Einfaches Gemüse-Hähnchen-Curry für 1001 Variationen :-)

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Huhu, diejenigen unter euch, die sich viel in Kochforen herumtreiben, kennen sicherlich den Ausdruck “RumFort-Essen”, oder? Das ist ein Gericht aus allem was RUMliegt und FORT muss :-).

Wenn sich bei uns so einiges an “RumFort-Gemüse” angesammelt hat, gibt es meistens ein cremiges Curry mit Reis dazu. Da die Gemüsesorten immer mal variieren, möchte ich euch heute mein Grundrezept vorstellen. Das kann man — je nach übrig gebliebenem Gemüse oder Fleisch — natürlich wild variieren!

Grundsätzlich eignet sich fast jedes Gemüse dazu, das nicht komplett zerfällt beim kochen. Tomaten also sind nicht so gut, aber Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Pilze, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli…die Liste könnte sehr lang werden! 😉

Der Clou ist es, alle (oder wenigstens die meisten) Gemüsesorten kurz einzeln hintereinander anzubraten. Das braucht zwar etwas Zeit, aber bis der Reis fertig ist, dauert es ohnehin mindestens 20 Minuten. Wenn wir die dazu nutzen, die Gemüsesorten einzeln anzubraten und dann bis zum großen Finale neben der Pfanne auf einem Teller zu lagern, hat hinterher alles den perfekten Garpunkt. Probiert es mal aus!

Zutaten für 2 Personen (mit Hunger ;-)):

250 g Hähnchenbrustfilet*
1 große Zwiebel
etwa 6 Handvoll gemischtes Gemüse (hier bei mir: 2 Möhren, 1 kl. Zucchini, 1 rote Paprika, 1 Handvoll Pilze, 1 Handvoll Bohnen)
Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
100 ml Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1 TL Kurkuma
2 TL Garam Marsala**
2 TL Currypulver (oder mehr, nach Geschmack)
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 Dose (400 ml Kokosmilch)
1 Handvoll Korianderblätter
Salz, Pfeffer

* Statt Hähnchen kann man auch Schweinefilet oder Rindersteak nehmen. Tofuwürfel oder Garnelen passen auch :-).
** Garam Marsala gibt es als fertige Gewürzmischung in vielen Supermärkten, aber ich bestelle es online immer hier, zusammen mit vielen anderen Gewürzen.

 

Zubereitung:

1. Das komplette Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Je nach Sorte (Möhren, Zwiebeln..) natürlich vorher schälen, die anderen Sorten waschen. Auch Zwiebeln können ruhig in große Stücke oder auch Ringe geschnitten werden, sie werden im Laufe der Garzit weich und mild.

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2. Wenn Bohnen, Brokkoli oder Blumenkohl dabei sind (oder andere Sorten, die durch kurzes Anbraten nicht gar genug werden), diese kurz in heißem Salzwasser kochen. Wenn sie gar, aber noch knackig sind, abgießen und mit kaltem Wasser übergießen. In meinem Fall betraf das nur die grünen Bohnen.

3. Das Hähnchenfilet (oder was euch dazu gefällt- man kann das Curry auch komplett vegetarisch machen) ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

4. Fett in einer großen Pfanne heiß werden lassen und nun die einzelnen Sorten nach und nach rundherum anbraten. Alles sollte gar, aber nicht zu weich sein, da alles gemeinsam hinterher ja noch einmal in die Pfanne wandert. Ich beginne mit dem Fleisch:

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5. Danach kamen die Zwiebeln und dann die Zucchini an die Reihe:

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Neben der Pfanne hatte ich einen großen Teller, auf den ich nach und nach alles gestapelt habe ;-).

6. Die Möhren, Paprika und Pilze durften zusammen in die Pfanne. Alles war nur in kleinen Mengen da (wenn man die Pfanne zu voll macht, schmort das Gemüse nur im eigenen Saft, brät aber nicht) und hatte in etwa die gleiche Garzeit.

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7. Wenn alle Sorten einzeln gegart sind, folgt das große Finale: Alles zusammen wieder in die Pfanne geben (das vorher gekocht und abgegossene Gemüse nicht vergessen!) und gut durchmengen. Dann das Tomatenmark unterrühren und 1-2 Minuten mit anrösten. Dann das Curry und Garam Marsala zugeben und ebenfalls mit anrösten.

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8. Die Gemüsebrühe unterrühren und nun die Kokosmilch dazugießen. Den Koriander grob hacken, unterheben. Kurkuma und Paprikapulver zugeben. Gut umrühren und 5 Minuten köcheln lassen.

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9. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver pikant abschmecken. Wer das Curry sehr dickflüssig/sämig mag, bindet noch mit 1 EL Speisestärke und 3 EL Wasser (Beides verrühren, ins Curry geben, gut durchrühren und nochmal aufkochen lassen).

Dazu gibt es bei mir ab sofort immer den Vollkornreis von “Reishunger“, einem jungen Bremer Unternehmen, das per Online-Versand richtig hochwertige und superleckere Reissorten vertreibt.

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Weil mir vorher Vollkornreis nie geschmeckt hat und ich deshalb so begeistert bin, werde ich euch die Produkte von “Reishunger” in den nächsten Tagen nochmal näher vorstellen.

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Ich bin gespannt, welche Rumfort-Currykreationen in eurer Küche entstehen… Berichtet doch mal!

Liebe Grüße,

Danja


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8 Responses to Einfaches Gemüse-Hähnchen-Curry für 1001 Variationen :-)

  1. Tonia 2. Juli 2013 at 22:59 #

    Hey, so ähnlich mache ich das Curry auch immer. Ein total tolles Essen und wirklich praktisch, wenn was weg muss:) Keine Currypaste, wie viele sie benutzen, sondern einzelne Gewürze, so lass ich mir das am liebsten schmecken! Butterschmalz sollte ich auch mal benutzen… gute Idee, zumal ich gerade welches da habe. Liebe Grüße von Backen macht froh;)

  2. tess 6. Februar 2015 at 13:40 #

    Hi. Habe die Gewürzmischung Garam Marsala in diversen Supermärkten gesucht und keinen Erfolg gehabt ( E Center, Lidl, Netto,Rewe). Abgesehen von der Internet Bestellung wo bekomme ich diese Würzmischung?

    • Danja 9. Februar 2015 at 09:04 #

      Huhu,

      also hier gibt es Garam Masala bei Rewe, Real und Edeka…komisch. Man kann es selbst machen (Rezepte gibts bei Chefkoch) oder auch im Internet kaufen, zB bei Amazob. Ich kaufe fast alle meine Geqwürze bei “Madavanilla”, so auch Garam Masala.

      Liebe Grüße,
      Danja

  3. Tess 17. Februar 2015 at 15:33 #

    huhu,

    aus den Untiefen des Edeka melde ich mich zurück und kann berichten : ja! ich habe Garam Masala endlich gefunden!!!! Die ewige Suche im Gewürzregal hat ein Ende , es war im Bereich Spezialitäten -.- .
    Dort konnte ich auch auch gleich die Harissa Paste ergattern . Nun kann endlich nach gekocht werden =) . Danke .

    • Danja 17. Februar 2015 at 15:40 #

      Huhu Tess,

      das ist ja super :-). Viel Spaß beim Ausprobieren und ganz liebe Grüße,
      Danja

  4. Anna 17. März 2015 at 20:35 #

    Hej, ich hab das Gericht gestern nachgekocht, sehr lecker.
    Allerdings habe ich immer Angst, dass mir die Gewürze beim Anrösten verbrennen. Gibt es da etwas, was ich beachten sollte?
    Gern würde ich auch das Fleisch vorher noch etwas marinieren, etwa mit Sojasauce, Honig und Ingwer. Geht das?

    Sorry, so viele Fragen. ; )
    Gruß Anna

    • Danja 17. März 2015 at 21:05 #

      Hey Anna :-)

      Die Gewürze verbrennen nicht so schnell. Man sollte nur keine Kräuter mit anrösten, die verbrennen deutlich schneller.
      Probier es ruhig mal aus, es riecht herrlich aromatisch und der Geschmack wird viel intensiver.

      Das Fleisch kannst Du natürlich vorher marinieren. Mit Honig habe ich das noch nicht probiert- käme auf einen Versuch an. Sojasoße und Ingwer sind sicher lecker…wenn Du es scharf magst, auch eine Gehackte Chili!

      Grüssli,
      Danja

      • Anna 20. März 2015 at 12:39 #

        Huch, danke für die superschnelle Antwort. Ich habs ausprobiert und bin restlos überzeugt. ; ) Auch das marinieren hat gut geklappt. Das Rezept werde ich noch etliche Male machen, das nächste Mal mit frischen Inger, mjam.

        Grüße ; )

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