Cremige Frühlings-Zitronentorte

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Sauer macht lustig! 🙂 Und Kuchen macht ohnehin immer gute Laune, also quasi doppelt gut, so eine Zitronentorte. Die Creme enthält ganze 150 ml richtigen Zitronensaft, der Boden dafür die abgeriebene Schale – so schmeckt dieses Kunswerk herrlich zitronig, frisch und vor allem kein bisschen nach künstlichem Zitronenaroma.

Die Creme enthält ziemlich viel Sahne, die man aber – da sie nicht gebacken wird- problemlos durch ein kalorienärmeres Produk ersetzen kann, zum Beispiel die Schlagcreme von Ruf. Der Bisquitboden ist selbstgebacken, wenn mal kein Ofen zur verfügung steht, könnte man vermutlich auch einen 3-teiligen Wiener Boden kaufen stattdessen, allerdings ist dort dann keine Zitronenschale drin, so dass es insgesamt etwas weniger zitronig schmeckt.

Die Rezeptidee stammt aus der Zeitschrift „Sweet Dreams“, ich habe kleinere Anpassungen gemacht.

Zutaten für eine Torte (ca. 12 ordentliche Stücke):

Boden:
125 g Zucker
3 Eier Größe L
100 g Mehl abgeriebene Schale einer Zitrone
1 TL Backpulver

Creme:
150 ml Zitronensaft
130 g Zucker
1 Tütchen Vanillepuddingpulver
1 Ei
2 Eigelb
5 Blatt Gelatine
75g Butter
200 g Quark
100 g Creme Fraîche
400 g Sahne (2 Becher, alternativ 2 Tütchen Schlagcreme, also 1 Packung)

Deko:
1 Handvoll einfache Plätzchen ohne Füllung, ich nehme „Hobbits kernig“
50 g Zartbutterschokolade
Zuckerblüten oder alternativ Fondant/Marzipan, um die Blüten selbst zu basteln

Zubereitung:

Die eigentliche Arbeitszeit hält sich in Grenzen, allerdings muss die Torte nach dem Einfüllen in den Tortenring noch etwa 3 Stunden kühl stehen. Die Blumendeko und die Keksbrösel am Rand dauert hinterher keine 15 Minuten. Das Kühlen kann auch problemlos über Nacht erfolgen.

1. Zuerst wird der Boden zubereitet: Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit 3 EL heißem Wasser schaumig aufschlagen (elektrischer Rührer), etwa 1 Minute. Dann weiter schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen (3-4 Minuten weiter schlagen).  Das Ergebnis sollte cremig-fluffig sein.

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2. Das Mehl mit dem Backpulver und der abgeriebenen Zitronenschale vermischen, alles zusammen unterrühren. Das mache ich nicht mit dem elektronischen Rührer, sondern mit einem Löffel, bis keine „Mehlnester“ mehr vorhanden sind So fällt die schaumige Konsistenz nicht zusammen.

3. Eine Springform (24 cm) mit Backpapier auslegen, den Ring schließen. Nun die schaumige Bisquitmasse einfüllen und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20-22 Minuten backen. Der Boden sollte von oben leicht gebräunt sein und beim Einstechen sollte ein Holzstäbchen sauber wieder herauskommen.

4. Den Boden herausnehmen, am Rand vorsichtig lösen und auskühlen lassen.

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5. Nun kommt die Creme an die Reihe: Die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen, meist braucht das rund 10Minuten.  In der Zwischenzeit den Zitronensaft und den Zucker erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Vom Herd nehmen.

6. Das Puddingpulver mit 2 EL Wasser, dem Ei und den Eigelben glatt rühren.

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7. Die Zucker-Zitronensaft-Mischung einrühren und alles zusammen wieder auf den Herd geben und kurz aufkochen lassen. Wieder runternehmen vom Herd und die Butter einrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Jetzt die eingeweichte Gelatine ausdrücken und mit 1-2 EL Wasser erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat. ich gebe sie dazu rund 8 Sekunden in die Mikrowelle. Die aufgelöste Gelatine dann zur Puddingmasse geben.  Die Mischung ist ziemlich fest und schmeckt sehr intensiv. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

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8. Den Quark mit Creme Fraîche verrühren, beides unter die Creme rühren. Jetzt die Sahne steif schlagen und dann vorsichtig unter die restliche Creme heben, die Masse soll fluffig bleiben, aber dennoch schön homogen sein.
Tipp: Wer möchte, dass die Masse richtig knallgelb wird, kann jetzt etwa 1 Tropfen Lebensmittelfarbe hinzugeben.

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Rechts seht ihr die Creme, als Quark & Creme Fraîche schon untergehoben war, die Sahne jedoch noch nicht.

9. Den abgekühlten Boden quer halbieren. Um den unteren Boden einen Tortenring legen, aber locker: Die Creme soll am Boden vorbei fließen können, so dass am Ende der komplette Rand mit gelber Creme überzogen ist und man nicht auf den Rand der Böden schaut. Die Hälfte der Creme einfüllen, dann den 2. Boden drauf und die restliche Creme darüber schichten. Auch hier darauf achten, dass auch neben dem Boden etwas von der Creme landet. Glatt streichen und kalt stellen für mindestens 3 Stunden.

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10. Den Rand mit einem scharfen Messer vorsichtig lösen. Die Schokolade schmelzen (im wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle) und entweder in eine Spritzbeidel mit Tülle oder einen Gefrierbeutel geben, von dem ihr dann eine dünne Ecke abscheidet. Vorsichtig die Form eines Zweiges aufspritzen und die Zuckerblumen direkt oder später mit einem weiteren Tropfen Schokolade aufkleben. Die Kekse zerbröseln (ich nehme einen Bltzhacker, ansonsten geht ein Gefrierbeutel, ein Nudelholz und ein bisschen Wut im Bauch auch ganz gut) und mit der Handfläche vorsichtig an den Rand des Kuchens drücken.

Fertig!

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Da ich den Kuchen direkt zum Mitnehmen für die Kollegen verpackt habe, gibt es nur ein nicht ganz so schönes Foto im Kuchenträger…der Geschmack ist aber richtig super!

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11 Responses to Cremige Frühlings-Zitronentorte

  1. Bettina Y. 22. April 2015 at 12:42 #

    Hallo Danja,

    das klingt sehr sommerlich-lecker!
    Ich glaube, ich werde das mal nachbacken – mit einem „Twist“: Ich glaube, ein Keksboden, aus kleingehackten (Zitronen-)keksen mit Butter vermischt, wäre auch lecker. Dann ist allerdings wirklich die kalorienärmere Schlagcreme nötig. 🙂

    Danke für Deine coolen, kreativen Ideen, es macht immer Spaß, Deinen Blog zu lesen.

    • Danja 22. April 2015 at 12:47 #

      Hallo liebe Bettina,

      ein Keksboden schmeckt sicher gut dazu, allerdings müsstest Du dann die ganze Creme komplett einschichten. Da würde ich etwas mehr Gelatine und ggf ein Tütchen Sahnesteif nehmen, damit die Creme in der Höhe nicht instabil wird.

      Grüssli,
      Danja

  2. shanshuo 28. April 2015 at 00:32 #

    Hallo 🙂

    Vielen Dank für das tolle Rezept. Hab’s schon nachgebacken und war ein voller Erfolg! Wunderbar frisch und zitronig. Dein Blog ist wirklich inspirierend und lesenswert, ich bin sent froh, ihn entdeckt zu haben.
    Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

    • Danja 28. April 2015 at 09:07 #

      Hallo Shanshuo,

      vielen Dank für Dein Feedback, ich freue mich riesig, dass jemand sich an die Zitronentorte gewagt hat. Danke für die Blumen und noch viel Spaß beim Auspriobieren,
      Danja

  3. shanshuo 4. Mai 2015 at 16:18 #

    Hallo Danja,

    aber gerne doch 🙂 ist auch einfacher, als man denkt – und die Deko habe ich aus Zeitgründen etwas abgewandelt.
    Aber den Biskuit würde immer selbst backen.

    Ich habe einen Teil der fertigen Torte eingefroren und sie war beim Servieren wieder wie frisch gemacht.

    Ich würde sie gerne noch mit Limetten oder Orangen anstelle der Zitronen testen… Hast Du da vielleicht schon Erfahrungen sammeln können?

    Sonnige Grüße
    Shanshuo

    • Danja 6. Mai 2015 at 09:19 #

      Huhu,

      ausprobiert habe ich es noch nicht aber Limette stelle ich mir grandios vor! 🙂

      Grüssi,
      Danja

  4. MrTrebron 5. Mai 2015 at 09:47 #

    Generell klingt die Idee ja nicht schlecht, aber was soll das Puddingpulver?
    Ist doch nur Chemie durch die Hintertür

    • Danja 6. Mai 2015 at 09:18 #

      Lieber Norbert,

      da muss ich widersprechen: In meinem Puddingpulver (Bio) sind genau 2 Zutaten- Stärke und Vanille. Deshalb schreibe ich in meinen Rezepte immer auch dazu, dass das Puddingpulver durch Stärke und eine vanilleschote ersetzt werden kann.

      Es mag Puddingpulver geben, in dem einiges an Chemie für den Geschmack enthalten ist aber das grundlegend über einen Kamm zu scheren ist nicht sinnvoll.

      MFG,
      Danja

      • MrTrebron 12. Mai 2015 at 11:29 #

        Hallo Danja,

        leider habe ich keinen Hinweis darauf gefunden.
        Wenn man im Rezept auf das Bio Puddingpulver hinweist, würde es klarer werden.

        Mir sind nur eine Handvoll Bio Puddingpulver bekannt die wirkliche Zutaten beinhalten. Das Produkt vom berühmten Dr., dass aus der Werbung, enthält null Vanille aber viel Aroma.

        Gruß
        Norbert

        • Danja 12. Mai 2015 at 13:26 #

          Lieber Norbert,

          ich möchte meinen Lesern nicht vorschreiben, welches Puddingpulver sie zu benutzen haben ;-). Ich gehöre nicht zu den Bloggern, die ständig mit dem erhobenen Zeigefinger herumlaufen und die Leute daran erinnern, welche Produkte „böse“ sind. Der Kuchen schmeckt gut – egal mit welchem Pulver und ich gehe davon aus, dass Leute, denen einerseits Bio-Lebensmittal/nachhaltige Produktion und /oder andererseits eben das Fehlen künstlicher Aromen etc wichtig ist, automatisch solche Produkte kaufen und die anderen eben nicht.

          Ich benutze übrigens das Puddingpulver von Alnatura, das bekommt man in jedem DM.

          Beste Grüße,
          Danja

  5. Julchen 18. Februar 2016 at 20:27 #

    Hallo liebe Danja,
    deine Rezepte sind wirklich spitze und ich habe schon eine ganze Menge davon nachgebacken und nachgekocht. Und sie haben immer super geschmeckt! So auch diese Torte, die ich vor kurzem zu einem Geburtstag mitgebracht hatte. Sie war in blitzschnell aufgegessen! Jetzt steht ja bald Ostern vor der Türe und ich wollte dich fragen, ob du vielleicht vor Ostern noch ein Rezept für eine richtig schöne Ostertorte in deinem Blog vorstellen könntest? Deine anderen beiden Torten habe ich auch schon nachgebacken und würde gerne noch eine weitere Danja-Torte präsentieren. Ich würde mich sehr darüber freuen und meine ganze Familie auch

    Ganz liebe Grüße und mach auf jeden Fall weiter so mit deinem Blog!
    Julchen

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