Ein Brokkolisalat für alle Fälle

Na ihr Lieben, seid ihr gut im plötzlichen Winter angekommen? Ich bin ja irgendwie noch immer in einer Schockstarre…*lach*…war es nicht eben noch so warm? Ich hab mir letztes Jahr eine schöne Übergangsjacke gekauft und konnte sie genau 2 mal tragen diesen Herbst…schwupps, schon zu kalt ;-). Klar, wer mich kennt weiß auch, dass ich ne echte Frostbeule bin. Aber trotzdem, irgendwie fehlt da doch eine Jahreszeit, oder? Nunja, dann kommt jetzt wohl die Zeit des drinnen-muckelig-machens und des Plätzchenbackens. Auch gut! 🙂

Heute aber erstmal ein Rezept für alle Fälle- ich nenne es deshalb so, weil es wirklich zu ganz unterschiedlichen Anlässen und Tellerkomponenten passt. Mein Brokkolisalat schmeckt recht intensiv und freut sich deshalb über einen kräftigen Gegenspieler- das kann Gegrilltes im Sommer genau so gut sein wie kräftig gewürzter Braten oder ein Kartoffelauflauf im Winter. Die Zutaten bekommt man das Ganze Jahr über und das Beste: Er schmeckt zwar sofort, aber auch am zweiten oder dritten Tag noch ganz hervorragend. Ich mag ihn am liebsten gut durchgezogen :-). Einzig zu Fisch stelle ich ihn mir nicht so toll vor- er hat durch die Weintrauben und die Soße etwas Süße und dazu die gerösteten Mandeln- Fisch geht da eher unter.

Für Vegetarier ist das Grundrezept erstmal nix, es kommt Bacon rein und ich finde auch, das der einen wichtigen Teil zu Geschmack beiträgt. Ich kann mir allerdings alles auch gut mit einem kräftigen, gewürfelten Bergkäse stattdessen vorstellen. Falls es jemand mal ausprobiert, sagt doch mal wie es war!

Für mich hat der Salat alles, was ein leckeres Gericht braucht- Salzig durch den Bacon, süß durch die Trauben,  knusprige Mandeln, frisches, rohes Gemüse & eine cremige Soße- perfekt auch als Mitbringsel für eine Party.

Zutaten für 4 ordentliche Portionen:

1 großen Kopf Brokkoli
3 Stangen Staudensellerie
200 g rote Weintrauben, kernlos
100 g gestiftete Mandeln
100 g Bacon, gewürfelt
200 g leichte Salatcreme (oder Salatcreme mit Joghurt gemischt, wenn man es etwas leichter möchte)
2-3 EL Essig, Weißweinessig oder Apfelessig
2 EL Zucker
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Zuerst wird die Soße zubereitet, die darf dann in den Kühlschrank bis der Salat fertig ist: Salatcreme, Essig, Zucker und eine gute Prise Pfeffer verrühren. Mit Salz noch etwas sparsam sein, es kommt ja hinterher noch der Bacon hinzu- besser hinterher nochmal abschmecken.

2. Den Brokkoli in kleine, „Gabel-gerechte“ Röschen schneiden- ruhig kleiner als, wenn man ihn als Beilagengemüse reichen würde.

3. In einer Pfanne die Mandelstifte hellbraun anrösten. Achtung- verbrennen schnell, nicht weggehen! Dann beiseite stellen.

4. In der Pfanne nur den Bacon auslassen. Kleiner Tipp: Wer einen vollen Geschmack aber weniger Fett möchte, kann auch die fettreduzierten Baconwürfel (zB von Tulip) kaufen. Die haben deutlich weniger Fett, schmecken aber viel besser als die normalen leichten „Schinkenwürfel“ (nee, ich hab kein Geld für diesen Tipp bekommen…*lach*…ich benutze die wirklich einfach gern). Wenn die Würfel ausgelassen sind, vom Herd nehmen.

5. Die Weintrauben waschen und halbieren. Die Selleriestangen von holzigen Enden befreien und je nach Dicke etwa 2x längs durchschneiden und dann würfeln.

6. Brokkoli, Sellerie, Mandeln, Bacon und Weintrauben vermischen. Jetzt die Soße drüber und gut umrühren. Nochmal abschmecken- fehlt Salz? Oder ggf. noch etwas Essig für die Säure? Dann kalt stellen.

Ich ess ihn am liebsten nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag. Der Brokkoli zieht ein kleines bisschen Feuchtigkeit, die Soße wird dadurch etwas verdünnt und verbindet sich perfekt mit den anderen Zutaten.

Lasst es euch schmecken! Kleiner Tipp noch: Im Originalrezept waren Frühlingszwiebeln enthalten, das war aber nicht so mein Ding. Falls euch das gewisse etwas im Salat fehlt- vielleicht passt es für euch besser? Ich mag ihn genau so :-). Am liebsten mit Kartoffelstampf und gebratenem Steak dazu.

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4 Responses to Ein Brokkolisalat für alle Fälle

  1. Daniela 26. November 2018 at 16:01 #

    Hallo Danja, das Rezept klingt interessant und sieht auch sehr lecker aus. Aber wird der Broccolie wirklich komplett roh verwendet? Oder habe ich etwas überlesen? Zumindest die Stiele sind ja immer recht hart, oder lässt du die weg? LG

    • Danja 2. Dezember 2018 at 16:34 #

      Hi Daniela, bitte entschuldige, ich hab deinen Kommentar ganz übersehen: Ja. der Brokkoli ist roh! ;an wundert sich wie lecker das schmeckt 😉 Die Steile schneide ich größtenteils weg.

      Wenn der Salat ein paar Stunden durchzieht, werden die Röschen etwas weicher, aber ich finde, es schmeckt sofort. Ich wäre früher auch nie auf die Idee gekommen, rohen Brokkoli zu verarbeiten, bis ich auf einer Veranstaltung mal einen Salat aus dem Thermomix probiert habe. Das genaue Rezept krieg ich nicht mehr zusammen, aber es war Brokkoli, Apfel, Paprika, Zwiebel und irgendwas Süßes drin, ich glaub gehackte Rosinen. Das war göttlich seitdem experimentiere ich immer mal wieder damit.
      Viel Spaß beim Ausprobieren!
      Liebe Grüße,
      Danja

  2. Esther 3. Dezember 2018 at 21:34 #

    Hallo Danja,
    das klingt sehr lecker, muss ich mal ausprobieren! Den Salat mit rohem Brokkoli, den ich bisher mal gemacht habe (und der auch sehr lecker ist und ich erstaunt war, wie lecker roher Brokkoli ist): https://www.thekitchn.com/recipe-light-easy-broccoli-salad-83866 Tatsächlich verwende ich dafür auch den ganzen Brokkoli inkl. Stiel. Durch die Küchenmaschine werden die Stücke klein genug, dass es zwar ein knackiger Salat ist, aber nicht zu hart.
    Liebe Grüße,
    Esther

    • Danja 3. Dezember 2018 at 21:50 #

      Hi Esther, vielen Dank für den Link. Du hast Recht, wenn man es einfach etwas kleiner hackt, funktionieren auch die Stiele wunderbar.
      Dein verlinkter Salat ist ja sogar ein bisschen ähnlich – getrocknete Beeren oder Rosinen finde ich auch ganz wunderbar mit brokkoli.

      Da fällt mir gerade noch ein: es gibt hier auf dem Blog auch ein Rezept mit Bandnudeln, die tatsächlich aus dem dicken Brokkolistrunk hergestellt werden. Jetzt ärgere ich mich, dass ich ihn kleingehackt und in meiner Tüte für Gemüsebrühe eingefroren habe;-).

      Liebe Grüße,
      Danja

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