Beeren-Cheesecake-Muffins

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Vor einigen Tagen waren wir auf einem groooßen Wochenmarkt in Holland. Und was lachte mich dort an, kurz vor Saisonende? Nein, weder Käse noch Lakritz, sondern dicke, süße und richtig leckere Beeren. Brombeeren, Himbeeren…und – das hatte ich noch nie gesehen- weiße Himbeeren! So aufregend die Farbe auch war, so wenig aufregend war übrigens der Geschmack: sie schmecken ganz normal…eben wie Himbeeren- etwas weniger süß, fand ich.

Ist aber auch nicht so wichtig, denn für die Cheesecake-Muffins  in diesem Artikel habe ich dieses Mal die Brombeeren verwendet :-). Ich bin mir allerdings sicher, dass auch Himbeeren oder Blaubeeren gut dazu passen… Erdbeeren kann ich mir weniger dazu vorstellen. Die Beeren vermische ich mit ein paar Haferflocken für ein bisschen Knuspereffekt- das kann man aber auch weglassen oder die Flocken durch Mandelstifte ersetzen. Ich bilde mir allerdings ein (auch in der Küche versetzt Glaube Berge! ;-)) dass die Flocken auch etwas der austretenden Beerenflüssigkeit aufnehmen und die Muffins so weniger matschig werden.

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Übrigens: Man kann aus dieser Menge auch einen Kuchen in einer runden Springform (ca. 26 cm) backen.  Wer nur 1 Blech (=12) Muffins machen möchte, rechnet alle Zutaten auf 2/3 runter- das Ei für den Mürbeteig verquirle ich dann in einer Tasse und gebe von der gemischten Masse einfach 2/3 in den Teig.

Zutaten für ca. 18 Stück (Achtung, 30 Minuten Kühlzeit einplanen!):

Für den Mürbeteig:
250 g Mehl (+ etwas zum Ausrollen)
100 g Zucker (weiß  oder braun)
1 Ei
1/2 TL Backpulver
120 g Butter, direkt aus dem Kühlschrank

Für die Cheesecake-Masse:
600 g Frischkäse
3 Eier
1 Prise Salz
1 Tütche Puddingpulver Vanille
125 g Zucker (weiß)
6 EL Milch
etwas Limettensaft (ca. 2 EL)
300 g Brombeeren (Bei der Zubereitung als Kuchen ruhig etwas mehr)
2-3 EL Haferflocken

Außerdem: Eine Muffinform, etwas Butter zum Einfetten der Form und ein Nudelholz

Zubereitung:

1. Alle Zutaten für den Mürbeteig miteinander verkneten (Ich mache das mit den Händen). Wenn man die kalte Butter vorher etwas kleinschneidet, geht das schneller. Den Teig nur so lange kneten, bis er homogen ist, also keine Butterklumpen mehr stören. Dann in Frischhaltefolie geben und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen, mindestens 30 Minuten. Länger (auch 24 Stunden)  ist kein Problem. Ich drücke die Teigkugel immer etwas flacher, dann kühlt die Masse schneller durch. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

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2. Den gekühlten Teig ausrollen und runde Stücke ausstechen, z.B. mit einem Glas. Die Stücke sollten etwa 2 cm mehr Durchmesser haben als euer Muffinblech unten in den Mulden.

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3. Die Muffinförmchen mit etwas Butter oder Öl ausfetten. Auf Papierförmchen verzichte ich bei Käsekuchenvariationen meist.

4. Die runden Teigstücke in die Formen geben und einen kleinen Rand formen. Dann das Muffinblech in den Ofen geben und den Teig für 10 Minuten vorbacken.

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5. In der Zwischenzeit die Cheesecake-Masse herstellen: Zuerst die Eier trennen. Dann das Eigelb mit dem Zucker etwa 3 Minuten cremig schlagen. In diese hellgelbe Masse nun den Frischkäse, Milch, Limettensaft und Puddingpulver gut einrühren. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und unter die Frischkäsemasse heben.

6. Die Brombeeren mit den Haferflocken mischen.

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7. Die vorgebackenen Böden herausnehmen, den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze aufdrehen.

8. Die Cheesecake-Masse auf die Förmchen verteilen (bis „fast voll“), darauf je 1 EL Beeren-Haferflocken-Mischung.

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9. Die Muffins in den Ofen geben und 10 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 120 Grad herunterdrehen (ich öffne kurz die Tür, damit die Temperatur auch wirklich runtergeht) und weitere ca. 20 Minuten backen.

10. Herausnehmen und 15 Minuten auskühlen lassen. Dann mit einem flexiblen, scharfen Messer vorsichtig den Rand lösen, die Muffins herausnehmen und ganz abkühlen lassen. Am besten schmecken sie dann aus dem Kühlschrank!

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Vor dem Servieren nach Belieben (und Süße der Beeren) mit Puderzucker bestäuben.

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2 Responses to Beeren-Cheesecake-Muffins

  1. janine 24. Oktober 2014 at 09:24 #

    Verändert sich was an der backtemperatur und zeit wenn ich es als kuchen machen möchte?

    • Danja 24. Oktober 2014 at 09:56 #

      Huhu,

      also Kuchen benötigt die Zubereitung mehr Backzeit, ich würde schätzen rund 20 Minuten länger. Und es ist besonders wichtig, den Kuchen hinterher komplett auskühlen zu lassen und dann auch noch im Kühlschrank durchzukühlen, sonst ist er beim Anschneiden im schlimmsten Fall nicht schnittfest 🙂

      Grüssli,
      Danja

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