Brokkoli-Zitronen-Pasta aus dem Spiralschneider (+ Kochbuchempfehlung)

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Na, gehört ihr auch zu den Besitzern eines Spiralschneiders? Vor einigen Jahren kamen die Dinger ja mal unheimlich in Mode…aber wann immer ich einen Besitzer danach frage, kommt eine Antwort wie “Naja, er steht eigentlich nur im Schrank” oder”Ich hab ihn 1 x benutzt, aber irgendwie fällt mir nicht so richtig ein, was ich noch damit machen kann”. Beides kann ich gut verstehen, denn es ging mir ähnlich. Meinen ersten Spiralschneider kaufte ich etwa 2008. Zu Beginn habe ich ab und an Nudeln aus Zucchini und Möhren gemacht, dann wurde mir das langweilig und das Ding verschwand im Schrank.

Hier ein Foto von dem guten Stück:

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Weshalb ich es neulich wieder herausgekramt habe? Ha, daran ist ein Kochbuch Schuld! Ich war eigentlich auf der Suche nach einem schönen “Gemüsekochbuch” und stolperte dabei über das Buch “Inspiralisiert” von Ali Maffucci. Es kostete rund 20 € und die Bilder sahen echt appetitlich aus…also beschloss ich, dem Buch eine erste und dem Spiralschneider eine letzte Chance zu geben ;-). Beides hat mich überzeugt!

Neben diesem Rezept hat mich das Buch aus zu diesen beiden leckeren Salaten “inspiralisiert”- ein Gurken-Avocado-Salat mit Erdbeeren und ein Birnen-Quinoa-Salat mit roter Bete und Ziegenkäse…*mjam*!

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Aber zurück zum heutigen Rezept :-)

Da ich ja ein chronischer “Rezeptabwandler” bin, habe ich diesen Artikel bewusst nicht als Rezension verfasst, aber die Idee zu diesem Rezept kommt aus genau dem genannten Buch und ist – wie viele andere Rezepte daraus- wirklich sehr lecker und einfach “mal was anderes” als das, was man üblicher Weise so durch seinen Spiralschneider jagt.

Der Klassiker sind ja eher Möhren, Zucchini, ggf noch Rettich- alles, was eben länglich ist. Umso erstaunter war ich, als das Buch “Brokkoli” vorschlug. Die Röschen werden doch zu kleinen Krümeln? Hä? Aber natürlich- es werden die Stiele verwendet! Was für eine tolle Idee- schließlich werden die Stiele vom Brokkoli in den meisten Rezepten schlicht entsorgt, obwohl sie – wenn man sie schält- echt lecker schmecken.

Leider sind Brokkolistiele ja im Supermarkt eher schlecht einzeln zu bekommen…*lach*… und von den Röschen brauchen wir für dieses Rezept nur einen Teil, aber dieses Rezept eignet sich hervorragend als Ergänzung, wenn es am Vortag oder am nächsten Tag etwas anderes mit Brokkoli geben soll, zB. diesen leckeren Auflauf.

Zutaten für 1 Portion

2 Köpfe Brokkoli, die Stiele davon
ca. 1/2 Kopf Brokkoli, die Röschen davon (die Röschen der anderen 1,5 Köpfe am nächsten Tag anders verwenden oder einfrieren)
1-2 Zehen Knobi
1 Zitrone, Saft und Schale davon
50 ml Sahne oder leichte Kochsahne
30 g Parmesan
Salz, Pfeffer
1 kleine, getrocknete Chilischote
4 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)

Zubereitung:

1. Die Brokkoliröschen abschneiden. Wie in der Zutatenliste beschrieben, 3/4 davon für ein anderes Gericht beiseite legen. Die verbliebenen Röschen in etwa gleichgroße, mundgerechte Stücke teilen.

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2. Die Stiele der beiden Brokkoliköpfe unten rund 1 cm abschneiden und den Rest schälen.

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3. Den Knobi schälen und in grobe Stücke schneiden. Das Gelbe der Zitronenschale fein abreiben und den Saft auspressen.

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4. Die Stiele des Brokkolis durch den Spiralschneider geben (mit der feinsten Scheibe, die für “Spaghetti”). Dabei immer nach 3-4 Umdrehungen abschneiden, sonst bekommt ihr eeeeewig lange Brokkoli-Nudeln.

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5. Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Die Röschen darin 5 min bissfest garen und nach 3 min die Brokkolinudeln hinzugeben. Danach beides abgießen.

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6. In einer Pfanne den Speck von beiden Seiten knusprig anbraten (ich gebe kein extra Fett dazu in die Pfanne, es kommt genügend aus dem Speck!) und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

7. Im Fett aus dem Speck die Knobistücke anrösten. Dann die Brokkoliröschen und -nudeln zugeben, 2 Minuten kurz durchschwenken und anbraten. Die Chilischote in die Pfanne bröseln.

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8. Den Zitronensaft und die Zitroneschale hinzugeben. Wenn die Zitrone sehr viel Saft ergeben hat, genügt ggf die Hälfte. Ruhig von unten rantasten. Die Flüssigkeit kocht schnell ein.

9. Nun die Sahne zugeben, kurz aufkochen (es ist ja nur ganz wenig Flüssigkeit) und direkt danach den geriebenen Parmesan einstreuen.

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10. Gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, vom Herd nehmen.

11. Direkt servieren- und vorher den Bacon in Stücke brechen und auf dem Teller verteilen.

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Wer nicht so viele Brokkolistiele benutzen möchte (bei 4 Personen hat man sonst wirklich eine Meeeeenge Röschen übrig) kann natürlich auch zur Hälfte mit normalen Nudeln mischen. Das Rezept ist dann zwar nicht mehr “Low Carb”, aber immer noch deutlich kalorienärmer als mit 100% “richtigen” Nudeln.

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Achja- ich habe weder für die Erwähnung des Spiralschneiders noch des Kochsbuch Geld bekommen (und auch nocht nix ;-)).


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One Response to Brokkoli-Zitronen-Pasta aus dem Spiralschneider (+ Kochbuchempfehlung)

  1. Mahee Ferlini 30. Mai 2016 at 20:12 #

    Ich soll ein Spiralschneider kaufen… so viele Ideen!

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