“Entschärfte” Blumenkohl-Bacon-Bombe mit leichter Käsesoße

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Hachja…die Blumenkohlbombe. Seit vielen Jahren geistert dieses Rezept schon durchs Netz – es ist so einfach wie genial und verpackt in eine große Portion Hackfleisch und Bacon haben wohl schon Unmengen an Muttis Mann & Kindern Gemüse untergejubelt ;-).

Für mich persönlich braucht sich Gemüse ja wirklich nicht verstecken- schon gar nicht unter Fleisch- aber die Kombi Blumenkohl-Hackfleisch-Bacon-Käse-Kräuter schmeckt mir einfach sehr, sehr gut….so gut, dass ich euch heute meine Version dieses Klassikers vorstellen möchte.

Das “Originalrezept” (oder das, was als solches zumindest vor vielen Jahren mal bei mir vorbeikam) beinhaltet “nur” die Bombe selbst, ohne Soße. Ich persönlich finde aber, eine cremige, helle Soße gehört einfach zu Blumenkohl- und sie passt herrlich zu dieser Mischung mit dem Bacon.
Einer der Hauptgründe, weshalb das Rezept übrigens Jahr für Jahr im Januar im Netz ein “Revival” feiert, ist, dass es sich für viele Abnehm-Ernährungsprogramme nutzen lässt, und die sind ja -guten Vorsätzen sei Dank- im Januar besonders gefragt. Die Low-Carb’ler freuen sich über ein Gericht ohne Kartoffeln, Nudeln & Co, die Weight Watcher nutzen mageres Fleisch und Schinken statt Bacon und haben ein 1 a “punktearmes” Rezept und auch wer zur “abends keine Kohlenhydrate”-Fraktion gehört, kann mit dem Rezept etwas anfangen.

Ich finde es einfach lecker ;-).

Was ist an meiner Version anders?
Nun, neben der Soße habe ich das ganze mal für einen etwas kleinen Blumenkohl ausprobiert. Nicht in jeder Familie macht so eine große “Bombe” ja schließlich Sinn. Das Originalrezept sieht einen großen Blumenkohl und 1 kg Hackfleisch vor- ich habe es auf einen kleinen Blumenkohl und 600 g Fleisch heruntergerechnet.
Zudem mische ich Bacon und mageren Schinken. Der Speck ist zwar lecker, aber er bringt auch massig Kalorien mit sich. Gemischt finde ich die Bombe ideal. Als Fleisch nehme ich fettarmes Tatar- durch den Bacon von oben und den Blumenkohl von unten wird das Fleisch nämlich nicht trocken.

Ein kleiner Tipp noch: Wer mag, kann die Hackfleischmasse natürlich auch anders würzen oder einfach sein lieblings-Frikadellenrezept verwenden, hochgerechnet auf 600 g Fleisch. Kräuter, karamellisierte Zwiebeln, Knobi…es gibt viele Variationsmöglichkeiten für Hackfleischteig.

Rezept für etwa 3 Portionen

1 kleiner Blumenkohl
600 g mageres Rinderhack
6 Scheiben Bacon
4 Scheiben mageren Schinken
1 kleines Brötchen oder 2 Scheiben Toast*
Wasser, Milch oder Brühe um das Brötchen einzuweichen
1 EL Senf
1 großes Ei (alternativ 1 Ei in M + ein Eigelb)
Salz, Pfeffer

*Wer auf KH verzichten möchte, nimmt statt dess Brotes 2-3 EL Quark, das macht den Teig ebenfalls etwas lockerer

Für die Soße:
1,5 EL Butter oder Butterschmalz
1 EL Mehl
200 ml Blumenkohl-Kochwasser (auffangen!)
100 ml Milch
Salz, Pfeffer
4-6 EL geriebenen Käse oder 2 gute EL Schmelzkäse
2 EL gehackte Kräuter (Petersilie bietet sich an, etwas Estragon geht auch oder auch Kerbel. Italienische Kräuter passen eher nicht)

Zubereitung:

1. Den Blumenkohl von allen Blättern befreien. Den Strunk ggf etwas kürzer schneiden und kreuzweise einritzen:

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2. Den Blumenkohl nun in kochendem Salzwasser 10 Minuten blanchieren. Dann herausnehmen und das Wasser auffangen (wichtig für die Soße!).

3. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brötchen mit Milch oder Brühe übergießen, ausdrücken. Übrigens: In vielen Rezepten wird das Brötchen einfach mit Wasser eingeweicht. Ich finde das nicht so toll- mal ehrlich, welches Hackfleischrezept wird schon durch die Zugabe von geschmackfreiem Wasser besser? ;-). Milch, Brühe, Sahne…was auch immer euch gefällt, nehmt irgendwas außer Wasser!

4. Hackfleisch, Ei, Senf, ausgedrücktes Brötchen sowie eine gute Portion Salz und Pfeffer vermengen und zu einer homogenen Masse verkneten.

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5. Den Blumenkohl mit dem Strunk nach unten in eine Auflaufform geben. Die Hackfleischmasse darauf verteilen und mit den Händen glatt streichen. Jetzt den Schinken und den Bacon abwechselnd in Streifen auf die Halbkugel legen, so dass das Fleisch komplett bedeckt ist. Ich nehme immer zuerst den Schinken und fülle mit dem Bacon dann die “Lücken”. Unbedingt auch unten bis zum unteren Rand belegen- Schinken und Bacon ziehen sich bei der Hitze ja etwas zusammen und dann sieht es schnell aus, als hätte eure Bombe eine “Hochwasserhose” an ;-).

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6. Nun die Bombe für rund 40 Minuten in den Ofen geben. Im Zweifelsfall an einer Seite kurz einschneiden- wenn das Hackfleisch in der Mitte nur noch ganz leicht rosa ist, ist die Bombe fertig.
Es wird ein wenig Fett aus dem Hack und dem Bacon gemischt mit etwas Wasser aus dem Blumenkohl austreten und sich in der Form sammeln. Wer mag, kann die Bombe ab und an damit bestreichen, dann wird der magere Schinken nicht trocken.

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7. 10  Minuten vor Ende der Backzeit machen wir die Soße: Die Kräuter fein hacken, alle anderen Zutaten bereit stellen ( das ist wichtig, weil man bei einer Bechamel am Anfangetwas aufpassen muss und zwischendurch nicht abwiegen oder zum Kühlschrank laufen kann).

8. Die Butter in einem Topf  erhitzen, das Mehl zugeben und sofort gut einrühren. Es bildet sich eine blubberige, weiße Masse. Diese Masse für rund 30 Sekunden unter Rühren weiter erhitzen. Sie sollte nicht bräunen, wenn man eine helle Soße möchte.

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9. Nun die Brühe und die Milch zugeben und sofort alles gut umrühren. Aufkochen lassen. Es kann sein, dass sich ein paar Klumpen gebildet haben, aber das macht nichts- einfach weiterrühren beim Erhitzen, das löst sich wieder auf. Rund 5-6 Minuten einköcheln lassen, so verschwindet der Mehlgeschmack.

10. Wenn die Soße euch zu dickflüssig wird, einfach etwas Brühe oder Milch nachgeben. Dann die Kräuter einrühren sowie den Käse. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann etwas Muskat an die Soße geben, mir schmeckt das sehr gut.

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Soße und Bombe zusammen servieren- fertig!

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12 Responses to “Entschärfte” Blumenkohl-Bacon-Bombe mit leichter Käsesoße

  1. Melanie 21. Januar 2016 at 15:04 #

    Das klingt ja echt lecker bei der nächsten Gelegenheit wird es nachgekocht.
    So eine feine Käse Sauce passt super zu Blumenkohl. Lg

  2. Becky 23. Januar 2016 at 20:04 #

    Das Rezept merken wir uns gleich für den nächsten Einkauf vor! :) Wie schwer war dein Blumenkohl so in etwa?

    • Danja 23. Januar 2016 at 21:33 #

      Huhu,

      Ohne Blätter und schon mit gekürztem Strunk waren es rund 480g.

      Grüssli,

      Danja

    • Danja 27. Januar 2016 at 13:17 #

      Huhu, der Blumenkohl wiegt dann (Blätter und Struk entfernt) rund 450 g.

      Grüssli,
      Danja

  3. NicoleK. 27. Januar 2016 at 08:25 #

    Oh mein Gott… oh mein Gott… oh mein Gott. Habe es gestern nachgekocht, man das ist ja soooooo lecker. Selbst mein Mann und meine 4-jährige Tochter haben ordentlich reingehauen. Mega lecker, schnell gemacht und echt sättigend. Wird es bestimmt öfters geben. Danke für das tolle Rezept.
    LG Nicole

    • Danja 27. Januar 2016 at 12:24 #

      HUhu Nicole,

      vielen Dank für dein Feedback- ich freue mich sehr, dass euch die “Bombe” heschmeckt hat. Wenn man sie nicht zu fettig zubereitet, ist es ein tolles Alltagsrezept, finde ich!

      Liebe Grüße,
      Danja

  4. BrittaK 28. Januar 2016 at 09:29 #

    Hallo Danja,

    super lecker das Rezept. Hab es gestern ausprobiert. Auch mein Mann war total begeistert davon.
    Finde deine Seite sowieso spitzenmäßig. Hab schon einiges ausprobiert und noch viel auf der Will-ich-noch-mal-machen Liste.

    Liebe Grüße

    Britta

  5. runninggag 28. Januar 2016 at 19:24 #

    wirklich sehr lecker

    da wir kohlenhydratfans sind, gabs noch kartoffelecken aus dem ofen dazu (einfach mit olivenöl und salz), das hat super gepasst. dadurch hätte die menge aber auch locker für 4-5 leute gereicht.

  6. Mahée Ferlini 30. Januar 2016 at 05:14 #

    Ihre Fotos in deise Beitrag sind echt gut! Ich kann mir vorstellen, wie gut Ihre Küche duftet!

  7. Hexe 1. Februar 2016 at 15:18 #

    Diese “Bombe” sieht supergut aus und wird heut Abend endlich ausprobiert, bin schon sehr gespannt 😀 Ich werd ein paar Salzkartoffeln dazu machen, da ich Angst hab, dass ich ohne KH nicht satt werde.

    Danke für das sehr lecker aussehende Rezept!

    Glg
    Katja

  8. Elke 14. Februar 2016 at 19:51 #

    Bombe war wieder ein voller Erfolg. Sehr lecker u hatten auch Kartoffeln dazu …falls es nicht reicht – nun haben wir für morgen noch.
    Wird auf jeden Fall nochmal gemacht.

  9. Toni 11. März 2016 at 11:15 #

    Ein kleiner Tipp von einem Koch:
    Da du eine Mehlschwitze machst, lass die Butter und das Mehl (beurre manié) ein wenig länger schwitzen, 4min bei schwacher Hitze, da bräunt dann auch nichts, aber so verfliegt der Mehlgeschmack

    Liebste Grüße

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