Cake Pops – aus Keks mach Kugel!

Cakepops sind nicht nur lecker, sie sehen auch toll aus und machen sich besonders gut als Geschenk.  Diese hier habe ich für meinen Freund zum Geburtstag gemacht, es sind Lemon-Cakepops. Aber das Rezept, was ich euch nun zeige, passt für ganz viele verschiedene Sorten.

Cakepops bestehen eigentlich immer aus einer gebackenen Masse (z.B. zerbröselter Kuchen oder Kekse), einer “Klebemasse” mit der man das Ganze zu Kugeln rollt und der Dekoration nach Wunsch. Ich persönlich mag Pops aus Keksen viel lieber als aus Kuchen, deshalb stelle ich diese Variante hier vor.

Zutaten:

  • 100 g Kekse eurer Wahl, am besten welche mit Cremefüllung (z.B. Oreo-Kekse oder die hier von mir verwendeten Zitronencremekekse)
  • 2-3 TL  normalen Frischkäse
  • 1 Becher Schokoladenglasur (in diesem Beispiel: die weiße Vanilleglasur von Aldi)
  • Cakepop-Sticks
  • Dekoration nach Wahl

Ich habe für das Beispiel diese Kekse genommen:

Aber natürlich gehen fast alle Sorten – und selbstgemachte auch. Für die „schnelle Nummer“ abends nach Feierabend nehme ich allerdings gerne gekaufte Kekse – Hauptsache, sie schmecken!

Zubereitung:

Die Kekse werden in einer Küchenmaschine zu Krümeln zerbröselt (komplett mit Füllung). Wer keine Küchenmaschine hat, kann die Kekse auch in eine Plastiktüte stecken und mit dem Nudelholz bearbeiten. Sie sollten aber wirklich schön bröselig am Ende sein:

Anschließend gebt ihr 2 gute Teelöffel Frischkäse hinzu. Bei Keksen ohne Cremefüllung etwa 1 TL mehr.

Nun geht es ans verkneten. Einfach solange kneten bis sich eine feste, homogene Masse gebildet hat. Die Konsistenz ist in etwa wie bei etwas zu krümelig geratenem Mürbeteig :-)

Nun form ihr mit den Händen kleine Kugeln. Normalerweise geht das bei Pops aus Keksen sofort, wenn die Masse sehr lange bei Zimmertemperatur stand, kann sie etwas weich werden. Dann einfach für ein paar Minuten in den Kühlschrank damit!

Wie groß man sie rollt, ist Geschmackssache. ich mag sie lieber etwas kleiner… in der Größe einer Walnuss. Dann bekommt man aus 100 g Keksen + Frischkäse etwa 6-8 Stück.

Nun wandern die Kugeln in den Kühlschrank für ca. 30 Minuten.  Wer seine Pops nicht aus Keksen, sondern aus zerbröseltem Kuchen herstellt, benötigt meist eine deutlich längere Kühlzeit, da die Masse weicher ist.

Anschließend bohrt man in jede Kugel ein Loch – ruhig direkt mit einem Cakepop-Stiel:

Die Schokolade schmilzt man am besten schon, bevor man die Kugeln aus dem Kühlschrank nimmt. So bleiben sie nicht so lange ungekühlt. In diesem Beispiel habe ich diese ganz einfache Vanilleglasur von Aldi (süd) genommen, weil die im Gegensatz zu weißer Schokolade deutlich „weißer“ ist:

Jetzt kommt die Glasur zum ersten mal zum Einsatz: Ihr taucht den Lollistiel ein paar mm tief in die Glasur und  steckt ihn danach direkt in die Kugeln. Durch die Schokolade als „Kleber“ hält die Stiel hinterher super.

Da die Kugeln kalt aus dem Kühlschrank kommen, wird die Schokolade schnell fest und ihr könnt die Pops einfach liegend zurück in den Kühlschrank geben.  Dort bleiben sie nochmal 15 Minuten.

Ab dem nächsten Schritt benötigt ihr etwas, um die Pops aufrecht hinzustellen. Am einfachsten finde ich da eine Styroporplatte aus dem Baumarkt. Mein Freund ist so lieb und bringt mir immer mal wieder eine mit, daraus schneide ich dann viele kleinere Cakepop-Ständer. Damit ich sie immer wieder verwenden kann, lege ich Frischhaltefolie um meine Styroporstückchen – die kann ich austauschen.

Ins Styropor macht ihr mit Hilfe eines Lollistiels vorher Löcher, in die ihr eure Pops später steckt. Aber zurück zu den Pops selbst:

Die Glasur wird nun abermals erhitzt (ich mach das immer in der Mikrowelle).  Nun taucht ihr jeden Pop ein Mal tief in die Glasur – so dass die ganze Kugel bedeck ist. Man benötigt also eine deutlich größere Menge an Glasur, als eigentlich später auf den Pops ist. Aber das macht nichts, die Reste könnt ihr einfach fest werden lassen und beim nächsten Mal wiederverwenden.

Beim Herausziehen der Pops lasst ihr die Glasur vorsichtig abtropfen. Wenn keine Glasur mehr vom Pop tropft, schnell umdrehen und in euren Halter stecken. Am besten, man übt das 1 oder 2 Mal, man findet man genau den richtigen Zeitpunkt, damit die Pops hinterher schön rund bleiben und keine „Schokonasen“ bekommen.

So, nun sind eure Pops eigentlich fertig. Ab jetzt könnt ihr eurer Dekolust freien Lauf lassen. Wenn ihr einfach Zuckerstreusel,  bunten Zucker, Krokant oder ähnliches auf die Pops streuen wollt, müsst ihr euch allerdings beeilen –  durch die kalten Pops wird die Schokolade schnell fest, dann hält die Deko nicht mehr. Einfach direkt betreuen, nachdem ihr den Pop in die Halterung gesteckt habt. Versucht auf keinen Fall, erst alle Pops einzutauchen und dann zu dekorieren – die ersten werden dann garantiert schon fest sein.

Ich habe in diesem Fall einfach nur gelben Zucker (farbigen Zucker in 4 Farben gibt es bei Edeka!) genommen, weil das zum Thema „Lemon“ am besten passte. Eurer Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt.

Sobald der Überzug vollständig fest ist, müssen die Pops nicht mehr im Ständer aufbewahrt werden (nimmt schrecklich viel Platz im Kühlschrank weg), sondern ihr könnt sie einfach in ein Wasserglas stellen.


, , ,

12 Responses to Cake Pops – aus Keks mach Kugel!

  1. Lilly 9. Mai 2013 at 15:57 #

    boah, daaaankeee!
    klingt voll lecker!
    kann ich den frischkäse auch irwie ersetzen!?
    den mag ich nämlich nicht soo gerne…
    vllt durch schokii oder mascarpone, quark o.ä.!?
    schonmal danke im vorraus,Lilly

    • Danja 9. Mai 2013 at 16:09 #

      Huhu Lilly,
      es gibt viele verschiedene “Klebemassen” die bei Cakepops möglich sind. Ich nehme immer die, die meiner Meinung nach am besten zum Geschmack der Kekse oder des Kuchens passt, das war bei den ZItronigen Keksen in diesem Fall Frischkäse. Aber man kann auch Butter nehmen, in einem anderen Rezept habe ich aufgeschlagene Creme Double mit Puderzucker vermengt genommen oder auch schonmal flüssige weiße Schokolade. Ich würde es wirklich davon abhängig machen, welchen Kuchen oder welche Kekse Du benutzen möchtest. Als Grundregel kann vielleicht gelten: Pops aus Kuchen werden eher etwas weicher und brauchen daher eine Masse, die beim Kühlen gut fest wird, deshalb nehme ich gerne Frischkäse. Butter zählt da natürlich auch dazu, ebenso Schokolade oder Nutella. Pops aus Keksen werden eher etwas fester vertragen daher auch “weichere” Zutaten, aber das ist wirklich nur so eine grobe Richtung… ist wirklich auch Geschmackssache. Was für einen Kuchen oder welche Kekse willst Du denn nehmen?

      Grüssli,
      Danja

  2. Nina 17. Juli 2016 at 15:51 #

    Hi :)
    Deine Beschreibungen sind echt super!!
    Ich habe ein ähnliches Rezept für Cake Pops benutze nur jedesmal den Kuchen statt Kekse.
    Ein Problem habe ich aber jedesmal und es ärgert mich tierisch…leider
    Wenn ich die Glasur auf den Cake Pop auftrage wird es sehr oft rissig, bzw. teilweise auch “porig”. Das Ärgert mich doch immer, denn es sieht nicht sooo schön aus, schmecken tut es ja trotzdem.

    Gibt es dazu eventuell ein Tipp wie man es verhindern kann?
    Als Glasur benutze ich immer Kokosfett und Candy Melt ( habe allerdings kein festes Mischverhältnis)

    Würde mich tierisch über einen Tipp freuen.

    Viele Grüß Nina

Trackbacks/Pingbacks

  1. My Yummy Valentine - herzige Cakepops mit Mohn und Marzipan | Feinkostpunks.de - 6. Februar 2013

    […] einige mm in die Kuvertüre tauchen und danach in das “vorgebohrte” Loch stecken. Hier könnt ihr euch eine Step-by-Step-Anleitung dazu […]

  2. Tiramisu-Cupcakes und Tiramisu-Cakepops | Feinkostpunks.de - 26. Februar 2013

    […] Creme Double. Frischkäse geht ebenso.  Dann stellt ihr aus der Masse Kugeln her und verfahrt wir hier beschrieben – mit Lollipopsticks versehen, in Vanilleglasur tauchen und nach Wunsch […]

  3. Blumentopf-Cakepops | Feinkostpunks.de - 5. Mai 2013

    […] geschmolzenen Candymelts in der Unterseite der “Blumentopfrohlinge” befestigen, so wie hier gezeigt (etwas runterscrollen). Die Sticks danach liegend einige Minuten […]

  4. Nougat-Kirsch-Cakepops | Feinkostpunks.de - 9. August 2013

    […] Wenn die Bälle schön fest geworden sind, arbeitet ihr weiter wie hier in meinem Basisrezept beschrieben- Löcher pieksen, etwas Schokolade schmelzen, Sticks in die Bälle stecken und dann nochmal fest […]

  5. Einfache Rudolph-Pops aus Lebkuchen & Orange | Feinkostpunks.de - 13. Dezember 2013

    […] Mit einem Holzspieß Löcher bis zur Mitte der Kugeln bohren und die Sticks darin befestigen wie in diesem Basisartikel von mir beschrieben. Dann nochmal einige Minuten […]

  6. Fruchtige Himbeer-Cupcakes mit Füllung | Feinkostpunks.de - 21. Januar 2014

    […] Cupcake setzen. Das restliche Innenleben kann man naschen- oder mit etwas vom Frosting später zu Cakepops […]

  7. Fruchtige Zitronen-Cakepops | Feinkostpunks.de - 19. Februar 2014

    […] Löcher stecken. Dieser Vorgang ist bei allen Cakepops gleich, ich hab ihn hier einmal detailliert für euch gezeigt und […]

  8. Was schenke ich zum Kindergeburtstag? – Teil 2 | Geborgen Wachsen - 23. August 2014

    […] Drachengeburtstag ausrichten oder etwas Süßes verschenken wollen: Drachencakepops. Lassen sich ganz einfach ohne Backen herstellen, indem man einen Teig macht aus zerbröselten Keksen und Frischk…. Daraus lässt sich ein Drachenkopf formen. Aus weißer Schokolade und grüner Lebensmittelfarbe […]

  9. Kugelfisch mal ganz ungiftig: Cakepops mit "blubb" | Feinkostpunks.de - 10. November 2014

    […] sollte sich anfühlen wie Mürbeteig. Wer noch nie Cakepops gemacht hat, schaut es sich am besten hier in meinem Anfänger-Tutorial einmal genauer […]

Hinterlasse eine Antwort