenchelsamen
2 EL Pesto nach Geschmack
Salz, Pfeffer
1 TL Butter

*ich nutze vom Öl an den Tomaten hinterher allerdings nur etwa 1 EL pro Person, der Rest ist nur da, damit die Tomaten im Ofen quasi etwas marinieren.

Ich habe übrigens dieses Mal ein Wildkräuter-Pesto benutzt:

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Leider mag mein Freund das nicht so gerne, es schmeckt sehr kräftig, aber ein einfaches Basilikumpesto (gekauft oder selbstgemacht) funktioniert sicher auch.
Kleiner Tipp zum Ablauf: Die Tomaten müssen eine Weile im Ofen bei niedriger Temperatur garen, rund eine Stunde. Das kann man, wenn nötig, auch schon am Vortag oder irgendwann tagsüber machen. Wenn man die Tomaten schon fertig hat und nur wieder im Ofen erhitzt, ist das Essen in 20 Minuten auf dem Tisch.

Zubereitung:

1. Den Rosmarin, den Thymian und die geschälte Knobizehe grob durchhacken. Mit den Tomaten, dem Sternanis und dem Fenchel vermengen. Mit einem guten Schuss (ich denke, so 5-6 EL) Olivenöl übergießen und im Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 110 Grad etwa eine Stunde schmoren.

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2. Dabei 2 mal ganz vorsichtig durchrühren oder mit dem Öl und den Gewürzen beträufeln.  Wenn die Tomaten aufplatzen und etwas zusammenfallen, sind sie fertig. Wer mag, gart sie schon früher und stellt den Ofen aus, sobald sie beginnen, aufzuplatzen. Dann später zum Kochen einfach wieder anstellen, bis Zucchini und Fisch fertig sind, sind es die Tomaten auch.

3. Während die Tomaten schmoren, die Zucchini schräg in große Scheiben schneiden, etwa 0,5 cm dick, oder etwas weniger. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und die eine Hälfte der Zucchinischeiben darin anbraten, wer mag, nimmt dafür eine Grillpfanne (eigentlich würde ich sie auf unserem schönen neuen Indoor-Grill machen, aber ausgerechnet als ich das Gericht für euch fotografieren wollte war ich leider superspät zu Hause und hatte keine Lust, nach dem Essen noch den Grill zu putzen ;-)).

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4. Während des Bratens mit Salz bestreuen. Wenn die Scheiben leicht gebräunt sind, herausnehmen und auf einen Teller geben, pfeffern. Dann im Ofen (da sind ja schon die Tomaten) warm halten, genauso mit der 2. Runde verfahren. Tipp: Die Servierteller gleich mit in den Ofen, so sind sie schön warm und das Gemüse kühlt später nicht so schnell aus.

5. Den Fisch in etwa 4 kleinere Teile schneiden, so zerfällt er beim Braten nicht. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Saibling mit der Hautseite nach unten hinein geben. Salzen und Pfeffern. Nun könnt ihr von der Seite praktisch zuschauen, wie der Fisch gart.

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6. Wenn er etwa bis zur Mitte gar aussieht, umdrehen auf die Seite ohne Haut, 1 TL Butter hinzugeben, kurz durchschwenken und die Pfanne vom Herd ziehen. Die Restwärme in der Pfanne gart den Fisch fertig und ihr habt Zeit, euch in Ruhe um den Teller zu kümmern.

7. Zum Anrichten kommt zuerst die im Ofen warmgehaltene Zucchini auf den Teller, rund herum werden die Tomaten gegeben. Ich gebe dann ca. 1 EL vom gewürzten Öl aus der Tomaten-Form mit auf die Zucchini und die Tomaten. Dann verteile ich etwas Pesto am Rand. Zum Schluss der Fisch mit der knusprigen Haut nach oben auf die Zucchini.

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Noch etwas Salz und Pfeffer oben auf den Fisch- fertig!

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Übrigens: Wenn man ein passendes Pesto kauft oder selbst macht (ohne Parmesan), hat man ein wunderbar Paleo-geeignetes Rezept.


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