Eine kleine Zander-Schlemmerei

IMG_9195

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Gericht wohl nennen soll. Es sind 4 verschiedene Komponenten dabei (die auch einzeln gut schmecken)…aber irgendwie wurde und wurde die Überschrift einfach nicht kürzer als 2 komplette Zeilen. Gebratener Zander mit Gurkengemüse, Estragon-Kartoffeln und Rote-Bete-Tatar? Herrje.  Naja, so nenne ich es einfach „Zander-Schlemmerei“ ;-).

Anstelle des Zanders kann man aber nach Geschmack ruhig auch andere Fischfilets nehmen, die auf der Haut gebraten und dann mit Haut gegessen werden können. Saibling zum Beispiel, oder auch Lachs. Der allerdings ist deutlich fettreicher als meine Variante – aber auch sehr lecker.

Für alle die Gurke nur aus dem Salat kennen: Probiert es mal in dieser geschmorten Variante, es schmeckt wirklich gut und ist natürlich sehr kalorienarm. Falls ihr nur einzelne der Komponenten zubereiten wollt, hab ich dieses mal die Punkte dahinter geschrieben, so findet man sich im Rezept leichter zurecht.

Zutaten für 2 Personen:

Für den Fisch (Punkt 10):
2 Fischfilets mit Haut, zusammen 300-400 g
etwas Öl, zum Anbraten
Salz, Pfeffer
frischer Dill

Für das Gurkengemüse (Punkt 6-9):
1 große Salatgurke
2 EL Butter
1 Zwiebel
1 TL Zucker
3 EL Wermut
100 ml Gemüsebrühe

Für die Karoffeln (Punkt 1-3):
500 g Kartoffeln, festkochend
1 EL Olivenöl
3 Zweige Estragon
Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft

Für das Tatar (Punkt 4 & 5):
1 große rote Bete (gekocht, vakuumverpackt aus der Gemüseabteilung)
2 EL Creme Fraîche
1 kleine Schalotte
1 EL Apfelessig
Salz, Pfeffer
wer mag: etwas Meerettich

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln waschen und mit Schale längs in Spalten schneiden.

2. Die Estragonblättchen abzupfen und grob hacken. Zusammen mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mit den Kartoffeln vermengen. Das geht gut in einer Schüssel oder auch in einem großen Gefrierbeutel.

3. Die Kartoffeln im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten goldbraun backen. Zwischendurch mal kontrollieren, die Garzeit hängt von der Kartoffelsorte und auch der Größe ab.

4. In der Zwischenzeit kann man den ganzen Rest zubereiten :-). Zuerst das Tatar: Die Rote Bete und die Schalotte werden gaaaaanz fein gehackt. Ich hab dafür den Blitzhacker von Tupper bemüht, aber es geht natürlich auch mit der Hand.

IMG_9184

IMG_9185

5. Dann das Gemüse mit Creme Fraîche, Apfelessig, und ggf. Meerettich vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

IMG_9191

6. Die Gurke schälen und läng halbieren. Dann mit einem Löffel die Kerne herausschaben und die Hälften in Scheiben scheiden. Die Zwiebel fein hacken.

IMG_9186

7. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebelwürfel darin glasig braten. Dann den Zucker zugeben und umrühren, etwa 1 Minute karamellisieren lassen. Nun die Gurkenstückchen in die Pfanne geben und gut umrühren. Etwa 1 Minute mitbraten.

IMG_9187

IMG_9188

IMG_9189

8. Zuerst den Wermut in die Pfanne geben und unterrühren, danach die Gemüsebrühe. Die Hitze reduzieren und einige Minuten einköcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast weg ist. Wer den Fisch dazu zubereitet, jetzt parallel mit Punkt 10 beginnen :-).

IMG_9190

IMG_9193

9. 1 EL Butter in das Gurkengemüse rühren und vom Herd ziehen.

10. Den Fisch salzen und pfeffern. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und den Fisch auf der Hautseite etwa 3 Minuten braten. Dann wenden, 1 TL Butter zugeben und nochmal etwa 1 Minute braten.

IMG_9192

11. Nun wird alles zusammengesetzt: Das Gurkengemüse zuerst, darauf kommt der Fisch- mit der knusprigen Hautseite nach oben. Daneben können Kartoffeln und das Tatar angerichtet werden-fast  fertig! Noch ein wenig Dill abzupfen und über das Gericht streuen:

IMG_9196

Und sofort essen! Gerade, wenn man es so anrichtet wie oben gezeigt, wird es nämlich schnell kalt. Lasst es euch schmecken!

, , ,

One Response to Eine kleine Zander-Schlemmerei

  1. Daniela 14. Januar 2014 at 15:29 #

    Wow, das sieht total super aus! Das koche ich am Samstag nach 🙂
    Vielen Dank für das Rezept!

Schreibe einen Kommentar